Creatures - Creatures II

Review von derkleinekolibri vom 11.11.2025 (483 mal gelesen)
Creatures - Creatures II Curitiba, die fast zwei Millionen Einwohner zählende Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Paraná, ist die Heimat der 2019 gegründeten Formation CREATURES. In großen Teilen Brasiliens dominiert der Extreme Metal, nur noch wenige Bands halten die Fahne des "normalen" Heavy Metals hoch, so auch die vier Kreaturen Marc Brito (Gesang), Mateus Cantaleäno (Gitarre), Ricke Nunes (Bass) und Sidnei Dubiella (Schlagzeug). Das selbstbetitelte 2022er Debütalbum lag noch mehr im Bereich des erwähnten "normalen" Heavy Metals als der ab dem 14. November 2025 erhältliche Nachfolger "Creatures II". Die vier Jungs haben sich entschlossen, den Härtefaktor anzuheben und bewegen sich somit ein klitzekleines bisschen in Richtung der vielen Extreme Metal-Bands.

Das als CD, Vinyl und digital erhältliche Album "Creatures II" beinhaltet ein Dutzend Songs überwiegend im JUDAS PRIEST-Stil. Den Gitarristen stören auch keine Vergleiche mit DOKKEN und RATT, nur möchte er nicht hören, dass deren Stil kopiert wird. Stolz verweist Mateus auch darauf, dass das Debüt noch stark von ihm beeinflusst war, der aktuelle Longplayer hingegen von der gesamten Mannschaft geprägt wurde, weil diesmal jeder seinen Teil beitragen durfte.

Der von den Brasilianern gespielte Metal (mit deutlichen Hard Rock-Einflüssen) unterscheidet sich nicht beziehungsweise nur wenig von vielen anderen Veröffentlichungen der letzten Jahrzehnte. Einzig das Spiel des Gitarristen hebt sich vom Durchschnitt ab. Vermutlich hat er etwas Magisches an sich, das seine Finger die sechs Saiten seines Instruments virtuos betätigen lässt. Das soll aber keinesfalls die Leistung der Bandmitglieder schmälern, denn auch diese lassen deutlich vernehmen, dass sie alles andere als Anfänger sind. Marcs Stimme hat auf der einen Seite ein sehr angenehmes Timbre, kann aber auch ein wenig nervenaufreibend klingen ('Path Of The Night' ist das markanteste Beispiel hierfür). 'Beware The Creatures' fällt sowohl in der Album- als auch in der Extended Version (die es als Bonus-Track gibt) positiv auf, was an der Nähe einiger Riffs zu AC/DC liegt. Den Vogel schießen die Jungs mit 'Danger' ab - das Stück spielt in einer anderen Liga und sichert den Südamerikanern gerade noch sieben Blutstropfen.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Inferno
02. Devil In Disguise
03. Night Of The Ritual
04. Beware The Creatures
05. Dreams
06. Queen Of Death
07. Pure Madness
08. Danger
09. Nothing Lasts Forever
10. Path Of The Night
11. Beware The Creatures (Extended Version) (Bonus Track)
12. Perfect Illusion (Bonus Track)
Band Website:
Medium: CD, LP, Digital
Spieldauer: 56:43 Minuten
VÖ: 14.11.2025

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten