Fighter V - Deja Vu | |
|---|---|
| Review von Stormrider vom 02.05.2026 (524 mal gelesen) | |
Es dauert genau drei Akkorde des Openers 'Raging Heartbeat' und FIGHTER V beamen dich zurück in die glorreichen 80er. Da ist der Albumtitel "Deja Vu" doch wirklich Programm, denn man wird gedanklich unweigerlich in Spandexhosen gezwängt, zieht sich sein Stirnband an, fönt noch ein paar Locken oder toupiert fleißig die letzten Resthaupthaare. Alles, aber wirklich alles an diesem Album ist mehr 80er, als es Teile der 80er selbst waren. Dass man damit nicht in die Verlegenheit kommt den Stadion Rock neu zu erfinden, dürfte jedem klar sein und ist ganz bestimmt auch nicht der Anspruch des fünften Kämpfers. 'Victory' startet danach mit so viel schmalzigen Ohohs, das ist schon fast ein wenig zu viel Cheesyness. Zum Glück kann der Song mit einem guten Refrain und seinem Gitarrenheldensolo punkten. 'Made For A Heartache' erinnert dann nicht nur vom Titel her stark an BON JOVI, sondern könnte auch musikalisch von New Jersey second finest stammen (der Boss ist und bleibt New Jersey Nummer 1!), während 'Foolish Heart' und 'Stand By Your Side' mit einem gediegenen WHITESNAKE-Flair daherkommen. Ihr merkt es schon, oder? Fast jeder Track lässt sich auf eine der großen Bands des großen Hard Rock-Jahrzehnts referenzieren. Das ist auch absolut okay, denn FIGHTER V erheben hörbar nicht den Anspruch die nächsten Prog-Götter zu werden, sondern einfach nur eine gute Zeit zu haben. Das gelingt auf "Deja Vu" in der ersten Albumhälfte auch wirklich gut und macht viel Spaß, während es sich in der zweiten Hälfte doch ein wenig zu schnell abnutzt, weil eben irgendein kleines Alleinstellungsmerkmal fehlt. Wer es old school auf allen Ebenen mag, aber die ollen Kamellen mal durch neue Kamellen mit ollem Einschlag tauschen will, der darf sich hier direkt zuhause fühlen, und wird es wahrscheinlich auch. Das Quartett macht in dem was sie wollen also nicht viel falsch, liefert aber irgendwie dennoch etwas zu wenig Eigenständigkeit. Wen das nicht stört: Rein in die Spandexhosen! Gesamtwertung: 6.0 Punkte
| |
| Trackliste | Album-Info |
| 01. Raging Heartbeat 02. Victory 03. Made For A Heartache 04. Foolish Heart 05. Deja Vu 06. Stand By Your Side 07. All Your Love 08. Hold The Time 09. For All This Time 10. Break Those Limits 11. Victim Of Changes | Band Website: www.fighter-v.com Medium: CD Spieldauer: 43:11 Minuten VÖ: 10.04.2026 |
Alle Artikel
Es dauert genau drei Akkorde des Openers 'Raging Heartbeat' und FIGHTER V beamen dich zurück in die glorreichen 80er. Da ist der Albumtitel "Deja Vu" doch wirklich Programm, denn man wird gedanklich unweigerlich in Spandexhosen gezwängt, zieht sich sein Stirnband an, fönt noch ein paar Locken oder toupiert fleißig die letzten Resthaupthaare. Alles, aber wirklich alles an diesem Album ist mehr 80er, als es Teile der 80er selbst waren. Dass man damit nicht in die Verlegenheit kommt den Stadion Rock neu zu erfinden, dürfte jedem klar sein und ist ganz bestimmt auch nicht der Anspruch des fünften Kämpfers. 'Victory' startet danach mit so viel schmalzigen Ohohs, das ist schon fast ein wenig zu viel Cheesyness. Zum Glück kann der Song mit einem guten Refrain und seinem Gitarrenheldensolo punkten. 'Made For A Heartache' erinnert dann nicht nur vom Titel her stark an BON JOVI, sondern könnte auch musikalisch von New Jersey second finest stammen (der Boss ist und bleibt New Jersey Nummer 1!), während 'Foolish Heart' und 'Stand By Your Side' mit einem gediegenen WHITESNAKE-Flair daherkommen.
