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Bombsquad - BackyardDept.

Review von Evil Wörschdly vom 11.10.2004 (4733 mal gelesen)
Bombsquad - BackyardDept. Wenn ich mir „BackyardDept.“ so anhöre, fühle ich mich um etwa 10 Jahre zurückversetzt in die Zeit, als Crossover gerade das Schlagwort war und alle möglichen Bands auf mehr oder weniger innovative Weise versuchten, die verschiedensten Musikstile miteinander zu mischen. In dieser Tradition servieren uns die Wiener BOMBSQUAD eine bunte Melange aus Hardcore, Metal, HipHop und Funk. Für Abwechslung ist also gesorgt, allerdings gehen mit dieser Vielseitigkeit auch gewisse Qualitätsschwankungen einher. Am besten sind BOMBSQUAD dann, wenn sie es richtig krachen lassen und dem Hörer das volle Hardcore/Metal-Brett geben. Das hat die Band einfach am besten drauf, so dass schwungvolle Lieder wie ‚Six Feet Deep’ vollauf überzeugen können. Im Vergleich dazu sind aber die eher funkigen oder HipHop-lastigen Nummern ziemlich schwach. Songs wie ‚Cockroach King’ wirken recht einschläfernd und lassen die gute Laune wieder etwas abebben. Ein weiteres Problem ist, dass gerade bei den gerappten Passagen doch etwas zu deutlich wird, dass hier keine Muttersprachler am Werk sind. Zumindest bei mir schränkt es den Hörgenuss doch etwas ein, wenn bei deutschsprachigen Bands der Akzent dermaßen heftig zu hören ist. Vielleicht sollten sich die beiden Sänger lieber aufs aggressive Schreien beschränken, was mir persönlich sowieso besser gefällt.
Wenn wir schon beim Thema Gesang sind: Die Texte sollen ja angeblich von der „psychological sickness“ des Verfassers zeugen, wirken auf mich aber leider eher platt als krank. Hier werden mal wieder sämtliche Klischees bemüht: BOMBSQUAD kommen natürlich aus einer schlimmen Gegend (‚Hard Hood’), wo das Leben dreckig und gemein ist. Und dann sind da zu allem Übel auch noch die Frauen, die verlangen, dass Mann den Müll runterbringt und ähnliche Grausamkeiten (‚F#ck That Shit’). Kein Wunder, dass in so einer Welt der einzige Lichtblick im Alkohol (‚Beer’) und in Tittenheften (‚Penthouse Bunnies’) zu finden ist. Ach ja, und ansonsten lautet die Devise natürlich immer: Mittelfinger hoch!
Alles in allem ist „BackyardDept.“ also nicht uneingeschränkt zu empfehlen, sondern eher durchwachsen. Dennoch bleiben bei einer knappen Stunde Spielzeit unterm Strich noch viele gute Lieder, die in ihrer geradlinig abgehenden Art einfach Spaß machen und auch recht partytauglich sind.


Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
1. Death March
2. Six Feet Deep
3. Give Me A Break
4. Diggin' I The Branin
5. Cockroach King
6. Chippendale
7. Hard Hood
8. I Don't Care!
9. Chill Pill
10. Hole In Your Head
11. Penthouse Bunnies
12: Earthquake Rulez
13. Move Da Booze
14. Candy Ass
15. F#ck That Shit
16. N.S.E.W.
17. Beer
18. Ding Dong Man
Band Website: www.bombsquad.at
Medium: CD
Spieldauer: 57:28 Minuten
VÖ: 00.00.0000

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11.10.2004 BackyardDept.(6.0/10) von Evil Wörschdly

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