Seeds Of Torment - Those Who Feed The Maw | |
|---|---|
| Review von Froosti vom 18.08.2026 (844 mal gelesen) | |
Manchmal braucht es nur Sekunden eines Albums, um exakt zu wissen, was einen die restliche Zeit erwartet. So auch bei der ersten Platte "Those Who Feed The Maw" von SEEDS OF TORMENT. Das Duo aus NRW hat sich dem ranzigen Death Metal verschrieben und verspricht keine Gnade walten zu lassen. Jetzt sehe ich schon die ersten Frickel-Fans, die die Nase rümpfen und es als stumpf abstempeln. Falsch liegen sie damit sicher nicht, aber während das Album läuft, kann ich das Grinsen aus meinem Gesicht nicht streichen.Für meinen Geschmack ist es genau das räudige, rohe Geschepper, das ich seit Jahren liebe. Im Grunde kann man die Band einfach als Bastard von LEGION OF THE DAMNED und MORBID ANGEL bezeichnen. Meist treibt das Schlagzeug die Songs gnadenlos auf Vollgas und nur selten bewegen sich SEEDS OF TORMENT im Midtempo. Ohne großen Wert auf filigrane Schnörkel zu legen, knallen die Tracks direkt auf die Zwölf. Die Vocals triefen nur so vor Gift und Galle und fliegen uns in bester LEGION OF THE DAMNED-Manier pfeilschnell um die Ohren. Bei den Gitarren befinden wir uns tief im MORBID ANGEL-Bereich. Die finsteren, sägenden Riffs walzen alles nieder und geben dem Sound der Band eine herrlich fiese Note. Damit bauen sie eine Soundwand auf, die den alten Helden gar nicht so unähnlich klingt. Neben dem handwerklichen Können kann die Band aber auch mit einem guten Gespür für das passende Songwriting punkten. Die Songs werden nicht bis zum Umfallen in die Länge gezogen und kommen knackig und treffend auf den Punkt. Auch wenn der Gesang rau aus den Boxen schallt, schaffen SEEDS OF TORMENT es, eingängige Refrains zu gestalten, die fast schon als Hits gelten könnten. Songs wie 'Incantation Of The Damned' oder 'Winged Divinity' zünden sofort. Abgerundet wird das Ganze mit der passenden Produktion, die vor Ecken und Kanten nur so strotzt. Besser hätten SEEDS OF TORMENT kaum ihre erste Platte abliefern können. "Those Who Feed The Maw" orientiert sich zwar etwas zu stark an den Vorbildern und könnte mit einer eigenen Note aufgewertet werden, ballert dafür aber ungemein stark aus den Boxen. Mit viel Spielfreude macht das Werk von Anfang an Spaß und ich wünschte mir, das Duo würde die Band auf die Bühne bringen. Für Fans des thrashigen Death Metals ist die Platte ein Muss! Gesamtwertung: 8.5 Punkte
| |
| Trackliste | Album-Info |
| 01. Incantation Of The Damned 02. Cause Of Anguish 03. The Conjuring 04. Winged Divinity 05. Insane Veiled Slavery 06. Embrace The Curse 07. Deliverance 08. The Invocation Rite | Band Website: seeds-of-torment.bandcamp.com Medium: CD, Tape Spieldauer: 36:33 Minuten VÖ: 01.07.2026 |
Alle Artikel
Manchmal braucht es nur Sekunden eines Albums, um exakt zu wissen, was einen die restliche Zeit erwartet. So auch bei der ersten Platte "Those Who Feed The Maw" von SEEDS OF TORMENT. Das Duo aus NRW hat sich dem ranzigen Death Metal verschrieben und verspricht keine Gnade walten zu lassen. Jetzt sehe ich schon die ersten Frickel-Fans, die die Nase rümpfen und es als stumpf abstempeln. Falsch liegen sie damit sicher nicht, aber während das Album läuft, kann ich das Grinsen aus meinem Gesicht nicht streichen.
