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Ahab - The Boats Of Glen Carrig

Review von Eddieson vom 17.09.2015 (2434 mal gelesen)
Ahab - The Boats Of Glen Carrig Auch auf ihrem neuen Longplayer nehmen uns AHAB mit auf eine Reise. Nicht nur auf dem Schiff, die Glen Carrig, von der hier die Geschichte erzählt wird, auch auf eine emotionale. Was auf dem Vorgänger "The Giant" schon in Angriff genommen wurde, wird auf "The Boats Of The Glen Carrig" weiter perfektioniert. Weicher, ruhiger und emotionaler Gesang, von Daniel Droste, der urplötzlich in ein abgrundtiefes und AHAB-typisches Growlen ausbricht.

Aber worum geht es bei "The Boats Of The Glen Carrig" eigentlich. Nun, das Album ruht auf dem 1907 erschienenen Roman des belgischen Autors William Hope Hodgson, in dem eine Gruppe Schiffbrüchiger der Glen Carrig sich auf eine Insel rettet, auf der sie aber von Wesen aus der Wasserwelt angegriffen werden. Der Inhalt des Romans erklärt auch das etwas unübliche und quietschbunte Cover, des neuen Albums.

'The Isle' eröffnet das Album und beginnt mit ruhigen, cleanen Gitarren, einem entspannten Schlagzeug und dem cleanen Gesang Drostes. Aber als sich die Männer der Insel nähern, bricht auch musikalisch das Gewitter los. Langsame Doom-Riffs, ein dickes Schlagzeug und die tiefen Growls ergießen sich über den Hörer. Man kann fast spüren, wie es den Männern der Glen Carrig ergeht. Man kann die Schreie hören, die sich nachts wecken und die Gefühle miterleben, die sie haben mussten. Ebenfalls mit einem ruhigen Gitarren-Intro beginnt 'The Thing Made Search'. Die Zusammenarbeit von Gesang und Instrumenten erinnert schon fast an die heutigen OPETH. Doch wenn auch in diesem Song die Dämme brechen, ist es wieder ganz AHAB. Durch den Einsatz eines E-Bows wird eine sehr bedrückende Stimmung erzeugt, die dem Song äußerst gut zu Gesichte steht. 'Like Red Foam (The Great Storm) ist bis dato AHABs schnellster Song und drückt ungemein nach vorne, was nicht unlängst durch die sich ständig wiederholenden Riffs kommt. Der Song 'The Weedmen' handelt nicht über irgendwelche Drogen-Dealer, was man leicht vermuten könnte, aber ziemlich unpassend wäre. Der 15-Minuten-Track definiert die Langsamkeit neu. Das abschließende Riff, welches von einem Solo geschmückt wird, lädt dazu ein, seine Gedanken wieder auf die Insel schweifen zu lassen. Repetitive Riffs zeichnen 'To Mourn Job' aus. In dem Song gibt es ein perfektes Zusammenspiel aus harten und ruhigen Passagen und er bildet einen krönenden Abschluss des Albums (der Bonussong 'The Light In The Weed (Mary Madison') liegt dem Rezensenten leider nicht vor).

Nachdem ich das Album durchgehört habe, brauchte ich ein paar Minuten, um erst mal wieder zu mir zu kommen. Gefesselt hat es mich, es hat mich buchstäblich mitgenommen, so, wie es nur wenige Alben schaffen. Ich war komplett weg, eingetaucht in die Welt und in die Geschichte, von der hier erzählt wird. Nicht leicht zu verdauende Kost wird hier geboten, aber dafür eine mit Nachhaltigkeit.

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. The Isle
02. The Thing That Made Search
03. Like Red Foam (The Great Storm)
04. The Weedmen
05. To Mourn Job
06. The Light In The Weed (Mary Madison)
Band Website: www.ahab-doom.de
Medium: CD
Spieldauer: 66:58 Minuten
VÖ: 28.08.2015

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