Mortem - Mørketid | |
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| Review von Opa Steve vom 16.07.2026 (612 mal gelesen) | |
Zugegeben, MORTEM aus Oslo gehören jetzt nicht zu den Release-freudigen Vertretern der norwegischen Extreme Metal-Szene. Nach dem Debüt "Ravnsvart" kommt nun sieben Jahre später der Zweitling "Mørketid" heraus. Anhand der Albumdichte müsste man die Band daher als Newcomer bezeichnen. Dass dies aber unfair wäre, wird spätestens nach dem Blick auf das Line-Up klar. MORTEM entstammen aus der absoluten Ursuppe des norwegischen Black Metals. Zu den Gründungsmitgliedern gehören ARCTURUS-Mitglieder, von denen Hellhammer an den Drums vermutlich die größte Popularität haben dürfte. Ergänzt wurde das Trio um Bassist Tor Stavenes von 1349. Steinar Johnsen übernimmt neben der Gitarre noch die Keyboards (man hat ihn an ebendiesem Instrument auch schon mit EMPEROR auf der Bühne gesehen) und weitere Unterstützung an der Gitarre gibt es von Astennu (Ex-DIMMU BORGIR, LORD KAOS).Ja, an allen Mitgliedern hängt definitiv der norwegische Stallgeruch. Aber wie klingt die Band denn nun anno 2026? Dass Gastgitarrist Astennu schon bei DIMMU BORGIR in die Saiten haute und mit Johnsens Tasteninstrument ein durchaus tragendes Keyboard zum Zuge kommt, erklärt schon mal die Hauptrichtung: Also klirrend frostig wird es hier nicht. Tatsächlich sind die Parallelen zu DIMMU BORGIR in meinen Augen sehr dominant. Das betrifft vor allem die orchestralen Elemente im Sound sowie die Eingängigkeit der 90er. Die Melodiehooks sind definitiv in den meisten Songs vorhanden. 'Skyggeånd' könnte gut der musikalische Cousin von 'In Death's Embrace' sein. Auch den Dreivierteltakt, den DIMMU BORGIR damals gern mal zum epischen Schunkeln einsetzten, findet man in 'Blodvassen Grun' wieder. Insgesamt wirken MORTEM roher und ungeschliffener als es DIMMU BORGIR zu Beginn ihrer Erfolgsgeschichte noch waren. Dies liegt dann meist an der Eskalation von Hellhammer an den Kesseln, der in 'Mørketid' schon mal in einige Blasts verfällt, die FLESHGOD APOCALYPSE würdig sind. Aber ansonsten kann man das Songwriting durchaus in die gleiche Tüte wie die ihrer übergroßen Nachbarn stecken. Auch Marius Vold klingt Shagrath in Stimme und Phrasierung gar nicht unähnlich. Wer also auf frühe DIMMU BORGIR steht und sich einen Ticken mehr Räudigkeit wünscht, ist mit "Mørketid" hervorragend bedient. Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Mørketid 02. The Mighty Odious 03. Skyggeånd 04. Blodvassen Grunn 05. Aftermath 06. Den sanne Gud 07. Mørkets Ormebol 08. Ditt Ødes Ære | Band Website: Medium: CD, LP, Digital Spieldauer: 44:43 Minuten VÖ: 03.07.2026 |
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Zugegeben, MORTEM aus Oslo gehören jetzt nicht zu den Release-freudigen Vertretern der norwegischen Extreme Metal-Szene. Nach dem Debüt "Ravnsvart" kommt nun sieben Jahre später der Zweitling "Mørketid" heraus. Anhand der Albumdichte müsste man die Band daher als Newcomer bezeichnen. Dass dies aber unfair wäre, wird spätestens nach dem Blick auf das Line-Up klar. MORTEM entstammen aus der absoluten Ursuppe des norwegischen Black Metals. Zu den Gründungsmitgliedern gehören ARCTURUS-Mitglieder, von denen Hellhammer an den Drums vermutlich die größte Popularität haben dürfte. Ergänzt wurde das Trio um Bassist Tor Stavenes von 1349. Steinar Johnsen übernimmt neben der Gitarre noch die Keyboards (man hat ihn an ebendiesem Instrument auch schon mit EMPEROR auf der Bühne gesehen) und weitere Unterstützung an der Gitarre gibt es von Astennu (Ex-DIMMU BORGIR, LORD KAOS).
