The Quill - Master Of The Skies

Review von Stormrider vom 23.05.2026 (462 mal gelesen)
The Quill - Master Of The Skies THE QUILL zählen zu den gar nicht mal so gut gehüteten Geheimtipps des leicht angedoomten Hard Rocks mit latentem Stonereinschlag. Leider sind sie weiterhin trotzdem zu gut gehütet, denn die seit 1990 aktive Band hat in den letzten Jahren ausschließlich Qualitätsware abgeliefert. Und "Master Of The Skies" bildet da keine Ausnahme. Der Klangkosmos bleibt dennoch vergleichsweise klar abgesteckt. Das gibt den Fans eine gewisse Sicherheit, was sie auf ihrem Flug mit dem Meister der Lüfte erwarten können.

Der das Album eröffnende Titeltrack gibt sodann die Richtung vor. Groovig und doch leicht schleppend riffen die Gitarren und bekommen auch ihren großen Solospot, während die Vocals leicht klagend wirken und dabei doomig erhaben bleiben. Warm und organisch produziert von Erik Nilsson in den 491 Studios, ist das einfach ein starker Hard Rock-Song, der so auch in den glorreichen 70ern eine gute Figur gemacht hätte. Das folgende 'Dark City' knüpft nahtlos daran an, kann aber mit noch einschmeichelnderen Melodien und einer zugänglicheren Vocalline punkten. 'You Can Not Kill My Soul' nimmt dann ein wenig den Fuß vom Gas und beginnt akustisch balladesk, bevor sich langsam doch ein Rocker aufbaut, der nach fast sieben Minuten dann wieder ruhig ausklingt. In der Folge hält man das Qualitätslevel konstant hoch, sodass die zehn Tracks ohne Ausfall daherkommen, auch wenn nicht alles die Klasse des Eröffnungsdoppels oder eines knackigen Rockers wie 'If Tomorrow Never Comes' halten kann. Ich kann gar nicht genau sagen wieso, aber die ruhigen Momente ziehen dieses Mal eher an mir vorbei, ohne mich tiefer zu berühren. Das ist dann auch der einzige und größte Kritikpunkt an dem Album. Aber dem gegenüber steht ein Monolith wie das knapp zehnminütige 'Mastodon', der alles, nur kein easy Listening ist, sondern sich erarbeitet werden will.

Am Ende machen THE QUILL, was sie seit vielen Jahren machen. Sie liefern ein Album ab, was den Großteil der Konkurrenz wahlweise alt aussehen lässt oder sich zumindest mit den großen Genrebands messen kann. Und wie immer werden sie leider eher einem kleinen eingeweihten Publikum vorbehalten bleiben. Wer auf gut abgehangenen doomigen Hard Rock steht, der insbesondere in den Vocallines ein ums andere Mal an BLACK SABBATH mit Ozzy erinnert, der hört gefälligst rein!

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Master Of The Skies
02. Dark City
03. You Can Not Kill My Soul
04. It's Over
05. Son Of Light
06. If Tomorrow Never Comes
07. Now You Are Gone
08. Light Turns Low
09. Mastodon
10. Master Of The Skies (Reprise)
Band Website: www.thequill.se/
Medium: CD
Spieldauer: 44:48 Minuten
VÖ: 08.05.2026

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten