Sandmind - 13 Pragas Infernais

Review von ReviewRalle vom 22.08.2026 (497 mal gelesen)
Sandmind - 13 Pragas Infernais Die portugiesische Band SANDMIND wurde 2022 ins Leben gerufen und veröffentlichte mit "13 Pragas Infernais" am 13.04.2026 ihr Debütalbum. Wie aus dem Bandnamen und dem gelungenen Artwork leicht zu erkennen ist, widmet sich die Musik der ägyptischen Mythologie. Ein spannendes und im Metal-Kosmos noch recht unerforschtes Themengebiet, auch wenn MAAHES mit "Nechacha" 2025 ein Album rund um die alten Ägypter veröffentlichten. Während MAAHES sich aber dem Black Metal widmen, gibt es bei SANDMIND Heavy Metal mit einer starken Groove-Metal-Kante auf die Ohren.

Die 13 Songs auf "13 Pragas Infernais" kommen zusammen auf über 56 Minuten Spielzeit, und abgesehen von zwei kurzen Zwischenstücken pendeln sich alle Songs zwischen vier und sechs Minuten Lauflänge ein. Aufhorchen lässt neben den immer wieder auftauchenden orientalischen Melodien vor allem die portugiesische Sprache – so klingt Metal doch nochmal ganz anders und spannend.

Eine Stärke des Albums ist auf jeden Fall der Sound: Der Bass ist durchgängig präsent und gibt der ganzen Musik einen sehr gehaltvollen und kräftigen Unterton. Das Quartett zeigt hier definitiv, dass der Bass nicht immer nur ein untergeordnetes Instrument sein muss, sondern auch voll und ganz im Sound erkennbar und spürbar sein darf, ohne danach suchen zu müssen. Dazu gesellen sich ziemlich geradlinige, aber kräftige Gitarren und ein knackiges Schlagzeug, bei dem besonders die Bassdrum drückt. Wer also basslastigen Sound mag, wird hier definitiv fündig. An einer Sache werden sich aber die Geister scheiden, und zwar am Gesang. Wer Groove Metal und modernen Thrash Metal mag und sich in diesen Genres zu Hause fühlt, wird den Gesang definitiv mögen. Wer wie ich aber mit dieser Art von Gesang nicht viel anfangen kann, trifft auf eine ziemlich große Hürde. Denn, auch wenn immer wieder starke Screams eingestreut sind, übernimmt meist dieser typisch bellende Gesang das Zepter. Der ist zwar gut gemacht, aber man muss das halt mögen. Auch die Wechsel in den Sprechgesang und Clean Vocals sind sicher nicht jedermanns Sache. Schade, denn die Screams sind wirklich gut! Beim nächsten Mal gerne mehr davon.

Wer sich ein Bild vom Sound der Band machen möchte, findet mit 'Anúbis' einen guten Track. Er verbindet alle bisher beschriebenen Elemente: orientalischer Flair, verschiedene Gesangsstile, ein gutes Gitarrensolo und eine kernsolide Rhythmus-Fraktion. Der Song ist sicherlich nicht der härteste oder groovigste des Albums, daher sei an dieser Stelle noch das knackige Instrumental 'Hieróglifo' empfohlen – hier liefert die instrumentale Fraktion gekonnt auf über vier Minuten ab.

SANDMINDs "13 Pragas Infernais" ist kein Meisterwerk, dafür hat es noch zu viele Ecken und Kanten und den ein oder anderen unsauberen Ton, was aber auch seinen ganz eigenen Charme versprüht. "13 Pragas Infernais" ist ein Debütalbum, auf das man stolz sein kann. Es zeigt eine Band, die noch am Anfang ihrer Karriere steht, aber die richtigen Mittel besitzt, sich eine langjährige Karriere aufzubauen. Wer ägyptische Mythologie spannend findet und die Mixtur aus Heavy Metal und Groove Metal feiert, sollte auf jeden Fall beide Ohren riskieren. Mit einem zugedrückten Auge gibt es eine 7/10.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Ira Dos Deuses
02. Hom Dai
03. Múmia
04. Escravo
05. Astennu
06. Papiro
07. Ouro Perdido
08. Bastet
09. Anúbis
10. Osíris
11. Hieróglifo
12. Maldição
13. Tutankhamon
Band Website: sandmind.eu
Medium: CD, Digital
Spieldauer: 56:43 Minuten
VÖ: 13.04.2026

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten