Letzte Reviews





Festival Previews
Festival Reviews 2021
Headbangers Open Air 2021 (Corona Edition)

Ironhammer Festival 2021

Scar The Martyr - Scar The Martyr

Review von Vikingsgaard vom 19.10.2013 (2313 mal gelesen)
Scar The Martyr - Scar The Martyr Selbstredend schrauben sich die Erwartungen an ein Soloprojekt eines mit Preisen überhäuften Künstlers nicht unwesentlich in die Höhe. So auch hier bei SCAR THE MARTYR, dem Projekt von SLIPKNOT-Drummer Joey Jordison.

Die Erwartungen waren, wie gesagt, ziemlich hoch und teilweise guckt man doch bissl enttäuscht aus der Wäsche, und teilweise kommt man nicht umhin, das Teil richtig zu mögen. Wie es sich für ein Soloalbum gehört, ist Jordison hier also Hauptsongwriter (zusammen mit Sänger Henry Derek), spielte sämtliche Bass-Parts, bis auf 2 Ausnahmen die komplette Rhythmusgitarren-Front und natürlich die Drums ein. Unterstützung bekommt er von Keyboarder Chris Vrenna (NINE INCH NAILS) sowie den Gitarristen Jed Simon (STRAPPING YOUNG LAD) und Kris Norris (DARKEST HOUR). Jordisons Songwriting ist weit entfernt von typischen SLIPKNOT-Anleihen, wie der eine oder andere vielleicht gehofft haben mag. Stattdessen ist "Scar The Martyr" ein zwar eher mainstreamiges Etwas, was aber auch nicht unbedingt ständig im Radio zu hören sein wird. Was wohl auch an den teilweise recht langen Spielzeiten der Titel liegt. Dummerweise sind nämlich genau die überlangen Stücke auch die hörenswertesten, wie ich finde. 'Last Night On Earth' und 'Dark Ages' sind da die besten Beispiele für.

Schwachpunkte: Ja, die gibt es leider auch. Bei über 75 min. Spielzeit ist es natürlich schwierig, das Niveau konstant hoch zuhalten. Etliche lückenfüllende Elemente weniger hätten dem Album besser zu Gesicht gestanden und den Fokus auf die tatsächlich vorhandene Coolness gelenkt. Auch Leadsänger Henry Derek löst bei mir ein Feuer-Wasser Syndrom aus. Klingt er in den Strophen meist etwas am Rande seiner Fähigkeiten, so blüht er in den Refrains auf wie Kirschblüten im Frühling. Dieses Auf und Ab ist manchmal etwas anstrengend für ältere Herrschaften wie mich...

Coolness: Die verbreitet in erster Linie natürlich Jordison himself mit seinem präzisen Drumming, welches sich aber erstaunlicherweise nicht in den Vordergrund drängt bzw. quasi alles erschlägt. Punktgenau, durchdacht und trotzdem sehr anspruchsvoll geht der Meister hier zu Werke. Auch NINE INCH NAILS Keyboarder Chris Vrenna darf sich hier sein Sternchen abholen, der sehr dezent agiert und die Songs nicht mit überkandidelten Synthi-Effekten oder Samples belastet. Auch der fette Sound soll nicht unerwähnt bleiben, für den sich Producer-Legende Rhys Fulber verantwortlich zeigt.

Fazit: "Scar The Martyr" enttäucht vielleicht ein wenig, nach dem ersten Hören. Gibt man dem Album aber eine Chance sich zu entwickeln, dann merkt man recht schnell, dass Jordison ein ziemlich genialer Songschreiber ist und sich hier selbst einen Tempel gebaut hat, den so mancher erstmal durchschreiten sollte.



Gesamtwertung: 9.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Intro
02. Blood Host
03. My Retribution
04. Soul Disintegration
05. Cruel Ocean
06. Dark Ages
07. Sign Of The Omeneye
08. Anatomy Of Erinyes
09. Prayer For Prey
10. White Nights In A Day Room
11. Effigy Unborn
12. Never Forgive Never Forget
13. Mind's Eye
14. Last Night On Earth

Bonus Tracks:

01. Flatline & Fracture
02. Digging For Truth
03. Coat Of Arms
04. Complications
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 75:49 Minuten
VÖ: 27.09.2013

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Reviews

19.10.2013 Scar The Martyr(9.5/10) von Vikingsgaard

Album des Augenblicks
Volltextsuche
Schaut mal!