Galibot - Catabase | |
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| Review von Froosti vom 17.06.2026 (546 mal gelesen) | |
Kaum einer von uns wird als Black Metal-Fan geboren oder überspringt den "normalen" Metal und taucht direkt in extreme Gefilde ab. Irgendwie haben wir uns alle langsam an das Genre rangetastet, bevor es uns vollständig gepackt hat. Dabei haben uns sogenannte Gateway-Bands den Weg geebnet, auch wenn wir sie heute oftmals nur halbherzig betrachten. Für mich waren das DIMMU BORGIR und SUMMONING. Die einen wegen ihrer melodischen Breitseite und die anderen wegen ihrer Liebe zu Tolkien. In eine ähnliche Richtung stoßen GALIBOT mit ihrem Zweitwerk "Catabase". Das Album bringt alles mit, um sich als ideale Einstiegsdroge für neugierige Metalheads zu etablieren. Warum dabei langjährige Black Metal-Fans auf der Strecke bleiben, erfahrt ihr hier.GALIBOT behandeln thematisch die Geschichte des Bergbaus im Norden Frankreichs. Mit einem dazu passenden Intro nimmt das Album zunächst schleppend Fahrt auf, und mit etwas Fantasie lässt sich eine Fahrt mit der Lore ins Bergwerk vorstellen. Mit weiteren atmosphärischen Spielereien hält sich die Band nicht auf, und das Gekloppe beginnt. Wobei Gekloppe allerdings zu viel des Guten ist, da sich die Band im Midtempo entspannt nach vorn drückt. Mit einem treibenden Schlagzeugrhythmus und flirrenden Gitarren kommt schon ein leichtes Oldschool-Gefühl hervor. Dabei bewegen sich die Instrumentalisten auf einem simplen, aber effektiven Niveau. Es gibt kein vertracktes Gefrickel, keine brachiale Raserei nah am Chaos und auch keine unendlichen Schichten aus verschiedenen Spuren. Auch verlieren sich die Songs nicht in einer schier unendlichen Länge, sondern kommen meist in guten vier Minuten auf den Punkt. Das sorgt nicht für unglaublich viel Abwechslung, wird aber auch nicht schnell langweilig und geht gut ins Ohr. Im Zentrum des Geschehens steht sowieso der Gesang von Sängerin Diffamie. Roh und direkt keift sie uns ihre Vocals entgegen und lässt mich schon nach kurzer Zeit mitwippen. Auch der dezent eingesetzte Klargesang überzeugt auf voller Linie und könnte für meinen Geschmack noch ausgebaut werden. Von der ersten Sekunde an erinnert der Stil mich an ihre Labelkollegen von HOULE, auch wenn das hier deutlich entspannter aus den Boxen knallt. Durch die simple Struktur der Songs und die "entspannte" Ballerei eignet sich "Catabase" hervorragend als Einstieg in den Black Metal. Wer allerdings bereits seit einigen Jahren Black Metal hört, nickt zwar anerkennend mit, wird aber nicht umgehauen. Die einzelnen Songs nutzen sich recht schnell ab und ich vermisse etwas Abwechslung. Das geliebte, eiskalte Feeling will nicht so recht aufkommen. Das liegt vor allem an der Produktion: Aus meiner Sicht könnten die Vocals etwas mehr in den Hintergrund rücken und die Gitarren dominanter sein. Darauf werfen wir dann noch eine ordentliche Ladung Dreck, und wir haben unseren Lo-Fi-Sound, den wir so lieben. Auch beim Thema Atmosphäre gibt es noch Luft nach oben, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Somit bleibt ein solides Stück Schwarzmetall übrig, das das Potenzial einer Gateway-Platte hat. Fans von HOULE und neugierige Zuhörer sollten dem Album etwas Zeit widmen. Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Catabase 02. Jeanlin 03. Bleu Noir Rouge 04. Voreux 05. Baptise Terre 06. Pénitent 07. Les Montagnes Poussent Sous Terre 08. Estaminet Pt.1 09. Terril 10. Saint Cordon 11. Mésektet | Band Website: galibot.bandcamp.com Medium: CD, LP Spieldauer: 41:42 Minuten VÖ: 08.05.2026 |
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Kaum einer von uns wird als Black Metal-Fan geboren oder überspringt den "normalen" Metal und taucht direkt in extreme Gefilde ab. Irgendwie haben wir uns alle langsam an das Genre rangetastet, bevor es uns vollständig gepackt hat. Dabei haben uns sogenannte Gateway-Bands den Weg geebnet, auch wenn wir sie heute oftmals nur halbherzig betrachten. Für mich waren das DIMMU BORGIR und SUMMONING. Die einen wegen ihrer melodischen Breitseite und die anderen wegen ihrer Liebe zu Tolkien. In eine ähnliche Richtung stoßen GALIBOT mit ihrem Zweitwerk "Catabase". Das Album bringt alles mit, um sich als ideale Einstiegsdroge für neugierige Metalheads zu etablieren. Warum dabei langjährige Black Metal-Fans auf der Strecke bleiben, erfahrt ihr hier.
