Argorok - Omen | |
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| Review von ReviewRalle vom 12.06.2026 (532 mal gelesen) | |
Die Dresdner Death Metal Band ARGOROK, die ihre Version des Death Metals mit reichlich Groove, manchmal auch Industrial aber vor allem auch Epic Metal anreichert, treibt bereits seit 2020 ihr Unwesen und hat 2020 mit "Usurpator" ein ordentliches Debüt vorgelegt, auf das 20204 mit "Obscurum" ein noch besserer Nachfolger folgte. 2026 ist uns zwar kein drittes Album vergönnt, aber immerhin gibt es mit "Omen" am 12.06.2026 eine neue EP um die Ohren.Wie immer bei ARGOROK betreibt man dabei alles im Do-It-Yourself Modus, das verdient immer tiefsten Respekt und ist ein Zeichen, wie sehr die Flamme der Leidenschaft der Band für ihr Schaffen brennt. Das Artwork ist gleichermaßen stilistisch eigenständig, dabei schlicht wie schön und reiht sich nahtlos in den bisher eingeschlagenen Artwork-Stil der Band ein. Auch der Sound lässt wieder keine Wünsche übrig, die Growls klingen kraftvoll, das Schlagzeug und der Bass haben ordentlich Druck auf dem Kessel, die Riffs klingen schwer, während die Melodien der Leadgitarren herrlich sauber klingen. Die Synthies agieren meist im Hintergrund und unterstreichen die jeweilige Stimmung der Songs oder erweitern die Songs um neue Klanglandschaften. Die vier Songs auf "Omen" bringen es zusammen immerhin auf über 16 Minuten und teilen sich diese Zeit gut untereinander auf. Los geht der Reigen mit 'Ambrosia' der zu Beginn mal so gar nicht nach Metal klingen mag. Hier kommt der Industrial gut zur Geltung und wird durch feine, arabisch anmutende Akzente ergänzt, hab ich so auch noch nicht gehört. Spannender Einstieg. Dass man es aber hier doch mit einer Metal Band zu tun hat, wird spätestens dann klar, wenn die mächtigen Riffs und das treibende Schlagzeug einsetzen, da werden die Nackenmuskeln direkt strapaziert. Ab hier übernimmt dann auch der von ARGOROK gewohnte, epische, groovige Death Metal die Zügel. Der Refrain wartet mit tollen Leadgitarren auf, die sich fest im Gehör einnisten. Ein kleines Solo zur Songmitte bestätigt die gute Leistung der Gitarrenfraktion. Das Ende des Songs passt zum Anfang und rundet das Stück gekonnt ab. Bei 'Enklave' hat man sich Unterstützung geholt, Aello von HARPYIE veredelt das Stück mit seiner charismatischen, ausdrucksstarken Stimme und verleiht dem Song so einen ganz eigenen Flair, der aber doch sehr gut zum ARGOROK Kosmos passt. 'Enklave' macht ab Sekunde eins keine Gefangenen und beginnt mit einem großen Riff, toller Orchestrierung und akzentuiertem Schlagzeug, eine tolle Bühne für Aello. Die Harmonie der beiden Sänger hier funktioniert wirklich fantastisch und verleiht diesem doch sehr mächtigen Midtempostampfer eine gewisse Leichtigkeit sowie Tanzbarkeit. Mit einer sehr schönen Kombination aus akustischen und elektrischen Gitarren startet 'Stadt Der Tränen', das ist durchaus Gänsehaut würdig. Wer jetzt aber eine Ballade erwartet, wird schnell eines Besseren belehrt. Stattdessen gibt es hier eine düstere, melancholische, lupenreine Melodic Death Metal-Nummer im ARGOROK Stil. Guter Kontrast zu 'Enklave', welches doch eine gute Spur lockerer daher kam. Auch 'Stadt Der Tränen' ist mit feinen orchestralen Akzenten und erneut starken melodischen Gitarren ausgestattet. Der Song überzeugt weniger mit Groove, dafür mit Emotionen und ist mein Highlight auf "Omen". 'Götterdämmerung' ist zum Ende raus nochmal ein richtig epischer, grooviger Stampfer und dieses Songnamens mehr als würdig. Hier glänzt vor allem das verspielte Schlagzeug, gepaart mit den schweren, galoppierenden Riffs. Das hier ist die Kernessenz von ARGOROK, eben epischer, grooviger Death Metal. ARGOROK feuert auf "Omen" aus allen Rohren und macht heiß auf ein drittes Album. Auch wenn es nur vier Songs sind, bieten diese genügend Abwechslungsreichtum, um sich die EP ohne Abnutzungserscheinung auch mehrmals hintereinander reinzuziehen. 8/10 Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Ambrosia 02. Enklave (feat. Aello) 03. Stadt Der Tränen 04. Götterdämmerung | Band Website: argorok.bandcamp.com Medium: EP Spieldauer: 16:45 Minuten VÖ: 12.06.2026 |
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