MCC (Magna Carta Cartel) - The Dying Option

Review von Eddieson vom 24.11.2022 (208 mal gelesen)
MCC (Magna Carta Cartel) - The Dying Option MCC (ausgeschrieben MAGNA CARTA CARTEL) ist keine ganz neue Band. Gegründet wurde sie 2006 von Martin Persner und Simon Söderberg. Mit dabei waren damals noch Arvid Persner und Tobias Forge. Sie arbeiteten mit Hochdruck an den ersten Songs, konnten 2009 ihr erstes Album "Goodmorning Restrained" produzieren und stellten es als Gratis-Download ins Netz. Ungefähr zur selben Zeit startete Tobias Forge sein Nebenprojekt GHOST, mit welchem er ab 2010 das Bandgefüge auf den Kopf stellen sollte und den Siegeszug der Band begann. Martin Persner und Simon Söderberg waren als "Nameless Ghouls" Teil von GHOST. Dadurch gerieten die Aktivitäten von MCC natürlich erstmal in den Hintergrund, doch Persner hatte die Band immer im Hinterkopf. 2016 verließ Persner GHOST und wendete sich wieder MCC zu. Schon 2017 gab es eine erste 5-Track-EP. 2018 folgte eine Single mit zwei neuen Songs, die Arbeiten an ihrem zweiten Album begannen, und 2022 erblickte "The Dying Option" das Licht der Welt. Soweit ein kurzer Abriss der Geschichte von MCC.

Musikalisch trennen MCC Welten von GHOST, auch wenn man hier und da natürlich ein paar Einflüsse der schwedischen Retrorocker raushören kann. Im Großen und Ganzen geht es bei "The Dying Option" aber um cineastische Musik, Classic Rock mit psychedelischen Einflüssen. Das Album ist eine Einladung, von und mit MCC auf eine verträumte Reise zu gehen. Umgeben von weiteren Einflüssen von PINK FLOYD und U2 bieten MCC nicht nur lässige Gitarrenmelodien, sondern auch jede Menge Synthie-Klänge. Schon der Opener 'Arrows' macht deutlich, wo MCC 2022 hin wollen. Die ruhigen Gefilde dominieren auf dem neuen Longplayer. Doch deswegen ist "The Dying Option" nicht weniger kraftvoll, denn durch die Verbindung der starken Riffs, der Synthie-Klänge und des ruhigen Gesangs taucht man tief in die Materie ein, ob man will oder nicht.

Nein, es ist kein total ausgefeiltes Songwriting, das hier zu erwarten ist. Dennoch bietet "The Dying Option" vor allem mit 'Savantgarde', dem genannten 'Arrow' und 'Valkyria' ein paar echte Highlights, während 'Sleepy Eye June' doch zu poppig ist und bei 'Tamsa' einfach zu wenig passiert. Wer also auf verträumten, cineastischen und modernen Classic Rock steht und sich gerne in tiefe Klangwelten entführen lässt, ist bei MCC und ihrem neuen Longplayer genau an der richtigen Adresse.

Ursprünglich erschien das Album übrigens schon im Juni, doch bisher nur als CD. Aber jetzt wird die Vinylversion nachgereicht.



Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Arrows
02. Silence
03. Darling
04. Sleepy Eye June
05. Savantgarde
06. Don't Look Now
07. Tamsa
08. Valkyria
09. Dusk
10. The Dying Option
Band Website:
Medium: CD, LP
Spieldauer: 48:35 Minuten
VÖ: 25.11.2022

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