Ulver - Neverland | |
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| Review von Eddieson vom 11.01.2026 (532 mal gelesen) | |
ULVER waren nie eine Band, die sich in eine Schublade stecken lassen wollte. Sie zeigten sich stets wandelbar und mit jedem neuen Album wusste man nicht, was sie diesmal für den Hörer bereithalten werden. Eigentlich hätte man davon ausgehen können, dass, wenn man sich die letzten Alben anhört, auch "Neverland" in die Synth-Pop-Kerbe schlägt. Doch ULVER wären nicht ULVER, wenn sie das tun würden und so klingt "Neverland" natürlich wieder komplett anders.Mit "Neverland" sind ULVER nun komplett im Ambient angekommen. Mit ein paar spoken words versetzt eröffnet 'Fear In A Handful Of Dust' das Album. Es klingt wie Meditationsmusik, was ULVER uns mit diesem Song bieten. 'Elephant Trunk' klingt dann schon wieder etwas anders. Erst ganz ruhig und düster und gegen Mitte des Songs wird es dann etwas dramatischer. Wabernde Soundlandschaften sind dann bei 'Weeping Stone' zu hören. Vielseitig wie in ihrer Diskografie zeigen sich ULVER auch innerhalb von "Neverland". Denn mit 'People Of The Hills' gibt es einen fast schon zackigen Song, der auch gut auf einen Soundtrack passen würde und schon mit 'They're Coming! The Birds!' gibt es einen weiteren Track dieser Art, während es mit 'Horses Of The Plough' nur sphärische Klänge zu hören gibt. Auch 'Pandora's Box' könnte wieder zu einem Soundtrack gehören, zu irgendeinem dystopischen Film aus den Achtzigern, dafür läuft dann 'Quivers In The Marrow' spurlos an einem vorbei. Und nein, 'Welcome To The Jungle' ist keine ULVER-Coverversion des GUNS N'ROSES-Klassikers, sondern ein eher nerviger Track, den man sich auch hätte sparen können. Am Ende des Tages lassen ULVER den Hörer vielleicht etwas ratlos zurück. "Neverland" ist ein rein instrumentales Album, ganz auf Elektronik und Ambient getrimmt. Ein neues Kapitel, dass ULVER nun aufgeschlagen haben. Ob die Fans damit gehen werden, wird sich zeigen. House Of Mythology haben das komplette Album als Fullstream bereitgestellt. Hört es auch an, macht euch selbst ein Bild und bei Gefallen kauft euch das Album und unterstützt die Band. Gesamtwertung: 6.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Fear In A Handful Of Dust 02. Elephant Trunk 03. Weeping Stone 04. People Of The Hills 05. They're Coming! The Birds! 06. Hark! Hark! The Dogs Do Bark 07. Horses Of The Plough 08. Pandora's Box 09. Quivers In The Marrow 10. Welcome To The Jungle 11. Fire In The End | Band Website: Medium: CD, LP Spieldauer: 41:41 Minuten VÖ: 31.12.2025 |
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ULVER waren nie eine Band, die sich in eine Schublade stecken lassen wollte. Sie zeigten sich stets wandelbar und mit jedem neuen Album wusste man nicht, was sie diesmal für den Hörer bereithalten werden. Eigentlich hätte man davon ausgehen können, dass, wenn man sich die letzten Alben anhört, auch "Neverland" in die Synth-Pop-Kerbe schlägt. Doch ULVER wären nicht ULVER, wenn sie das tun würden und so klingt "Neverland" natürlich wieder komplett anders.
