Malepeste - Ex Nihilo | |
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| Review von Froosti vom 16.11.2025 (375 mal gelesen) | |
Die dunkle, kalte Jahreszeit breitet sich unaufhaltsam aus, was wie gewohnt zu einer Veröffentlichungsflut in der Black Metal-Szene führt. Ganz vorn dabei stehen dieses Jahr Bands aus Frankreich, die ein Album nach dem nächsten auf den Markt werfen. Einige davon konnten mich bereits überzeugen und sind Teil meiner Sammlung geworden. Um MALEPESTE ist es die letzten Jahre etwas ruhig geworden. Nach dem gefeierten Release "Deliquescent Exaltation" aus dem Jahr 2015 und einer Split von 2018 kam nichts Neues. Mit ihrem dritten Album "Ex Nihilo" stehen sie wieder in den Startlöchern und ich bin gespannt, was MALEPESTE uns anbieten.Aber bevor wir die Platte auf den Teller legen, werfen wir einen Blick auf das Digipak. Mit dem minimalistischen, aber aussagekräftigen Cover treffen sie meinen Geschmack. Auch das Bandlogo ist eine willkommene Abwechslung zu den üblichen Optiken, die man meistens zu sehen bekommt. Bei nur sechs Titeln hatte ich mit überlangen Songs gerechnet, womit ich danebenlag. Alle Titel liegen zwischen drei und acht Minuten, was für Black Metal-Verhältnisse noch recht kurz ist. Was bringt uns nun die gute halbe Stunde Spielzeit? Gelistet werden MALEPESTE als einfache Black Metal-Band, aber bereits nach einigen Minuten merkt man, dass dies nicht so ganz zutreffend ist. Ich würde behaupten, sie reizen die Grenzen des Genres voll aus. Den größten Einfluss auf den Sound der Band übt dabei der Doom Metal aus. Auf instrumentaler Seite macht sich das im Tempo bemerkbar, was größtenteils im schleppenden Bereich liegt und nur selten ins Midtempo verfällt. Auch die eingestreuten, dunklen Keyboards erinnern mich an Doom-Bands. Die Gitarren erinnern mich eher an traditionellen, rohen Heavy Metal denn an eiskalten Black Metal. Von einer gepflegten Raserei mit eiskaltem Geholze sind wir jedenfalls meilenweit entfernt. Damit machen sie es den Fans beider Lager nicht leicht, Zugang zu finden. Denn für Heavy Metal-Fans ist es zu extrem und für Black Metal-Fans zu soft. Mir bieten sie damit eine willkommene Abwechslung und auf instrumentaler Seite kann ich "Ex Nihilo" genießen. Damit stellt sich die Frage, was es mit den Vocals auf sich hat, und dabei bekomme ich so meine Schwierigkeiten. Auch hier habe ich das Gefühl, dass der Doom Metal den Gesang stark beeinflusst hat. Die Gesangslinien werden oft langgezogen. Dabei schwanken sie zwischen Klargesang und leichtem Gekeife. In einer gewissen Weise passt das auch zum okkulten Konzept von MALEPESTE, da Sänger Larsen beschwörend und klagend wirkt. Allerdings vertreibt mich dieser Gesangsstil bereits nahezu vollständig aus dem Doom Metal und auch hier kann ich dem nichts abgewinnen. Nach der guten halben Stunde verspüre ich nicht die Lust, noch eine zweite Runde zu drehen. Somit scheitert das dritte Album "Ex Nihilo" der Franzosen von MALEPESTE vor allem am Gesang. Dass das reine Geschmackssache ist, sollte klar sein. Die Leistung des Sängers ist in keiner Form schlecht oder fehlerhaft, sie trifft nur meinen Geschmack nicht. Wenn ihr auf Black Metal, Doom und klassischen, rauen Heavy Metal steht, solltet ihr euch die Platte auf jeden Fall anhören. Gesamtwertung: 5.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Ab Chaos 02. Quaestionis 03. Imperium 04. Stupor 05. Acceptio 06. Relapsus | Band Website: malepeste.bandcamp.com Medium: CD, LP Spieldauer: 34:32 Minuten VÖ: 11.11.2025 |
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