Sweet - Live At The Capitol | |
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| Review von derkleinekolibri vom 10.06.2026 (647 mal gelesen) | |
30 Jahre nach der Geburt eures Rezensenten gaben SWEET ein denkwürdiges Konzert in der Landeshauptstadt Niedersachsens, Hannover. Veranstaltungsort war das Capitol, das fünf Jahre zuvor (1986) seine Pforten zum ersten Mal geöffnet hatte.Mit sehr viel Sorgfalt wurde "Live At The Capitol" produziert. Das Album ist als CD-Digipack und als limitiertes weißes Vinyl ab 12. Juni 2026 erhältlich. 1991 gab es die Urbesetzung der Glam Rock-Band nicht mehr, lediglich Andy Scott als Gründungsmitglied war noch übrig. Um sich hatte er Bodo Schopf (ELOY, THE MICHAEL SCHENKER GROUP), Jeff Brown (WILDFIRE), Mal McNulty (SLADE) und Steve Mann (LIONHEART, THE MICHAEL SCHENKER GROUP) geschart. Was das Quintett hier auf die Beine gestellt hat, erreicht nahezu die Qualität meines Lieblings-Livealbums "Made In Japan" von DEEP PURPLE. Eine bunte Mischung aus bekannten und relativ unbekannten Songs wird mit einer Spielfreude vorgetragen, die der ähnelt, mit der ich 1966 im Berliner Strandbad Wannsee Sandburgen baute. Hier stellen die Jungs unter Beweis, dass Glam Rock nicht nur glänzen, sondern auch hart und heavy klingen konnte. So feuern SWEET bereits mit dem vierten Song 'Sweet F.A.' eine Granate ins Publikum, welche sofort zündet und ungeahnte Kräfte freisetzt. Noch stärker nimmt einen 'Cockroach' mit - da zeigt Andy Scott höchstes Können an seinem Instrument, der Stromgitarre. Da reiche ich nicht mal mit meiner Luftgitarre heran. 'Love Is Like Oxygen', das vielen SWEET-Fans seinerzeit nicht wirklich gefiel, stellt dann den absoluten Höhepunkt des Abends dar. Seit über 50 Jahren haben mich die Jungs live begeistert, aber noch nie so sehr wie mit diesem Stück. Der Anfang ist noch normal, das Publikum geht mit, dann spielen sie plötzlich 'Fanfare For The Common Man' (EMERSON LAKE AND PALMER), Riffs von 'Highway To Hell' (AC/DC) werden dem Stück eingepflanzt und zu guter Letzt hämmern sie kurzzeitig 'Smoke On The Water' (DEEP PURPLE) in die Massen, welche es mit ohrenbetäubendem Gesang und nicht enden wollendem Applaus honorieren. Schließlich gibt es Heavy Metal der feinsten Sorte mit 'Set Me Free'. Helft mir, ich weiß keine bessere Umschreibung dafür als volle Pulle. Zum Ende hin präsentieren die Jungs dann noch vier Klassiker: 'Blockbuster', 'Teenage Rampage', 'Fox On The Run' und 'The Ballroom Blitz' als Zugabe. Zwischendurch werden sämtliche Bandkollegen namentlich vorgestellt, was die Gäste noch mehr anstachelt und sie jedes erwähnte Mitglied hochleben lassen. Der oftmals zitierte Abriss endet nach 67 Minuten und 56 Sekunden in einem mitreißenden Crescendo. Kein Livealbum von SWEET hat mich bisher so beeindruckt! Das muss mit Blutstropfen en masse belohnt werden. Gesamtwertung: 10.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Hellraiser 02. AC/DC 03. X-Ray Specs 04. Sweet F.A. 05. The Six Teens 06. Burn On The Flame 07. Cockroach 08. Action 09. Love Is Like Oxygen 10. Set Me Free 11. Blockbuster 12. Teenage Rampage 13. Introduction 14. Fox On The Run 15. The Ballroom Blitz | Band Website: Medium: CD, LP Spieldauer: 67:56 Minuten VÖ: 12.06.2026 |
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30 Jahre nach der Geburt eures Rezensenten gaben SWEET ein denkwürdiges Konzert in der Landeshauptstadt Niedersachsens, Hannover. Veranstaltungsort war das Capitol, das fünf Jahre zuvor (1986) seine Pforten zum ersten Mal geöffnet hatte.
