Elegant Weapons - Evolution

Review von Stormrider vom 12.06.2026 (464 mal gelesen)
Elegant Weapons - Evolution Supergroups gibt es mittlerweile so viele, dass man sie gar nicht mehr alle aufzählen kann. Und die ELEGANT WEAPONS gehören da natürlich auch dazu, denn die Besetzung aus dem Bandleader Richie Faulkner (JUDAS PRIEST), Ronnie Romero (zu viele Bands und Projekte, um sie aufzuzählen), Dave Rimmer (URIAH HEEP) und Christopher Williams (ACCEPT) hat in den Bandnamen so viel Reputation, wie man sie im Hard Rock und Metal nur haben kann. Damit steigt die Erwartungshaltung an das Zweitwerk natürlich naturgemäß an. Nicht selten ist man dann ein wenig enttäuscht von dem was die Supergroup anbietet. Das passiert den ELEGANT WEAPONS mit "Evolution" definitiv nicht. Das Album überzeugt vom treibenden und kraftvollen Opener 'Evil Eyes' an, und es gibt sich bis zum leicht epischen Abschlusstrack 'Keeper Of The Keys' auch keinerlei Blöße. 'Generation Me' ist ein grooviger, lässiger Hardrocker mit Ohrwurmqualitäten, 'Holy Roller' hat einen düsteren, leicht bedrohlichen Anstrich, 'Rupture' lässt Mr. Faulkner den Freiraum und ist ein gut abgestimmtes Instrumental, während Ronnie in der Ballade 'Come Back To Me' einmal mehr unter Beweis stellt, dass er so gut wie alles singen kann.

Das Duo Faulkner/Romero liefert aufgrund seiner Klasse hörbar die Fixpunkte auf "Evolution". Eingängige Melodien sowohl der Sechsaitigen, als auch in den Vocallines, treibende Riffs irgendwo zwischen den 70er und dem 80er Metal. Aber ein nicht unwesentlicher Faktor ist die Rhythmusgruppe, die es schafft den Songs wahlweise den Freiraum zu geben, den die anderen Beiden brauchen oder sich treibend und in die Magengegend schiebt, wenn es nötig ist. Das ist Teamplay par Excellence, denn ohne diesen Groove wäre das Album nicht ganz so stark. Ich denke bei den genannten Namen muss man nicht groß erwähnen, dass hier nur technische Klasse zu hören ist, dazu alles top notch produziert. Aber die ELEGANT WEAPONS schaffen etwas, was manche ausgewiesene Supergroup nicht schafft. Sie wirken homogen, wie eine Band, nicht wie ein Projekt. Damit ist dem Quartett und Leader Faulkner etwas gelungen, was sich jeder Fan des klassischen Hard Rocks mit latentem Metaleinschlag anhören sollte. Das Spektrum geht vom ALAN PASONS PROJECT über PURPLE bis PRIEST. Wer der leichten Überpräsenz von Ronnie noch nicht überdrüssig ist, der mittlerweile gefühlt an jedem dritten Projekt dieses Genres beteiligt ist, der bekommt hier ein Album, das von Anfang bis Ende mit Klasse überzeugt. Eine musikalische Revolution ist der Rundling nicht, eine "Evolution" zum Erstwerk schon - Klasse hat es definitiv.


Gesamtwertung: 8.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Evil Eyes
02. Generation Me
03. Bridges Burn
04. Holy Roller
05. Come Back To Me
06. The Devil Calls
07. Thrown To The Wolves
08. Shooting Shadows
09. Rupture
10. Mercy Of The Fallen
11. Keeper Of The Keys
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 54:16 Minuten
VÖ: 24.04.2026

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