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Chaosbay - Boxes

Review von Metal Guru vom 13.01.2022 (1296 mal gelesen)
Chaosbay - Boxes CHAOSBAY bestehen laut Produktbeschreibung "aus vier studierten Musikern um die 30", die sich 2012 in und um Berlin herum fanden, um anfänglich (bis circa 2015) dem Alternative Metal, später dann (seit circa 2018) dem Metal Core zu frönen. Die Herren Jan Listing (Gitarre, Hauptstimme), Alexander Langner (Gitarre), Matthias Heising (Bass) und Patrick Bernath (Schlagzeug) fabrizieren gegenwärtig einen Sound, den die Produktbeschreibung mit dem (Sound) von DREAM THEATER, OPETH, PERIPHERY, PORCUPINE TREE und TESSERACT vergleicht. Hm, ich weiß nicht so recht - klanglich kommt das vielleicht hin, aber kompositorisch? Ich meine, mindestens drei der aufgezählten Bands zeichnen sich (nicht nur, sondern auch) durch zum Teil angsteinflößendes Gefrickel, nervenzerfetzendes Gegniedel und schädelspaltendes Gestolpere aus. DAS machen CHAOSBAY eindeutig NICHT!

"Boxes" ist nach drei EPs und dem 2020er-Debüt "Asylum" CHAOSBAYs aus fünf Stücken bestehende, 20 alternativ-corige Minuten und 52 kernig-metallische Sekunden rotierende vierte EP - no full length this time! Typische Titel wie 'Ivory Tower', 'The Prophet' oder 'Y' verraten erst mal gar nichts, weder über die kompositorische Qualität noch über den textlichen Tiefgang. Um's also so kurz wie möglich/so lang wie nötig zu machen: Hier spielt sich alles (ich wiederhole: ALLES) im gesang-lastigen, melodie-maximierten, profi-produzierten, solo-reduzierten Vierviertel ab. DAS nenn' ich vielleicht alternativ-kernig-metallisch, auf gar keinen Fall aber "progressiv". Ok, soll's laut Produktbeschreibung ja auch nicht sein, aber wer "Asylum" kennt/liebt/verehrt, könnte von "Boxes" möglicherweise enttäuscht sein: Der Bass abgrundtief inklusive dem anderen oder einen Lauf (= mehr fühl-, weniger hörbar), die ab und an double-gebassten Drums unüberhörbar getriggert (= könnten die GLEICHEN, wenn nicht die SELBEN wie Mr. Mike Manginis sein), die Gitarren mega-fett/super-laut/ultra-verzerrt und die (MP3-)Produktion aber sowas von kaputt-komprimiert (= ein akustisches Wunder, dass überhaupt noch irgendein Akkord, irgendeine Melodie, irgendein Rhythmus zu erkennen sind). Und die Stimmen? DIE bellen nicht/grunzen nicht/krächzen nicht, sondern dominieren in aller Regel "richtig" gesungen (dafür aber mit Autotune, Harmonizer, Kofferradio, Pitchshifter und Verzerrer versehen) das absolut überhaupt gar nicht chaotische Geschehen.

Die Produktbeschreibung verweist bei der Werbung für CHAOSBAYs "Boxes" explizit auf die von Mitte Januar bis Anfang Februar 2022 geplante Tour. Wie's momentan aussieht, können sich CHAOSBAY - wie alle anderen tourenden (= vom Life-Feeling und der Publikumsresonanz abhängigen) Kapellen auch - jegliche Bewegung außerhalb der eigenen vier Wände "vorerst" in die Haare schmieren. Aber wann genau fängt "vorerst" an, wie lange genau dauert "vorerst" und wo genau hört "vorerst" auf? Nobody knows, least of all unsere frisch-gekürten Führungsdamen und -herren. Ne, dat war nix - not this time! Nicht nur aus DIESEM, sondern auch aus rein musikalisch-kollegialem Anlass: Alles coronal Gute, alles mutiert Liebe, alles viral Verträgliche an CHAOSBAY!

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. The Prophet (4:17)
02. Y (4:00)
03. Lonely People (4:18)
04. Ivory Tower (4:08)
05. Willows By The Lake (4:09)
Band Website:
Medium: EP
Spieldauer: 20:52 Minuten
VÖ: 13.01.2022

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17.09.2020 Asylum(7.5/10) von Metal Guru

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