Sabaton - Legends

Review von Eddieson vom 20.10.2025 (779 mal gelesen)
Sabaton - Legends Ich kann den Wechsel von Nuclear Blast zu Better Noise Music von außen gesehen nicht so ganz nachvollziehen, da ich sagen würde, dass Better Noise Music das kleinere Label der beiden Plattenfirmen ist. Aber gut, SABATON werden sich schon was dabei gedacht haben und es ist ja auch offensichtlich, dass es seit der Übernahme von Believe nicht mehr wirklich läuft. Soll aber jetzt auch nicht Thema sein, sondern Thema ist das neue und 11. SABATON-Album "Legends", mit dem sie sich thematisch vom ersten Weltkrieg wegbewegen und weiter zurück in die Vergangenheit reisen. So steht jeder einzelne der 11 Songs für eine Story einer Person, die ihre Fingerabdrücke in der Geschichte gelassen haben. Sei es nun ob sie für das Gute gekämpft haben oder den Hals nicht vollbekommen haben und ihr Reich mit Gewalt erweitern wollten. Ob SABATON mit "Legends" auf Teufel komm raus auch ihre Reichweite erweitern wollen? Wir schauen mal.

Trotz des Wechsels des Labels und des lyrischen Konzeptes ist im Großen und Ganzen eigentlich bei SABATON alles beim Alten geblieben. Auch wenn diesmal zum ersten Mal die komplette Band am Songwriting eingebunden war. Das hat es bei SABATON so noch nicht gegeben. Aber wie gesagt, trotzdem bekommt man das, was man von SABATON erwartet. Die Bombast-Keule wir mit voller Wucht geschwungen. Das wird direkt beim Opener 'Templars' klargemacht: massive Chöre begleitet von Power Metal-Riffs und bombastischen symphonischen Einlagen. Das wird beim folgenden 'Hordes Of The Khan' ein klein wenig zurückgeschraubt, sodass die Gitarren im Vordergrund stehen, aber so ganz ohne geht natürlich auch nicht. So ganz ohne Variation allerdings auch nicht, denn SABATON bieten halt SABATON und auch nur SABATON. Da ist nicht viel Neues, da wird auf Nummer sicher gesetzt. Ein eingängiges Songwriting, das natürlich dazu einlädt, die Fäuste gen Himmel zu recken und aus vollem Hals mitzugrölen. Aber das kennt man auch schon von so ziemlich allen früheren Alben der Jungs aus Falun. 'I, Emperor' ist eine Blaupause eines SABATON-Songs. Natürlich wird das live gut ankommen, das ist klar. Die Halle wird kochen, da muss sich die Band keine Sorgen machen.

Tempomäßig halten sie sich überwiegend im Midtempo oder stampfenden Bereich auf, lediglich 'Maid Of Steel' ist ein schöner Ausreißer nach oben, was dem Album verdammt gut tut und wovon ich gerne mehr drauf gehört hätte. 'Impaler' verblasst etwas in der Monotonie und rauscht an einem vorbei, als wenn nichts gewesen wäre. Ob man will oder nicht setzen einem SABATON immer wieder Ohrwürmer ins Ohr. 'Lightning At The Gates' ist so einer, der mit einem ganz einfachen Rezept die Fans mitreißen wird. Das abschließende 'Till Seger' bietet schon mit der Orgel am Anfang Stoff für viel Bombast, der dann natürlich auch kommt und das Album ganz nach SABATON-Art zum Abschluss bringt.

"Legends" ist ganz klar ein SABATON-Album. Die Schweden setzen auf Altbewährtes und die Fans werden es ihnen danken. Hier sticht kein Song besonders hervor. Alles klingt nach SABATON-Schema-F und somit wird die Band auch damit gute Verkaufszahlen verzeichnen und die Hallen füllen. Leichte Kost mit einem hohen Unterhaltungswert für SABATON-Fans, allerdings nichts, was den Innovationspreis 2025 gewinnen könnte. Da gibt es andere Kandidaten.

Das Label und die Band haben das komplette Album als Full-Stream zur Verfügung gestellt.



Gesamtwertung: 5.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Templars
02. Hordes Of Khan
03. A Tiger Among Dragons
04. Crossing The Rubicon
05. I, Emperor
06. Maid Of Steel
07. Impaler
08. Lightning At The Gates
09. The Duelist
10. The Cycle Of Songs
11. Till Seger
Band Website: www.sabaton.net
Medium: CD, LP
Spieldauer: 45:40 Minuten
VÖ: 17.10.2025

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