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Sternenstaub - Destination: Infinity

Review von Opa Steve vom 20.03.2004 (2690 mal gelesen)
Sternenstaub - Destination: Infinity Sternenstaub haben sich bei der Zusammenstellung dieser Playlist recht ungeschickt verhalten. Warum, wird sich in diesem Review noch herausstellen.

Die ersten Songs durch hat man den Eindruck, dass man es hier mit Möchtegern-Cradle zu tun hat. Ein Stil, der leider viel zu oft und zu schlecht kopiert wird. "Darkness and stars" ist hierin leider keinen Deut besser. Typische Riffs und völlig ausgelutschte Keyboard-Sequenzen. Die melodische Zweitstimme des Nachfolgers und die (als Sound grausam billigen) Akustikinstrumente der Keys schlagen etwas in die Siebenbürgen- oder auch Viking-Richtung, aber auch ohne sich dort breiter zu machen. Das Material ist nicht schlecht, aber harmlos unauffällig. Einfach zu profillos. Ein Song nach dem anderen, der den Preis der völligen Identitätslosigkeit gewinnen würde, wenn es diesen gäbe. Hört euch nur mal Distant Spheres als Beispiel an. Bitteschön, wie oft wurde ein solcher Song schon von hunderten von Bands geboten? Ich könnte es keinem Hörer verübeln, wenn er dabei sanft entschlummert.

Wenigstens lässt die Produktion keine gröberen Produktionsfehler erkennen. Spielerisch sitzt alles auf dem Punkt, und wenn sich der Keyboarder mal ein paar ordentliche Samples/Expander zulegen würde, wären seine Tracks weitaus erträglicher. Handwerklich hui, songwriterisch pfui. Bis hier. Aber ich habe euch ja noch eine Aufklärung des ersten Absatzes versprochen.

Als drittletzter Song beginnt Frozen Tears im Einklang mit seinem unauffälligen Rest. Doch schon nach einer Minute wird man hellhörig. Sollte sich der Keyboarder doch jetzt schon neu eingedeckt haben? Interessante Samples, die durch songwriterisch überraschend gelungene Breaks und wohlplazierte Effekt-Gimmicks unheimlich an Wert gewinnen. Der Song löst sich auch ansonsten schnell aus dem bekannten Einheitsschema, wagt sich in mutig ruhige Gefilde vor, die erstmalig ein echt individuelles Profil erkennen lassen. Und im Sog dieser Überraschung enttäuscht das Album nicht weiter, sondern gewinnt von Song zu Song. Es sind leider nicht mehr viele, aber ich kann das letzte Drittel der Scheibe ruhigen Gewissens als Anspieltipp empfehlen. Bei "Eternal Slumber" lockern echte Melodien sowie mittelalterlich angehauchter Gesang mit Chor die bekannten Akkordfolgen effektiv auf. Man spürt förmlich, wie sich die Band frei von alten Fesseln macht. Auch der Rausschmeißer "Destination: Infinity" legt noch ein Kreativitätsbrikett zu. In hymnischem Midtempo und geilen Gesangsfolgen mündet dieses Stück in beinahe progressive Klassikarrangements, die sich wirklich komplett von dem Einheitsbrei anderer Genre-Mitstreiter unterscheiden.

Mir tut es nach dem starken Ende in der Seele weh, im Durchschnitt nicht auf mehr Punkte zu kommen. "Destination: Infinity" wäre als Song allein jedenfalls knapp an der Höchstnote vorbeigeschrappt. Dafür dümpelt der zähe Anfang gerade so im soliden Mittelfeld. Die Gesamtbenotung wird den letzten 3 Songs sicher nicht gerecht, aber Fairness tut halt manchmal weh. Für 7 hat's nicht gereicht, aber der Daumen soll für die Zukunft schon mal vorsichtig nach oben zeigen.

Gesamtwertung: 6.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
Darkness And Stars
The Mind_s Eye
Shadows In My Heart
Astronomica
Distant Spheres
Frozen Tears
The Eternal Slumber
Destination: Infinity
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 40:00 Minuten
VÖ: 23.02.2004

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20.03.2004 Destination: Infinity(6.5/10) von Opa Steve

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