Eva Under Fire - Villainous | |
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| Review von Stormrider vom 11.08.2026 (556 mal gelesen) | |
Oh, es muss wieder Anfang der 2000er sein, oder ist mir hier eine Re-Issue von damals zur Rezension reingeflattert? Weder noch! Denn "Villainous" ist das aktuelle EVA UNDER FIRE-Album, klingt aber bisweilen so, als wäre es zeitgleich zum Debüt von EVANESCENCE erschienen. Damals wäre das Album definitiv steil gegangen und hätte massiv Airplay bekommen und die Tanzflächen der Republik befüllt. Schon der Opener, passenderweise 'Awakening' betitelt, macht klar, dass hier niemand das Rad neu erfinden will. Warum auch, wenn's doch rund läuft? Die Stimme von Fronterin Amanda Lyberg erinnert immer wieder an eine Mischung aus Amy Lee, die sich ein wenig Rotz von Liv Sin mitgenommen hat, und die Gitarren schieben genau wie die Drums ordentlich nach vorne. Das anschließende 'My Own Name' klingt dann aber doch etwas zu deutlich nach dem kleinen Bruder des Smashers 'Going Under'. Aber es gibt noch viel mehr hörbare Referenzen, wenn man denn die damalige Rock- und Metalszene auch in Richtung Mainstream auf dem Schirm hatte. 'Don't Say I'm Ok' geht direkt ins Bein, baut dann Spannung auf und gipfelt nach der "Fertig machen zum Tanzen"-Pause im Refrain, dessen Melodieline mich ganz stark an 'Just To Get High' von NICKELBACK erinnert. Hier muss ich sagen, dass die Kanadier zwar oftmals geschmäht werden, ich sie aber durchaus zu schätzen weiß. Weshalb das eher positiv gewertet werden sollte. Und diese Art des eingängigen Hooks, für den haben EVA UNDER FIRE ein Händchen. Aber man muss auch sagen, dass, so eingängig die Songs auch beim Hören sind, nur wenige echtes Langzeitohrwurm-Potenzial entwickeln. Dazu passt, dass die Produktion zwar zeitgemäß voluminös und drückend ausfällt, aber doch ein wenig kantenlos bleibt. Dennoch liefern EVA UNDER FIRE ehrlicherweise gute Unterhaltung irgendwo in der Schnittmenge aus Mainstream-Rock, der sich in den härtesten Momenten eine Scheibe Metalcore gönnt und immer tanzbar und zugänglich bleibt. Damit versucht man am Ende vielleicht auch ein paar Genres zu viel abzuarbeiten, liefert aber ein Album, das Fans des melodischen 2000er-Metals mit großen Melodien und Refrains, dicker Produktion und knackigen Gitarren durchaus mögen werden. Das Album kommt gefühlt zwei Dekaden zu spät, aber das Schöne ist ja, dass gute Musik immer gute Musik bleibt und so kann man sich das Album auch knapp zwanzig Jahre nach der Hochphase des Genres noch sehr gut anhören und es ist ein kurzweiliger Zeitvertreib. Und Nostalgie und ein Genrerevival ist ja früher oder später immer wieder angesagt. Daher wird "Villainous" bestimmt seine Hörer und Fans finden. Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Awakening 02. My Own Name 03. Survive My Scars 04. Villainous 05. The Words You Say 06. Don't Say I'm Ok 07. Hello Hollow 08. Dark Soul 09. Gasoline 10. Murder Scene 11. Safe Word 12. Teeth 13. A Violent End | Band Website: Medium: CD, digital Spieldauer: 41:42 Minuten VÖ: 10.07.2026 |
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Oh, es muss wieder Anfang der 2000er sein, oder ist mir hier eine Re-Issue von damals zur Rezension reingeflattert? Weder noch! Denn "Villainous" ist das aktuelle EVA UNDER FIRE-Album, klingt aber bisweilen so, als wäre es zeitgleich zum Debüt von EVANESCENCE erschienen. Damals wäre das Album definitiv steil gegangen und hätte massiv Airplay bekommen und die Tanzflächen der Republik befüllt.
