Arch Enemy - Blood Dynasty | |
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| Review von Eddieson vom 28.03.2025 (12071 mal gelesen) | |
Die große Frage war ja, ob es ein ARCH ENEMY nach Jeff Loomis geben wird, nachdem der Gitarrist 2023 die Segel gestrichen hat und durch Joey Concepcion ersetzt wurde. Und die kurze Antwort dazu lautet: Ja! Fast muss man auch sagen, dass ARCH ENEMY mit "Blood Dynasty" frisch und knackig klingen, wie schon lange nicht mehr. Ob das jetzt an dem Wechsel an der Gitarre liegt, sei mal dahingestellt, jedenfalls knallt das neue Album aber mal ganz gehörig. ARCH ENEMY waren ja in den letzten Jahren eh schon auf einem ordentlichen Höhenflug und schienen kaum noch zu stoppen. "Blood Dynasty" könnte der letzte Arschtritt werden, mit dem ARCH ENEMY sich die Konkurrenz vom Hals halten.Das Album startet mit 'Dream Stealer', welcher durch ein düsteres Orgelintro eingeleitet und dann zu einem Song wird, der eine so dermaßen starke Energie entfesselt, dass einem fast schon Angst und Bange werden könnte. Dies könnte der härteste Song sein, den ARCH ENEMY in den letzten Jahren geschrieben haben. Was eine Keule! Auch Sängerin Alissa White-Gluz keift und wüted sich durch ihre Vocals, dass man meinen könnte, sie frisst auch kleine Kinder zum Frühstück, was sie natürlich nicht tut, aber sie klingt hier einfach so dermaßen böse und angepisst. Und auch danach wird es nicht ruhiger. 'Illuminate The Path' ist ein echtes Groove-Monster geworden. Das Main-Riff frisst sich förmlich unter die Haut. Ebenfalls bei diesem Song spielt die Frontfrau eine wesentliche Rolle, da sie hier geschickt ihre cleanen Vocals einsetzt, mit denen sie ja schon auf dem letzten Album punkten konnte. 'March Of The Miscreants' kann vor allem durch seinen melodischen Mittelteil punkten, der sehr atmosphärisch rüberkommt und dem Song eine gewisse Dramatik verleiht. Symphony & ARCH ENEMY? Naja, ganz so weit ist es noch nicht, aber 'A Million Suns' besticht nicht nur durch messerscharfe Riffs, sondern eben auch durch einen leicht symphonischen Touch, der hier geschickt eingebaut wurde. Nicht zu präsent, aber doch so eingesetzt, dass es ein paar Akzente setzen kann. Dass Frontfrau White-Gluz schon immer sehr variabel mit ihrem Organ umgehen konnte, hat sie von Album zu Album gezeigt. Hier ist es der Song 'Don't Look Down', wo sie wieder sehr abwechslungsreich ins Mikro faucht und kreischt. Kurzes Durchatmen beim instrumentalen 'Presage', bevor es dann mit dem Titeltrack weitergeht. Eine sehr straighte Nummer, mit der die Schweden nochmal eben kurz zeigen wollen, wer Chef im Ring des (kommerziellen) Melodic Death Metals ist. 'Paper Tiger' ist dann der erste Song des Albums, der einfach so durchrauscht, ohne irgendwelche Spuren in den Gehörgängen zu hinterlassen. Das soll sich mit dem folgenden 'Vivre Libre' komplett ändern. Der Song stammt im Original von der französischen Hard Rock-Band BLASPHEME, und eigentlich hatten ARCH ENEMY diese Coverversion als Bonustrack vorgesehen, doch als sie ihn von Alissa haben singen hören - natürlich auf Französisch und komplett mit cleanen Vocals - musste er auf das Album. Mit seinem balladesken Touch nimmt er an dieser Stelle auf dem Album diesem allerdings eine Menge Energie und Dynamik. Alissa hat eine geile Stimme, keine Frage, doch so richtig passen tut der Song hier nicht. 'The Pendulum' und 'Liars And Thieves' bringen dann aber mit gewohnter Härte und Melodie das Album wieder auf Spur. Doch, "Blood Dynasty" ist schon ein ordentlicher Brecher geworden. Schon allein die erste Hälfte des Albums vernascht so manch anderes Album mal eben im Vorbeigehen. Zwar flacht "Blood Dynasty" nach hinten raus etwas ab, bleibt aber immer noch auf einem qualitativ hohen Level. Und so wage ich mal die Behauptung, dass für einige hiermit das Album des Jahres feststehen dürfte. Gesamtwertung: 8.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Dream Stealer 02. lluminate 03. The Path 04. March Of The Miscreants 05. A Million Suns 06. Don't Look Down 07. Presage 08. Blood Dynasty 09. Paper Tiger 10. Vivre Libre 11. The Pendulum 12. Liars & Thieves | Band Website: www.archenemy.net Medium: CD, LP Spieldauer: 42:53 Minuten VÖ: 28.03.2025 |
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Die große Frage war ja, ob es ein ARCH ENEMY nach Jeff Loomis geben wird, nachdem der Gitarrist 2023 die Segel gestrichen hat und durch Joey Concepcion ersetzt wurde. Und die kurze Antwort dazu lautet: Ja! Fast muss man auch sagen, dass ARCH ENEMY mit "Blood Dynasty" frisch und knackig klingen, wie schon lange nicht mehr. Ob das jetzt an dem Wechsel an der Gitarre liegt, sei mal dahingestellt, jedenfalls knallt das neue Album aber mal ganz gehörig. ARCH ENEMY waren ja in den letzten Jahren eh schon auf einem ordentlichen Höhenflug und schienen kaum noch zu stoppen. "Blood Dynasty" könnte der letzte Arschtritt werden, mit dem ARCH ENEMY sich die Konkurrenz vom Hals halten.

