Primal Fear - Domination

Review von Eddieson vom 04.09.2025 (709 mal gelesen)
Primal Fear - Domination Und plötzlich macht es "Bähm!!". Ab Mitte 2024 war es für PRIMAL FEAR ein echt aufregendes Jahr. Der Schlagzeuger weg, beide Gitarristen weg und der Live-Bassist ist auch weg. Zwar alles im gegenseitigen Einvernehmen, dennoch ist das schon ein Schlag für eine Band. Dazu Matt Sinner, der immer noch gesundheitlich ziemlich angeschlagen scheint, und die Arbeiten für das neue Album stehen an. Doch irgendwann dreht es sich wieder zum Guten, mit Thalìa Bellazecca (ANGUS MC SIX, ex FROZEN CROWN) findet man eine neue Gitarristin, Andre Hilgers ist nun fest hinter den Kesseln und im Mai 2025 steht Matt Sinner auch wieder auf der Bühne. Zeit also, sich dem neuen Album zu widmen.

"Domination" ist nicht nur ein Albumtitel, sondern auch gleichzeitig ein Statement einer Band, die es wissen möchte. Schon mit dem Opener 'The Hunter' machen sie dies ganz deutlich. Der Song packt einen direkt und lässt ihn nicht mehr los. Kräftige Gitarren, ein wuchtiges Schlagzeug und Schepers, der immer noch top bei Stimme ist. Bessere Zutaten muss es nicht geben. Fast nahtlos geht es mit 'Destroyer' weiter. Fäuste in die Luft, Nackenmuskeln gestärkt und schon geht es los. Einfach purer Heavy Metal, der ordentlich Spaß macht. 'Far Away' entfesselt eine fast unbändige Dynamik und das folgende 'I Am Primal Fear' startet mit einem kurzen Schlagzeugsolo, dann fette Riffs, ein stampfender Beat und der Song bleibt direkt hängen. 'Tears Of Fire' und 'Heroes And Gods' sind ebenfalls meilenweit von Stangenware entfernt. Gut, ein Freund von Instrumental-Songs wird der Schreiber dieser Zeilen wohl nie mehr, aber 'Hallucinations' ist auch kein Störfaktor, dafür geht es umso epischer bei 'Eden' zugange, eine kraftvolle Ballade, bei der AD INFINITUMs Melissa ein paar Guestvocals beisteuerte. 'Scream' und auch 'The Dead Don't Die' schlagen mit voller Wucht zu, was nicht zuletzt an dem wunderbaren Sound liegt, der dem Album verpasst wurde, und 'Crossfire' tritt dann nochmal richtig in den Arsch, und das mit leicht erhöhtem Tempo. Ungewohnte Tribal-Chants eröffnen 'March Boy March', lösen sich dann aber schnell auf und es gibt wieder einen astreinen Metalsong mit erschreckend hohen Vocals. Das abschließende 'A Tune I Won't Forget', das mit Streichern begleitet ruhig beginnt, wirkt sehr nachdenklich. Die fast spoken words am Anfang tragen ihren Teil dazu bei. Nach knapp zwei Minuten dann ein Befreiungsschlag und episches Ende.

Und plötzlich macht es wieder "Bähm!!", diesmal aber mit positivem Effekt. "Domination" ist ein absolutes wuchtiges Album geworden. Nichts Neues, was PRIMAL FEAR hier bieten, aber etwas Großartiges. Das Album gleicht einer emotionalen Achterbahnfahrt. Man kann hier vor Freude schreien und vor Rührung eine Träne vergießen. "Domination" deckt einfach viele emotionale Facetten ab. Herrlich!



Gesamtwertung: 8.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. The Hunter
02. Destroyer
03. Far Away
04. I Am The Primal Fear
05. Tears Of Fire
06. Heroes And Gods
07. Hallucinations
08. Eden
09. Scream
10. The Dead Don’t Die
11. Crossfire
12. March Boy March
13. A Tune I Won’t Forget
Band Website: www.primalfear.de
Medium: CD, LP
Spieldauer: 59:00 Minuten
VÖ: 05.09.2025

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