Bolan - Gargoyle Of The Garden State

Review von Damage Case vom 17.06.2026 (490 mal gelesen)
Bolan - Gargoyle Of The Garden State Ich gestehe, ich war in den 1990ern großer Fan von SKID ROW. "Slave To The Grind" ragt für mich nach wie vor als einer DER Monolithen aus dem unfassbar starken Plattenjahr 1991 heraus, und selbst dessen umstrittenen Nachfolger "Subhuman Race" (1995) kann ich seit dem Tag seiner Veröffentlichung von der ersten bis zur letzten Note abfeiern, da ich als Kind des damaligen Zeitgeists komplett in diesem Sound aufging. Wie allgemein bekannt, wurde es danach trotz einiger Veröffentlichungen und mehrerer Sänger recht unspektakulär um die Band, nachdem Sebastian Bach vom Mikroständer gegangen wurde. Erst mit dem kurzlebigen Gastspiel von Erik Grönwall und dem richtig starken Album "The Gang's All Here" (2002) kam so etwas wie Comeback-Feeling auf gehobenem Niveau auf. Doch auch das ist im Hause SKID ROW bereits Geschichte und man wartet, wie sich die Dinge entwickeln werden. In der Zwischenzeit kommt nun Bassist Rachel Bolan mit seinem Solodebüt "Gargoyle Of The Garden State" um die Ecke. Stilistisch klingt diese kurzweilige Platte wie eine Mischung der Alben seiner Hauptband seit "Thickskin" (2003, mit Johnny Solinger am Mikro), Michael Monroes ehemaliger Punk-Glam-Mischpoke DEMOLITION 23 und deren legendäres Album aus dem Jahr 1994 sowie dem aus 1993 stammenden "Believe In Me" von Duff McKagan. Wo seine Hauptband gerne mal den Kraftrocker gibt und ordentlich Punch in die Saiten gibt, weicht BOLAN gerne auf punkigere Melodien aus, was allerdings richtig gut funktioniert - wie auch übrigens sein Gesang, der erstmals auf Albumlänge vom Hintergrund ans Frontmikro rückt und mehr als einmal an das Organ des vorgenannten Bassistenkollegen von GUNS N' ROSES erinnert. Wobei er auf "Gargoyle Of The Garden State" neben Danko Jones, Corey Taylor auch weitere Gastsänger und -musiker sowie ebenfalls seine Stammband-Kollegen Dave "Snake" Sabo, Scotti Hill und Rob Hammersmith begrüßt. Mit 'Rock And Roll Star' gibt es dann auch noch ein OASIS-Cover, das den Song zwar nicht neu erfindet, sich aber exzellent in die Dynamik des Albumflows einfügt.

Fazit: Gelungener Solo-Einstand von Rachel Bolan, dem gerne noch weitere Alben folgen dürfen, sofern man in der Zwischenzeit auch mal wieder Neues von SKID ROW hören darf. Allen Fans von diesen und Sleaze Rock im Allgemeinen darf man "Gargoyle Of The Garden State" bedenkenlos zur Überbrückung der Wartezeit bis dahin empfehlen.

Anspieltipps: Der Opener 'Anything But You' gefällt direkt mit nach vorne rockenden Gitarren und mitnehmenden Gesangslinien. Der beinahe kommerzielle Softrocker 'Bridges' klingt fast wie die Fortsetzung von SKID ROWs 'See You Around' von "Thickskin". 'Big Stick' klingt nicht nur wegen Corey Taylor so, wie man sich einen kurzen, dreckigen Rocker von STONE SOUR vorstellt.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Anything But You
02. At War With Myself featuring Danko Jones
03. Memory
04. See You On The Other Side featuring Snake Sabo
05. Bridges featuring Steve Conte
06. Jet Black Universe featuring Nuno Bettencourt
07. Big Stick feat. Corey Taylor
08. Pretty Hell
09. Rock And Roll Star featuring Scotti Hill
10. Devil In The White
11. Walk Away feat. Damon Johnson
Band Website:
Medium: CD, digital
Spieldauer: 36:17 Minuten
VÖ: 12.06.2026

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