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The Quill - Silver Haze

Review von Stormrider vom 21.02.2019 (1890 mal gelesen)
The Quill - Silver Haze Im Rahmen der aktuellen Wiederveröffentlichungen der vergriffenen THE QUILL-Alben bekommt auch "Silver Haze" seinen Re-Release. Und wenn man sich den Zweitling direkt im Anschluss an das Debüt anhört, dann bemerkt man sofort, dass die Band ohne Hammond einen leicht anderen Fokus in ihrer Musik gesetzt hat. Nicht schlechter, nur anders. Weniger DEEP PURPLE, mehr LED ZEPPELIN sozusagen. Insgesamt gibt es in den elf regulären Albumtracks wieder jede Menge kleine Jams, die aber die Songs nicht unnötig in die Länge ziehen und reiner Selbstzweck sind, sondern den Songs eine frische Note verleihen. Hört hierzu beispielsweise mal in 'Freedom Mountain' oder 'Under A Vow' rein. Die Gitarrenriffs sind insgesamt ausgeprägter und die Songs noch ein stückweit zugänglicher, als auf dem ersten Album. Auch hier gilt: kaum zu glauben, dass das Album erstmal 1999 veröffentlicht wurde und nicht ein fantastisch produzierter Dachbodenfund aus den 70er ist.

Daneben haben sich THE QUILL die Freiheit genommen, ein wenig mehr zu experimentieren, so gibt es in 'Mercury' einen Vibraslap zu hören. Neben 'Crazy Train' von OZZY ist das der einzige Song, bei dem mir dieses Instrument so prägnant aufgefallen ist. Und auch die sehr ruhige, auf Percussion und Orgel basierende, offizielle Album-Abschlussnummer 'Rockets Collide' bringt nochmal einen anderen Farbtupfer in den Bandsound. Alleine die regulären Albumtracks rechtfertigen schon den Kauf der CD, zumindest für alle, welche sie bis dato noch nicht im Schrank stehen haben. Wirklich interessant wird es aber, da man für die Wiederveröffentlichung vier Bonustracks ausgegraben hat, die das Album noch ein Stückweit mehr öffnen. Hier gibt es auch mal eher Rock-untypische Instrumente sein, wie z. B. die Flöte in 'Unbroken', der eigentlich ein treibender Rocksong ist, der dann durch eine psychedelische Brücke mit Flötenmelodie unterbrochen wird. Auch das Rhythmuspattern in 'Silver Haze' ist eher außergewöhnlich, besonders da der Song mit einer bluesigen Note versehen ist. Spannend übrigens, dass man das Album nach diesem Song betitelt hat, ihn aber damals gar nicht darauf platzierte.

Am Ende gilt für "Silver Haze" das Gleiche wie für alle Re-Releases von THE QUILL, wer die Alben bis dato nicht kennt oder sie nirgendwo auftreiben konnte und noch dazu ein Faible für 70er Jahre Rock mit all seinen Facetten hat, der schlägt spätestens jetzt zu. Die vier Bonustracks können dabei auch für alle diejenigen als Anreiz gelten, die das Album schon haben, denn es handelt sich hier keineswegs um Songs, die zu schlecht für eine Veröffentlichung waren, sondern vielmehr um Songs, die musikalisch etwas anders gelagert sind und deshalb damals den Weg nicht auf das Album gefunden haben. Leider gilt aber auch für "Silver Haze", dass das Digipack trotz Linernotes und Originalcover keinen allzu wertigen Eindruck macht. Aber sei es drum, die Musik wiegt diesen Umstand gerade hier mit den guten Bonustracks doppelt auf.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Evermore
02. Grand Canyon
03. Freedom Mountain
04. Under A Vow
05. Stirring Times Ahead
06. Mercury
07. Into The Volcano (I Fly)
08. Universal Treehouse
09. Who‘s Crying
10. Aeroplane
11. Rockets Collide

Bonustracks:
12. Unbroken
13. Silver Haze
14. Sparrow
15. Where The Lovelight Shines
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 72:57 Minuten
VÖ: 25.01.2019

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