Hellripper - Coronach | |
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| Review von Opa Steve vom 04.04.2026 (484 mal gelesen) | |
HELLRIPPER aka James McBain schlugen ja schon länger im Underground ein. "Coronach" ist nun der vierte Longplayer der "Band", wobei man nie ganz genau weiß, was James jetzt im Studio wirklich alles selbst einspielt oder wo er sich auch wie auf der Bühne Hilfe dazu holt. Die besonderen Trademarks von HELLRIPPER liegen ja vor allem in den eskalierenden Geschwindigkeitsorgien. Da werden die Plektren bei den Soli zerschreddert und die Drums hacken hektisch durch die 180bpm. Vor allem live feuert James mit seinem Bühnen-Line-up eine wahre Pracht von Feuerwerk ab. Live-Drummer Max Southall hält sich auch immer verblüffend eng an die hektischen Studiovorgaben, aber insgesamt ist die Darbietung auf CD naturgemäß etwas gelassener als das Schlachtfest on stage. Auch bei "Coronach" wird bei den Songs deutlich, wie sehr sich James auch beim traditionellen Metal bedient, der nicht zwingend immer in komplett überladene Geschwindigkeitsorgien gepresst werden muss. Beinahe ein wenig kauzig steigt 'Hunderprest' ein und hat immer wieder ganz wilde Riffs und Leads auf Lager. Das wilde Gekeife von James erinnert an die typischen Black Thrash-Bands aus der Underground-Szene, die Drehzahlen sind im stabilen Bereich. Überraschenderweise sind zwischendrin auch Synthies zu hören. Doch schon 'Kinchyle (Goatcraft And Granite)' erinnert am Anfang an frühe RUNNING WILD. In 'Baobhan Sith (Waltz Of The Damned)' wechseln HELLRIPPER durch CRADLE OF FILTH-beeinflusste Songstrukturen und haben tatsächlich einen experimentellen Metal-Walzerpart untergebracht. Das punkige 'Blakk Satanik Fvvkkstorm' ist allein vom Songtitel schon ziemlich porno und bedient die Fangemeinde durch eine Mischung aus flotten Mantas-Riffs und deftigen Punkeinflüssen. Wie gut James die Gitarre beherrscht, merkt man an vielen Soli auf der Scheibe, aber auch am komplexen Riffing von 'Sculptors Cave'. Ein fetter Wutausbruch ist noch mal 'Mortercheyn', bevor der achte Song und Rausschmeißer mit fast neun Minuten in die epische Kerbe schlägt. Der Anfang des Titels hätte auch von POWERWOLF sein können, aber dann stampft die Metal-Armada mit immer wieder auftretenden hymnenhaften Gesangsmelodien in die Schlacht. Erst nach fünf Minuten legt das Tempo langsam zu und der Song steigert seine Intensität und Spielfreude. In HELLRIPPER spiegelt sich James McBains Sicht auf das Metal-Genre und die Musik darf man ruhig als sehr persönlich werten. Eine besondere Stilklarheit gibt es nicht, eher ist der Stoff ein wenig kauzig und sorgt immer wieder für Überraschungen. Ich persönlich hätte mir die Produktion noch ein bisschen durchschlagender gewünscht, um die Live-Intensität zu erreichen. Aber auch der Sound ist vermutlich eine tiefe Verneigung vor 1986. Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Hunderprest 02. Kinchyle (Goatkraft and Granite) 03. The Art of Resurrection 04. Baobhan Sith (Waltz of the Damned) 05. Blakk Satanik Fvkkstorm 06. Sculptor's Cave 07. Mortercheyn 08. Coronach | Band Website: Medium: CD, digital Spieldauer: 44:12 Minuten VÖ: 27.03.2026 |
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HELLRIPPER aka James McBain schlugen ja schon länger im Underground ein. "Coronach" ist nun der vierte Longplayer der "Band", wobei man nie ganz genau weiß, was James jetzt im Studio wirklich alles selbst einspielt oder wo er sich auch wie auf der Bühne Hilfe dazu holt. Die besonderen Trademarks von HELLRIPPER liegen ja vor allem in den eskalierenden Geschwindigkeitsorgien. Da werden die Plektren bei den Soli zerschreddert und die Drums hacken hektisch durch die 180bpm. Vor allem live feuert James mit seinem Bühnen-Line-up eine wahre Pracht von Feuerwerk ab. Live-Drummer Max Southall hält sich auch immer verblüffend eng an die hektischen Studiovorgaben, aber insgesamt ist die Darbietung auf CD naturgemäß etwas gelassener als das Schlachtfest on stage.
