Rigor Sardonicous - Diatriba Deorum

Review von Metal Guru vom 29.07.2026 (478 mal gelesen)
Rigor Sardonicous - Diatriba Deorum RIGOR SARDONICOUS sind zwei Typen (plus Gast) aus Long Island, die sich zur Aufgabe gemacht zu haben scheinen, so langsam wie nur menschenmöglich zu deathen, zu doomen, zu dröhnen. Der eine heißt Joseph Fogarazzo, spielt Gitarre und - ähm, singt. Der andere heißt Glenn Hampton, spielt Bass und singt NICHT. Dann wird noch ein gewisser '?!' (kein Scheiß!) aufgeführt. DER spielt eine der reduziertesten/rudimentärsten, trägsten/tristesten, schepperndsten/schleppendsten Schießbuden, die ich je gehört habe. SloooMooo ...

"Diatriba Deorum" (ja, Latein kommt immer gut!) ist bereits das achte Full Length-Album des DeathDoomDröhn-Duos, enthält sieben stumpfe (positiv gemeint!) Stücke und rotiert 44 morbide Minuten und 36 suizidale Sekunden. Titel wie 'Actus Tragicus' (once again: gut kommendes Latein), 'Death Cult' oder 'Invocation Prayer' deuten dabei an, worum es RIGOR SARDONICOUS inhaltlich geht. Die Beschreibungen des Beipackzettels, "Diatriba Deorum" sei so (Zitat No 1) "... uplifting as a post-genocide funeral procession" oder genau das, was (Zitat No. 2) "... real funeral doom should sound like", beweisen nicht nur DIE Art von Humor, der MIR gefällt, sondern - treffen schlicht und ergreifend zu! Besondere Erwähnung gebührt der Produktion beziehungsweise dem Scheibensound: Begriffe wie Beton, Blei, Lava, Schwermetall, Zement kommen mir in den Sinn. Ohne Scheiß: Mr. Tony "The Riff-Meister" Iommi hätte sowohl an derart krassem Klang als auch an derart stumpfen (NICHT stumpfsinnigen!) Riffs seine friedhöfige Freude. Und die Vocals? DIE grunzen in gruftigen Gründen, DIE krächzen in höllischen Tiefen, DIE röcheln in räudigen (Unter-)Welten.

Gäb's irgendwann/irgendwie/irgendwo mal 'ne "Olympiade der musizierten Langsamkeit" - RIGOR SARDONICOUS wären hoffnungsvolle Anwärter auf einen der ersten Medaillenplätze! Selten so was Mäanderndes, Schleichendes, Zähflüssiges wie "Diatriba Deorum" gehört! Aber gut Ding will Weile haben, nicht wahr? So wie RIGOR SARDONICOUS, die sich maximal auf halber, wenn nicht NOCH gedrosselterer "Normalgeschwindigkeit" (hä?) bewegen. Heißt im Umkehrschluss aber auch: Spielten RIGOR SARONICOUS in "normaler" Geschwindigkeit, wäre ihr achter Full Length-Output gar kein solcher, sondern nur 'ne EP. Bestenfalls! Druff jeschissn - mir gefällt "Die Schmährede Der Götter" und dafür verkleckere ich heute gerne acht tote Tropfen!

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. With God's Love (2:18)
02. Death Cult (6:15)
03. Invocation Prayer (6:25)
04. I Am (8:30)
05. Beholden Unto Me (5:03)
06. Commandment (7:03)
07. Actus Tragicus (9:02)
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 44:36 Minuten
VÖ: 31.07.2026

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