N.Y.C. - Built To Destroy

Review von derkleinekolibri vom 14.12.2025 (650 mal gelesen)
N.Y.C. - Built To Destroy "Mit unseren Songs können wir unsere Aggressionen rauslassen und gleichzeitig die Dämonen unseres Wahnsinns exorzieren. Ich bin der Typ an der New Yorker Straßenecke, der wegen allem rumschreit und diese Intensität spürt man auch bei unseren Live-Shows." Dieses Zitat stammt von Tommy Bolan, dem Gründer der Formation N.Y.C., die am 14. November 2025 ihr Debütalbum "Built To Destroy" veröffentlichte. Zu dem Dreiergespann gehören auch die schon legendären Stet Howland (Drummer unter anderem bei METAL CHURCH und W.A.S.P.) und Steve Unger (Bassist bei METAL CHURCH). Stattliche 13 Songs erfreuen die Hörerschaft fast eine Stunde lang.

Tommy Bolans Worte kommen nicht ungefähr, er entlockt seiner Gitarre allerhand ausgefeilte Riffs und Soli und obendrein gehört er zu den Gesangsakrobaten, die sich rühmen können, unterschiedliche Stimmlagen sehr emotional aufs Publikum (sogar schreiend) einwirken zu lassen. Schaut euch das Coverartwork an und ihr werdet verstehen ...

Die drei Amerikaner lassen gleich zu Anfang ihre Muskeln (wie ich sie als Schreiberling niemals hatte) spielen und hauen ihren Rotz wahrlich in die Welt - zum Glück verschießen sie mit 'Heavy As Hell' nicht gleich ihr ganzes Pulver. Auch wenn man Werbetexten kaum Vertrauen schenken kann, so liegt der Promoter gar nicht so verkehrt, wenn die Truppe wie folgt charakterisiert wird: "Wie würde es klingen, wenn AC/DC sich in einer Gasse mit JUDAS PRIEST prügelten, während MOTÖRHEAD daneben eine Harley aufheulen ließen?" Tja, fast genau so klingen N.Y.C. mit ihrem Debüt. Die Jungs haben für den Mainstream ebenso etwas vorrätig ('United') wie für Menschen, die sich gerne auf Mittelalterfesten herumtreiben ('Gasoline') und keine Scheu vor folkig angehauchten Klängen haben. Ihren musikalischen Höhepunkt setzen sie mit 'Full Tilt' gekonnt in Szene. In diesem Stück feuert das Trio eine Bandbreite all dessen ab, was sie meisterhaft ihren Instrumenten abluchsen können oder der Kehle entfleuchen lassen. Auf beinahe demselben Niveau dröhnt '244' aus den Lautsprechern, bevor mit AC/DC-Riffs der letzte Titel 'Built To Destroy' beginnt und in welchem Tommy Bolan zeitweise so fett wie Udo Dirkschneider die Lyrics zum Besten haucht. Dass auch hier wieder mit viel Akribie die Gitarre atmosphärische Klänge zaubert, sei nur am Rande erwähnt. Verschwiegen werden sollten aber auch niemals Schwachstellen. Gottlob gibt es davon nur eine einzige auf dem Album: 'Central Park' klingt zwar dank der Akustikgitarre recht schön, passt aber nicht unbedingt zum Fluss des Longplayers, um nicht zu sagen "es ist überflüssig".

Nichtsdestotrotz debütieren N.Y.C. mutig und sehr selbstbewusst. Auf geht's zur Blutbank und schlürft genüsslich eure neun Blutstropfen!

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Heavy As Hell
02. Twisted
03. United
04. Tired Of Smiling
05. Lyin Eyes
06. Lets Roll (40 Brave)
07. Central Park
08. Fight
09. Full Tilt
10. Highway To Nowhere
11. Gasoline
12. 244
13. Built To Destroy
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 57:07 Minuten
VÖ: 14.11.2025

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