AlleHackbar - Inhale The Truth | |
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| Review von Stormrider vom 03.07.2026 (509 mal gelesen) | |
"MOTÖRHEAD, the RAMONES down to the bones… and we kick your ass!" heißt es in 'Running Fast', dem Opener von "Inhale The Truth". Viel direkter kann man seine musikalischen Einflüsse kaum benennen. Daneben finden in dem Track noch jede Menge andere Referenzbands Beachtung. Alle aufgezählten Einflüsse von CHUCK BERRY über OVERKILL bis PRO-PAIN stecken denn auch hörbar im Sound von ALLE HACKBAR. Dreckiger Rock 'n' Roll, eine ordentliche Kelle Punk und jede Menge MOTÖRHEAD-DNA. Insbesondere im Bass, denn der knurrt sich in bester Lemmy-Manier durch die Songs und verleiht dem Album genau den Dreck, den diese Musik braucht. Die Outlaw-Attitüde des Trios wirkt dabei erfreulich authentisch und man hat spätestens beim zweiten Track, 'Fuck You', keinen Zweifel mehr, dass der Mainstream nicht das Ziel von ALLE HACKBAR ist. Stattdessen gibt's den ausgestreckten Mittelfinger, viel Doublebass, fette Riffs und eine Gesangsphrasierung, die stellenweise angenehm an James Hetfield erinnert. Überhaupt scheint "Fuck" das meistgenutzte Wort auf "Inhale The Truth" zu sein. Sprachliche Finesse sucht man hier also eher vergeblich. 'Don't Stop' liefert prolligen Punk 'n' Roll mit Gangshouts und ordentlich Druck, während 'Talk Too Much' mit seinem "La-la-la"-Part die Grenze zur gepflegten Mallorca-Unterhaltung streift. Die lyrische Tiefstmarke erreicht allerdings der Bonustrack 'Lollipop'. Dessen Text dürfte selbst MANOWAR kurz vor Scham innehalten lassen, denn Sexismus mit dem Presslufthammer ist eben noch lange keine gute Provokation. Aber gut, Pulitzerpreis-Ambitionen sind definitiv nicht das Ding der drei Hanffreunde. Hanffreunde? Ja, das Blatt ist sehr präsent auf CD gepresst und auch die Jamaika-Farben sind wohl mehr als nur eine freundliche Verbeugung vor dem Reggae, der aber musikalisch absolut keine Rolle spielt.Unterm Strich bleibt "Inhale The Truth" in seinem musikalisch klar abgesteckten Rahmen recht bieder und die Gitarrensoli hätten ruhig noch eine Ehrenrunde drehen dürfen. Hier wird manchmal doch neben der Spur soliert. Vielleicht auch im Zuge eines Bieres oder Räucherstäbchens zu viel? Wer weiß das schon? Aber auch wenn keine echten Hits unter den vierzehn Tracks sind und vieles am Ende doch eher stumpfe Kost bleibt, lässt man die Platte laufen. Einfach weil sie ehrlich ist und man der Band genau diese "Mir-doch-scheißegal,-was-ihr-denkt"-Attitüde zu jeder Sekunde abkauft. ALLE HACKBAR haben hörbar lieber Spaß, trinken Bier und zeigen der Welt den Mittelfinger, als sich Gedanken über künstlerische Relevanz oder einen 7/8-Takt zu machen. Wer mit einem Hang zu dreckigem Rock 'n' Roll und ausreichend Humor ausgestattet ist, sollte "Inhale The Truth" ruhig mal antesten. Es muss ja nicht immer alles die große Kunst sein, manchmal reicht es völlig, wenn's ordentlich drückt, scheppert und in den Nacken geht. Pluspunkte gibt's übrigens fürs liebevoll gestaltete Promo-Paket mit signiertem Digipack, zusätzlicher Autogrammkarte und vier Stickern. Der Underground weiß eben noch, wie man Fans glücklich macht. Gesamtwertung: 6.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Running Fast 02. Fuck You 03. All For One 04. Don't Stop 05. Rock'n Roller 06. Stand Up 07. Talk To Much 08. Make Your Mark 09. Army Of One 10. Passage In My Pipe 11. Some Day 12. Deal With The Devil 13. Sweaty And Horny 14. Lollipop (Bonustrack) | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 49:44 Minuten VÖ: 31.05.2026 |
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"MOTÖRHEAD, the RAMONES down to the bones… and we kick your ass!" heißt es in 'Running Fast', dem Opener von "Inhale The Truth". Viel direkter kann man seine musikalischen Einflüsse kaum benennen. Daneben finden in dem Track noch jede Menge andere Referenzbands Beachtung. Alle aufgezählten Einflüsse von CHUCK BERRY über OVERKILL bis PRO-PAIN stecken denn auch hörbar im Sound von ALLE HACKBAR. Dreckiger Rock 'n' Roll, eine ordentliche Kelle Punk und jede Menge MOTÖRHEAD-DNA. Insbesondere im Bass, denn der knurrt sich in bester Lemmy-Manier durch die Songs und verleiht dem Album genau den Dreck, den diese Musik braucht. Die Outlaw-Attitüde des Trios wirkt dabei erfreulich authentisch und man hat spätestens beim zweiten Track, 'Fuck You', keinen Zweifel mehr, dass der Mainstream nicht das Ziel von ALLE HACKBAR ist. Stattdessen gibt's den ausgestreckten Mittelfinger, viel Doublebass, fette Riffs und eine Gesangsphrasierung, die stellenweise angenehm an James Hetfield erinnert. Überhaupt scheint "Fuck" das meistgenutzte Wort auf "Inhale The Truth" zu sein. Sprachliche Finesse sucht man hier also eher vergeblich. 'Don't Stop' liefert prolligen Punk 'n' Roll mit Gangshouts und ordentlich Druck, während 'Talk Too Much' mit seinem "La-la-la"-Part die Grenze zur gepflegten Mallorca-Unterhaltung streift. Die lyrische Tiefstmarke erreicht allerdings der Bonustrack 'Lollipop'. Dessen Text dürfte selbst MANOWAR kurz vor Scham innehalten lassen, denn Sexismus mit dem Presslufthammer ist eben noch lange keine gute Provokation. Aber gut, Pulitzerpreis-Ambitionen sind definitiv nicht das Ding der drei Hanffreunde. Hanffreunde? Ja, das Blatt ist sehr präsent auf CD gepresst und auch die Jamaika-Farben sind wohl mehr als nur eine freundliche Verbeugung vor dem Reggae, der aber musikalisch absolut keine Rolle spielt.
