Luring - Malevolent Lycanthrophic Heresy | |
|---|---|
| Review von Dead_Guy vom 03.02.2025 (23790 mal gelesen) | |
Für Freunde professionellerer Sounds ist folgendes Review nichts, denn die Amerikaner von LURING sind ein klassisches Beispiel von Lo-Fi Black Metal und haben das genaue Gegenteil von dem im Angebot. Wobei sich der Sound vom Zweitling zum dritten Album schon gesteigert hat, und nun das Wort "raw" nicht mehr benutzt werden muss. Wo der Opener noch aggressiv wie stürmisch anfängt, geht es im Verlauf des Albums in die hymnisch-melodische Richtung, und man hat als Hörer verlassene Burgruinen bei Vollmond im Kopf, über die ein kalter Wind zieht. Dabei reicht der Band pro Song eine Melodie, die sich durchs ganze Stück zieht und atmosphärisch statt dudelig-eingängig daherkommt; durch das Variieren im Tempo bekommen die Stücke dennoch sowas wie Dynamik. So ist das doch recht catchy geratene ‘Born With The Devil's Marking‘ das Highlight des Albums, während ‘The Odious Gaze Of Chronos’ eine grimmige Midteponummer ist. Das Gekeife dagegen entspricht den Genrestandards und fällt weder positiv noch negativ auf. Und da hier ordentlich eine beinahe gruselige Stimmung aufgebaut wird und auch durch die kurze Länge das Ganze angenehm kurzweilig ist, kann man von einem gelungenen Album sprechen. Was das für mich wiederum ein kleines Stück runterzieht, sind die Interludes. Ja ich bin ein großer Verfechter von Dungeon Synth/Ambient, aber muss auf wirklich jeden regulären Song eins der Spielart folgen? Nimmt viel den Fluss raus und schindet ein gutes Stück Spielzeit. Aber auch so ist es immer noch ein gutes Album.
Gesamtwertung: 7.5 Punkte
| |
| Trackliste | Album-Info |
| 01. Ravaged By The Teeth Of God 02. Chalice Of Splintered Dreams 03. Born With The Devil's Marking 04. Black Death Elixir 05. The Odious Gaze Of Chronos 06. We Come From The Shadows At His Command 07. Dying Wolf Beneath The Stars 08. Burial Opus | Band Website: Medium: CD, LP Spieldauer: 36:11 Minuten VÖ: 13.12.2024 |
Alle Artikel
Für Freunde professionellerer Sounds ist folgendes Review nichts, denn die Amerikaner von LURING sind ein klassisches Beispiel von Lo-Fi Black Metal und haben das genaue Gegenteil von dem im Angebot. Wobei sich der Sound vom Zweitling zum dritten Album schon gesteigert hat, und nun das Wort "raw" nicht mehr benutzt werden muss. Wo der Opener noch aggressiv wie stürmisch anfängt, geht es im Verlauf des Albums in die hymnisch-melodische Richtung, und man hat als Hörer verlassene Burgruinen bei Vollmond im Kopf, über die ein kalter Wind zieht. Dabei reicht der Band pro Song eine Melodie, die sich durchs ganze Stück zieht und atmosphärisch statt dudelig-eingängig daherkommt; durch das Variieren im Tempo bekommen die Stücke dennoch sowas wie Dynamik. So ist das doch recht catchy geratene ‘Born With The Devil's Marking‘ das Highlight des Albums, während ‘The Odious Gaze Of Chronos’ eine grimmige Midteponummer ist. Das Gekeife dagegen entspricht den Genrestandards und fällt weder positiv noch negativ auf. Und da hier ordentlich eine beinahe gruselige Stimmung aufgebaut wird und auch durch die kurze Länge das Ganze angenehm kurzweilig ist, kann man von einem gelungenen Album sprechen. Was das für mich wiederum ein kleines Stück runterzieht, sind die Interludes. Ja ich bin ein großer Verfechter von Dungeon Synth/Ambient, aber muss auf wirklich jeden regulären Song eins der Spielart folgen? Nimmt viel den Fluss raus und schindet ein gutes Stück Spielzeit. Aber auch so ist es immer noch ein gutes Album.

