NOCTIVAGUM - De Arcanis Et Ritibus Sulphuris | |
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| Review von ReviewRalle vom 14.07.2026 (822 mal gelesen) | |
NOCTIVAGUM ist ein noch sehr unbeschriebenes Blatt im Black Metal-Untergrund, denn die italienisch-deutsche Band wurde erst 2025 ins Leben gerufen, veröffentlichte aber bereits am 14.01.2026 mit "De Arcanis Et Ritibus Sulphuris" eine erste EP als Lebenszeichen. Die EP ist sogar mit sieben Songs und einer Länge von über 30 Minuten recht üppig ausgestattet. Die EP wartet aber nicht nur mit verhältnismäßig viel Musik auf, nein, sie kommt auch noch mit einem unfassbar beeindruckenden Artwork daher."De Arcanis Et Ritibus Sulphuris" bietet ziemlich klassischen Black Metal der 90er Jahre, entsprechend holprig und rau ist auch der Sound, was für Puristen und Fans dieser Epoche ein gefundenes Fressen sein dürfte. Für den Sound selbst zeichnet sich indes auch der Sänger der Band 'Wolf' aus und der fängt wirklich gut den Charme von damals ein. Die puristische, schroffe Black Metal-Keule wirkt aber wegen des zarten, warmen Akustikgitarren-Intros gleich doppelt hart. Wer hier also Lagerfeuerromantik erwartet, wird schon durch den folgenden Song 'Ignis' schnell eines Besseren belehrt, denn auch wenn der Song mit entsprechender Atmosphäre beginnt, sobald der krächzende Gesang, die klirrenden Gitarren und vor allem die rasenden Drums einsetzen, ist das ganz schnell vergessen. Der Sound der Band zeichnet sich aber nicht nur durch wilde Raserei aus, denn die Truppe weiß, dass man in den richtigen Momenten auch mal den Fuß vom Gas nehmen muss, um mit bedrohlichen Sprechgesängen, reduzierten E-Gitarren und atmosphärischen Samples für Abwechslung zu sorgen, um nicht in eine völlig stumpfe Uptempo-Orgie auszuarten. Durch diese Abwechslung knarzen und krächzen die infernalen Ausbrüche einfach noch besser und bleiben länger hängen. Das klappt besonders gut bei 'Ex Inferis', welcher auch der beste Song der EP ist. Was auch gut klappt, ist die okkultistische Note, die über die ganze EP verteilt zu spüren ist, das hebt die Musik ein bisschen aus der Masse an rumpelnden Black Metal-Bands hervor. Klar, auch das gewinnt keinen Innovationspreis mehr im Jahr 2026, ist aber handwerklich einfach gut gemacht und wer eben Neues aus diesen Gefilden sucht, wird mit NOCTIVAGUM und "De Arcanis Et Ritibus Sulphuris" mehr als fündig. Man merkt der Band auch einfach an, dass sie mit Herzblut dabei ist und Bock auf genau diese Musik hat - da wirkt nichts gekünstelt oder unecht, dadurch verfliegen die 30 Minuten auch wie im Flug. Auch, weil das Outro dabei einen guten Bogen zum Intro zieht, was das Hören auf Dauerschleife angenehmer gestaltet. "De Arcanis Et Ritibus Sulphuris" ist ein sehr ordentliches erstes Lebenszeichen und ein feines Kleinod für Liebhaber. Die Erwartungen für das erste Album sind damit gesteckt und ich bin mir sicher, NOCTIVAGUM werden, wenn es so weit ist, entsprechend abliefern. Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Initium Caerimoniae 02. Ignis 03. Arcana Noctis 04. Ex Inferis 05. Carpe Noctem 06. Occulta Suprema Ars 07. Finis Caerimoniae | Band Website: noctivagumblackmetal.bandcamp.com/ Medium: CD, Digital Spieldauer: 30:07 Minuten VÖ: 14.01.2026 |
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NOCTIVAGUM ist ein noch sehr unbeschriebenes Blatt im Black Metal-Untergrund, denn die italienisch-deutsche Band wurde erst 2025 ins Leben gerufen, veröffentlichte aber bereits am 14.01.2026 mit "De Arcanis Et Ritibus Sulphuris" eine erste EP als Lebenszeichen. Die EP ist sogar mit sieben Songs und einer Länge von über 30 Minuten recht üppig ausgestattet. Die EP wartet aber nicht nur mit verhältnismäßig viel Musik auf, nein, sie kommt auch noch mit einem unfassbar beeindruckenden Artwork daher.
