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Signs Of Truth - Signs Of A Future

Review von Stormrider vom 03.01.2022 (1159 mal gelesen)
Signs Of Truth - Signs Of A Future Schweden ist bekanntermaßen ein gutes Pflaster, um eine Band zu gründen, die Hard Rock oder Melodic Rock spielt. Und das dachte sich vor knapp 15 Jahren auch Bassist Roger Englund und rief ein Projekt ins Leben, welches nach diversen Inkarnationen, Namenswechseln und Umbesetzungen nun sein Debütalbum, "Signs Of A Future", unter dem Banner SIGNS OF TRUTH veröffentlicht hat. Von den im Promosheet genannten Genres Thrash, Progressive, Doom, Glam und Hard Rock darf man sich allerdings nicht zu sehr in die Irre führen lassen. Zwar kann man mit gutem Willen alles auf den zehn Songs irgendwo finden, aber im Großen und Ganzen ist das ziemlich gewöhnlicher Hard Rock, der nur in einzelnen Momenten Akzente setzen kann. Insbesondere die ersten fünf Songs könnten kaum durchschnittlicher sein. Das ist alles ziemlich bieder, tausendmal gehört und zieht ganz gemütlich am Hörer vorbei, ohne irgendwie hängenzubleiben. Teilweise hat man das Gefühl, dass auf Biegen und Brechen Parts zusammengewürfelt wurden, eben, weil sie gerade da waren. So kommt es mir zumindest bei 'Kiss Of Death' vor. Man kann das natürlich progressiv nennen. Muss man aber nicht. Am ehesten kann sich noch Fronter Patrik Holm in Szene setzen, der eine sehr angenehme Singstimme hat, allerdings dem hausbackenen Songmaterial auch keine Kirsche aufsetzt. Dazu ist die Produktion alles andere als druckvoll und kommt über einen gewissen Proberaumcharme nicht hinaus.

Der erste Song, der wirklich Emotionen freisetzen kann, ist dann 'Peanut'. Eine Pianoballade, in der insbesondere die Vocals sehr gut zur Geltung kommen. Inhaltlich ist es ein Abschiedssong für jemanden auf dem Weg in den Himmel. Leider wirkt der Songtitel ein wenig wie für einen Hamster oder Hund, sodass dadurch ein wenig was vom Flair und den großen Emotionen verloren geht. Aber als Song für mich das Highlight auf "Signs Of A Future". Danach wird dann endlich mal ordentlich gerockt, und 'Stockade' kann mit einem schönen Riff punkten. Allerdings kommt mit der unsäglichen Keyboardsequenz und der anschließenden Dauerwiederholung schnell wieder die gewohnte Eintönigkeit auf. 'News From North' ist dann ein gescheiterter Versuch, wie IRON MAIDEN zu klingen, während das abschließende 'Now' zwar endlich mal fett aus den Boxen drückt, aber durch seinen Industrial-Sound komplett deplatziert wirkt. Die fürchterlich schiefen Ohoho-Chöre tun ihr Übriges, um auch bei diesem Song nicht unbedingt in die Verlegenheit zu kommen, auf Repeat zu drücken. Alles in allem ist das Material auf "Signs Of A Future" nach dieser Anlaufzeit doch ziemlich dürftig, und ich hoffe, dass es nicht die Zeichen unser aller musikalischen Zukunft sind. Wenn der beste Song eines Hard Rock- beziehungsweise eines Melodic Metal-Albums eine reine Pianoballade ist, dann weiß man eigentlich auch alles.

Gesamtwertung: 5.0 Punkte
blood blood blood blood blood dry dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Eye For An Eye
02. LML
03. Kiss Of Death
04. I
05. Play That Game
06. Peanut
07. Stockade
08. News From North
09. Psychedelic Dream
10. Now
Band Website: www.facebook.com/signsoftruth.band
Medium: CD + digital
Spieldauer: 48:43 Minuten
VÖ: 12.11.2021

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03.01.2022 Signs Of A Future(5.0/10) von Stormrider

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