Lost In Existence - Atonement | |
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| Review von Metal Guru vom 08.01.2026 (587 mal gelesen) | |
LOST IN EXISTENCE ist laut Beipackzettel 'ne (Zitat No. 1) "... moderne Metalcore/Djent-Band" aus dem spanischen Sevilla, die derzeit aus den nachnamenlosen Airon (Schlagzeug), Fern (Hauptstimme und Gitarre), Jesús (Synthesizer und Hintergrundstimme), Migue (Bass) und Selu (Hauptgitarre) besteht. Von Selu und Fern im Jahre 2022 gegründet, nahm das Projekt erst mit der Erscheinung Jesús an Synthesizern/Texturen und Migue an vier dicken/fünf tiefen Saiten Gestalt an. Na ja, WENN Jesus schon mal erscheint ... Kurze Zeit später upgradete Airon das Quartett zum Quintett, indem er die bis dahin von (sein wir zur Abwechslung mal ehrlich) Nicht-Trommlern programmierten Plastikdrums durch mit menschlichen Füßen und organischen Händen gespielte ersetzte. Gute Entscheidung, das! Fast forward to 2026:"Atonement" besteht aus fünf Stücken in 20 Minuten/40 Sekunden und reiht sich somit in die immer länger werdende Liste von EPs, die neue Bands zu Beginn ihrer Karrieren aufgrund von Geldnot, Materialmangel oder Zeitdruck rauskloppen. Im Falle von LOST IN EXISTENCE heißt das: Ambiente Hintergründe (Saiten oder Synthies - YOU guess!) treffen auf rabiate Gitarren-Riffs, vermischen sich mit polyrhythmischen Zutaten, die ich als bekennender MESHUGGAH-/PERIPHERY-/TESSERACT-Maniac nur geil finden kann. LOST IN EXISTENCEs Gesang hingegen gestaltet sich mehrtöniger als MESHUGGAHs (was angesichts Jens Kidmans "Eintongebrüll" gar nicht anders geht) und - im Gegensatz zu TESSERACTs - komplett melodielos: böses Gebelle, garstiges Gegrunze, kurioses Gekrächze. Ob auf Englisch, auf Spanisch oder in irgendeiner anderen Sprache dieser Welt gebellt/gebrüllt/gekrächzt wird - I don't know. Während sich die Band anfänglich an (Zitat No. 2) "... melodischem Death Metal à la BULLET FOR MY VALENTINE, KILLSWITCH ENGAGE und TRIVIUM" orientierte, integriert sie heute (Zitat No. 3) "... moderne und progressive Elemente im Stile von ARCHITECTS, CURRENTS, PERIPHERY und SPIRITBOX". Dem stimme ich der Einfachheit halber einfach mal zu, ertappe mich beim mehrfachen Hören allerdings immer wieder auf der Suche nach Alleinstellungsmerkmalen, Besonderheiten oder/und eigenem "Gesicht" der Spanier. Spanien hat außer der populären Paella, dem maroden Malle und Hitzerekorden tatsächlich auch "richtige" Musik zu bieten: LOST IN EXISTENCE sind das beste Beispiel für eine (zwangs)zusammenwachsende (Musik-)Welt: Das Quäle-Quintett könnte aus jedem (ich wiederhole: JEDEM) anderen Metal-offenen Land der Welt kommen - niemand (ich wiederhole: NIEMAND) würde ihre eigentliche Herkunft erkennen. Ob das jetzt gut, schlecht oder wurscht ist, muss jede Ambient Corerin/jeder Djent Metaller selbst entscheiden. Ich für meinen Teil bin begeistert, denke beim mehrfachen Hören allerdings immer wieder "... erinnert mich an" oder "... klingt ja wie". Wie bereits geschrieben: Alleinstellungsmerkmale, Besonderheiten oder/und eigenes "Gesicht" der Spanier lassen (noch?) auf sich warten. Also warte ich auf LOST IN EXISTENCEs erstes "richtiges" Volle-Länge-Werk ... Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Iridescent (4:13) 02. From The Outside (3:57) 03. Shameful Sigh (4:18) 04. False Gods (3:40) 05. Atonement (4:32) | Band Website: Medium: EP Spieldauer: 20:40 Minuten VÖ: 19.12.2025 |
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LOST IN EXISTENCE ist laut Beipackzettel 'ne (Zitat No. 1) "... moderne Metalcore/Djent-Band" aus dem spanischen Sevilla, die derzeit aus den nachnamenlosen Airon (Schlagzeug), Fern (Hauptstimme und Gitarre), Jesús (Synthesizer und Hintergrundstimme), Migue (Bass) und Selu (Hauptgitarre) besteht. Von Selu und Fern im Jahre 2022 gegründet, nahm das Projekt erst mit der Erscheinung Jesús an Synthesizern/Texturen und Migue an vier dicken/fünf tiefen Saiten Gestalt an. Na ja, WENN Jesus schon mal erscheint ... Kurze Zeit später upgradete Airon das Quartett zum Quintett, indem er die bis dahin von (sein wir zur Abwechslung mal ehrlich) Nicht-Trommlern programmierten Plastikdrums durch mit menschlichen Füßen und organischen Händen gespielte ersetzte. Gute Entscheidung, das! Fast forward to 2026:
