Sacrifice - Torment In Fire (Re-Issue)

Review von Damage Case vom 21.11.2022 (194 mal gelesen)
Sacrifice - Torment In Fire (Re-Issue) SACRIFICE, vier junge Metaller aus dem kanadischen Scarborough, veröffentlichten 1986 ihr Debütalbum "Torment In Fire". Dabei profitierten sie davon, dass Thrash Metal damals quasi der heißeste Scheiß im Hartwurstsektor war und man im stilistischen Windschatten von SLAYER, METALLICA, ANTHRAX und MEGADETH ordentlich Staub aufwirbeln konnte. Ähnlich wie ihre Brüder im Geiste RAZOR und SLAUGHTER kreierten Rob Urbinati (Gesang, Gitarre), Joe Rico (Gitarre), Scott Watts (Bass) und Gus Pynn (Schlagzeug) rohen Krach, der auch über 35 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung nichts von seinem Charme verloren hat. "Torment In Fire", das sich aus mehrjährig gewachsenen Demo-Songs und vier eigens für das Album komponierten, brandneuen Titeln zusammensetzt, ist Kult, wenn auch nicht ansatzweise heutigen Produktionsmaßstäben oder Ansprüchen an Songwriting gewachsen. Der ungehobelte Sound lebt von Punk und Speed Metal, man hört förmlich, dass hier ein Haufen ganz junger Kerle ordentlich Gas gibt. Patrick W. Engel hat mit seinem neuen Mastering im Temple Of Disharmony Studio nochmal alles rausgeholt, was die Bänder hergaben. HRR spendieren diese Wiederveröffentlich zwar ohne Bonus-Songs, dafür aber in diversen Vinylfarben inklusive Textblatt, Fotokarte und Poster. Zusätzlich gibt es eine CD-Variante im Slipcase mit 20-seitigem Booklet und Poster.

Fazit: Kult, Kult, Kult! Old School Thrasher, die das Debüt-Album von SACRIFICE noch nicht ihr Eigen nennen, sollten sich diese wertige Neuauflage nicht entgehen lassen.

Drei Anspieltipps: Die damals brandneuen Songs 'Infernal Visions', 'Necronomicon' und 'Possession' sind räudiges, krasses Thrash-Futter für alle Fans ganz früher SLAYER, DARK ANGEL und EXCITER.

- ohne Wertung -
Trackliste Album-Info
01. The Awakening
02. Sacrifice
03. Turn In Your Grave
04. Homicidal Breath
05. Warrior Of Death
06. Infernal Visions
07. Burned At The Stake
08. Necronomicon
09. The Exorcism
10. Possession
11. Decapitation
12. Beyond Death
Band Website:
Medium: CD, LP
Spieldauer: 36:25 Minuten
VÖ: 18.11.2022

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Ich mag diesen ungehobelten rauen Sound oft lieber als moderne Produktionen. Schließe mich der Empfehlung von Damage Case vollends an.
8/10   (25.11.2022 von des)

Immer die gleichen unwahren Behauptungen: schlechter Sound, habe ich nie begriffen, roh und unverfälscht trifft es am ehesten, noch schlimmer aber die ständig wiederkehrende Behauptung, das Songmaterial wäre zweit oder gar drittklassig. Nicht nur Turn in your Grave ist ein thrash Klassiker ohne wenn und aber, die geilen Drums glänzen hier besonders im schönsten thrash Intro neben hell awaits, der offensichtlichen Inspiration dieses jugendlichen energiestreichs. Nicht zu vergessen die immer wieder überraschenden leadgitarren und der sehr eigenwillige Punkeinschlag, Last but not least die vocals, noch proto death und blackiger als araya. Ein Wegweiser für die genannten Stilrichtungen, so gut und auch beliebt, dass es eben immer wieder veröffentlicht wird!
(22.11.2022 von Gurkengandalf)

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