Christian Fetish - Aura Nera | |
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| Review von Stormrider vom 02.04.2026 (374 mal gelesen) | |
Christian Fuchs oder auch CHRISTIAN FETISCH (wer hier eine Verbindung zu FETISCH 69 zieht, liegt natürlich vollkommen richtig), hat mit "Aura Nera" nochmal eine neue Spielwiese aufgemacht, die sich konsequent am Industrial-Sound der 90er Jahre abarbeitet. Düster, kalt und mechanisch startet das Album mit dem Opener 'Survival Diary Pt. 2', der ziemlich genau die Marschrichtung für die nächsten vierzig Minuten vorgibt. Dabei wühlen sich der Österreicher und seine Band durch die Inspirationen von den NINE INCH NAILS bis hin zu DEPECHE MODE. Manchmal etwas brachialer, dann wieder tanzbarer ('I Will Be Gone') und manchmal auch einfach nur leise zerbrechlich. Eine bedrohliche Schwere ist in allen Tracks genauso latent vorhanden wie diese beklemmende Leere und Dunkelheit. Wer etwas lebensbejahendes Hören möchte, der sollte nicht zu "Aura Nera" greifen, denn alles an diesem Album atmet Morbidität. Die ganz wundervoll durch das gelungene Artwork eingefangen wird.Dennoch dürfte "Aura Nera" für die meisten Leser unseres Magazins im besten Fall am Rand des musikalischen Spektrums angesiedelt sein. Denn wer keine elektronischen Beats verträgt, der wird sich mit Grausen abwenden. Daneben muss man auch anmerken, dass die Vocals von Christian selber nicht gerade als Pluspunkt durchgehen. Zu deutlich ist der Akzent, mit dem er seine englischen Texte vorträgt. Da machen die vielen Gäste, allen voran Berit Gilma in 'Ghost In A Machine' sowie 'Snake Charmer' und Medina Rekic, die gleich vier Mal vertreten ist, doch eine sehr viel bessere Figur. Wer auf hypnotischen, morbiden, dystopischen Industrialsound mit starkem 90er-Einschlag steht, der wird diese Fahrt durch die Dunkelheit aber bestimmt mehr als einmal auflegen. Gesamtwertung: 6.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Survival Diary Pt. 2 02. Minus Man 03. Ghost In A Machine 04. Aura Nera 05. Snake Charmer 06. White Line Fever 07. I will Be Gone 08. No Life in Outer Space 09. Mater Insomnia 10. Aura Nera (Dantes Inferno Version) | Band Website: Medium: CD, digital Spieldauer: 39:39 Minuten VÖ: 27.03.2026 |
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Christian Fuchs oder auch CHRISTIAN FETISCH (wer hier eine Verbindung zu FETISCH 69 zieht, liegt natürlich vollkommen richtig), hat mit "Aura Nera" nochmal eine neue Spielwiese aufgemacht, die sich konsequent am Industrial-Sound der 90er Jahre abarbeitet. Düster, kalt und mechanisch startet das Album mit dem Opener 'Survival Diary Pt. 2', der ziemlich genau die Marschrichtung für die nächsten vierzig Minuten vorgibt. Dabei wühlen sich der Österreicher und seine Band durch die Inspirationen von den NINE INCH NAILS bis hin zu DEPECHE MODE. Manchmal etwas brachialer, dann wieder tanzbarer ('I Will Be Gone') und manchmal auch einfach nur leise zerbrechlich. Eine bedrohliche Schwere ist in allen Tracks genauso latent vorhanden wie diese beklemmende Leere und Dunkelheit. Wer etwas lebensbejahendes Hören möchte, der sollte nicht zu "Aura Nera" greifen, denn alles an diesem Album atmet Morbidität. Die ganz wundervoll durch das gelungene Artwork eingefangen wird.
