Unreqvited - A Pathway To The Moon | |
|---|---|
| Review von Froosti vom 11.02.2025 (18776 mal gelesen) | |
Post Black Metal, Shoegaze, Ambient oder einfach nur Atmospheric Black Metal - egal, wie man es nun nennen mag, die "schöne" Seite des Black Metals konnte mich schon immer in ihren Bann ziehen, auch wenn die Szene dies meist etwas anders sieht. Gerade wenn eine Band sich in Richtung Shoegaze bewegt, wird sie oftmals verächtlich als Studenten-Black-Metal bezeichnet und abgewertet. Auch UNREQVITED haben sich dieser Richtung verschrieben und veröffentlichen mit "A Pathway To The Moon" ihr bereits siebtes Album, was ein ziemlich stattlicher Output ist, wenn man bedenkt, dass die Band erst seit 2016 existiert. Aber ist die Platte nun kitschiger Studenten-Black-Metal oder doch ein hörenswertes, atmosphärisches Black Metal-Werk?Wie zu erwarten war, startet das Album mit einem entspannten Intro und deutet an, in welche Richtung die Platte treiben wird. Nach guten zwei Minuten geht das Geschepper aber ordentlich los. Eiskalte Gitarren, ein dicker Keyboardteppich und fiesestes Gekeife erinnern mich ein wenig an symphonische Werke von DIMMU BORGIR oder ähnliche Bands rund um die 2000er Jahre. UNREQVITED schaffen es auch, ihre Songs zwar langsam aufzubauen, aber ziehen sie nicht unnötig in die Länge. Teilweise wirkt der Aufbau schon episch und lässt auch die Atmosphäre nicht zu kurz kommen. Die Gitarren wechseln zwischen eiskaltem Geschredder und ausladenden, melodischen Leads hin und her und packen mich von der ersten Sekunde an. Besonders in 'The Starforger' kommt das gut zur Geltung. Für den Anfang klingt das gar nicht so schlecht, aber wieso kriegt die Platte dann nur fünf Punkte in der Bewertung? Das liegt an einem der wichtigsten Punkte, wenn es um Musik geht. Ich habe schon oft erwähnt, dass für mich ein Album mit dem Gesang steht oder fällt. Wo das Geschrei und das Gekeife mich noch voll mitnehmen können, stößt mich der Klargesang vollständig von sich. Für die einen könnte der Klargesang verträumt und dahinschwelgend sein, aber mir geht er einfach nur auf die Nerven. Besonders wenn dieser zum wiederholten Mal zu den langgezogenen "Ahhhhh..." ansetzt, krieg ich immer mehr Lust, die Platte vom Teller zu werfen. Auf instrumentaler Seite haben UNREQVITED mit ihrem neuen Album "A Pathway To The Moon" wenig falsch gemacht. Der Aufbau der Songs ist spannend, die Melodien nehmen mich von der ersten Minute an mit und das Gefrickel an den Gitarren hält sich in Grenzen. Wäre da nicht die Sache mit dem Klargesang, würde die Platte mit Sicherheit in mein Regal wandern. Wer allerdings an dem Gesang Gefallen finden kann, sollte sich die Platte mal anhören. Gesamtwertung: 5.0 Punkte
| |
| Trackliste | Album-Info |
| 01. Overture: I Disintegrate 02. The Antimatter 03. The Starforger 04. Void Essence / Frozen Tears 05. Into The Starlit Beyond 06. Celestial Sleep 07. Departure: Everlasting Dream | Band Website: www.facebook.com/unreqvited Medium: CD, LP Spieldauer: 43:06 Minuten VÖ: 07.02.2025 |
Alle Artikel
Post Black Metal, Shoegaze, Ambient oder einfach nur Atmospheric Black Metal - egal, wie man es nun nennen mag, die "schöne" Seite des Black Metals konnte mich schon immer in ihren Bann ziehen, auch wenn die Szene dies meist etwas anders sieht. Gerade wenn eine Band sich in Richtung Shoegaze bewegt, wird sie oftmals verächtlich als Studenten-Black-Metal bezeichnet und abgewertet. Auch UNREQVITED haben sich dieser Richtung verschrieben und veröffentlichen mit "A Pathway To The Moon" ihr bereits siebtes Album, was ein ziemlich stattlicher Output ist, wenn man bedenkt, dass die Band erst seit 2016 existiert. Aber ist die Platte nun kitschiger Studenten-Black-Metal oder doch ein hörenswertes, atmosphärisches Black Metal-Werk?

