Deathhammer - Crimson Dawn

Review von derkleinekolibri vom 28.08.2025 (840 mal gelesen)
Deathhammer - Crimson Dawn Der seit der Jahrtausendwende immer stärker zunehmenden Unmenschlichkeit haben sich ein paar Bands angepasst und lassen ihrem Ärger und Frust ungebremst freien Lauf. Eine jener Formationen ist das seit zwei Jahrzehnten bestehende norwegische Duo DEATHHAMMER. Der 29. August 2025 markiert ein weiteres Kapitel ihrer Blackened Thrash-Schöpfungen, denn der sechste Longplayer "Crimson Dawn" ist als CD, LP und MC nun verfügbar.

Genre-Fans werden schon beim ersten Hördurchgang voll auf ihre Kosten kommen und erst nach fast 40 Minuten die längst herbeigesehnten Salzstangen aus dem Berg von Naschkram in der Küche hervorzaubern.

Die brachiale Wut, die in den einzelnen Songs steckt, hat niemanden, der an meinem Balkon vorbeilief, beeindruckt, höchstens ein Kopfschütteln verursacht. Ein gutes Zeichen, wie ich finde, denn DEATHHAMMER sind nicht angetreten, um Wohlfühlmucke unters Volk zu streuen.

Die ersten 70 Sekunden des mit acht Songs bestückten Albums lassen nicht erahnen, welche Feuerwalze auf den Hörer zukommt, sind die beiden Jungs erst einmal auf Betriebstemperatur. Gitarrensalven atomisieren sämtliche Staubmäuse, die sich im Laufe der Zeit in Folge des Hörens "normalen" Metals auf den Lautsprechermembranen angesammelt haben. Aber nicht nur die von den Musikern gepeinigten Instrumente entfesseln ein Klanggewitter, sondern auch der "Gesang" weist derart exorbitante Sequenzen auf, dass man vermuten könnte, irgendjemand hätte einen von ihnen zwischenzeitlich bei den Eiern gepackt. Die Hau-drauf-Musik zeichnet sich überdies nicht nur durch die Gesangsqualitäten aus - sie erobert des Zuhörers Herz ebenfalls durch das verdammt gute Gitarrenspiel von Sadomancer und Sergeant Salsten im Handumdrehen. Gepflegte Soli und wohldurchdachtes Riffing lassen keinen Zweifel daran aufkommen, dass hier echte Profis am Werk sind. Bei 'Satan's Sword' schimmert ein kleines bisschen Punk-Attitüde durch. Ansonsten ist alles purer Thrash, versetzt mit Speed Metal-Anleihen und allerschwärzestem Black Metal. DEATHHAMMER sind ein Schmelztiegel brutaler Klänge, die einen mächtigen Eindruck hinterlassen, gibt man sich ihnen bedenkenlos hin.

Sucht man nach etwas Negativem an "Crimson Dawn" von DEATHHAMMER, fällt einem eigentlich nur das Coverartwork auf. Schade, da hätte man mehr draus machen können, was natürlich auch wieder im Auge des Betrachters liegt. In jedem Fall ist der sechste Longplayer der Skandinavier eine Punktlandung, die viele Blutstropfen hochspritzen lässt.

Anspieltipp: 'Legacy Of Pain', eine echte Ausgeburt der Hölle ...

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Abyssic Thunder
02. Satan's Sword
03. Stygian Lust
04. Nocturnal Windz Of Fire
05. Crimson Dawn
06. Legacy Of Pain
07. Die Eternal
08. Into The Blackness Of Hell
Band Website: www.facebook.com/deathhammerofficial
Medium: CD, LP, MC
Spieldauer: 39:48 Minuten
VÖ: 29.08.2025

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