Melancholost - Tales From The Poisoned Apple | |
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| Review von Stormrider vom 29.05.2026 (386 mal gelesen) | |
Und manchmal muss ein Musiker auch etwas Neues versuchen. Und das hat SOLEMNITY-Mastermind Sven "The Axe" sich auch gedacht und mit MELANCHOLOST ein neues Projekt aus der Taufe gehoben. Der Name ist hier durchaus sehr bedacht und gerechtfertigt gewählt, denn die knapp 67 Minuten auf dem vorliegenden Debüt "Tales From The Poisoned Apple" sind in Summe sehr melancholisch und im düsteren, leicht gothiclastigen Dark Rock angesiedelt. Der Opener 'Alkahest I' ist dabei auch schon die Härtespitze und weiß mit einer sehr eingängigen Hook und einem guten Refrain zu gefallen. "Guter Start", denkt man sich, und die Erwartungshaltung geht nach oben. Vielleicht ist dann auch genau das schon die Achillesferse, denn ein weiterer Track dieser Qualität und Eingängigkeit ist nicht wirklich zu finden. Und das, obwohl in Summe nicht weniger als fünfzehn Songs auf dem Backcover stehen. In der Folge gibt es viele melodiöse, oftmals balladeske Tracks, denen jeweils ein Alleinstellungsmerkmal fehlt. Entweder erinnern einen die Melodien an bekannte Tracks von Genregrößen wie HIM oder weicheren THE 69 EYES oder an andere Songs von "Tales From The Poisoned Apple". Dabei wird ein gewisser Mindeststandard glücklicherweise nie unterschritten, aber es gibt eben auch wenig Ausreißer nach oben. Insgesamt hat man spätestens zur Albumhälfte eigentlich alles gesagt und ergibt sich danach in Wiederholungen. Manchmal ist weniger doch mehr und ein paar Straffungen und Füller rauszuwerfen, hätte dem Album nicht geschadet.Positiv zu erwähnen ist bestimmt die Produktion und die solide, stimmige Gitarrenarbeit. Das ist aber auch kein Wunder, wenn man um die Griffbrettfertigkeit von Sven weiß. Und was mir persönlich ebenfalls gut gefällt, das sind die Vocals, die klar und souverän durch die Tracks führen. Ja, ein wenig mehr Darkvibe wäre vielleicht nicht verkehrt gewesen, aber Sven versucht hier hörbar niemand zu sein, der er nicht ist. Fans des gediegenen Dark Rock, mit einer besonderen Vorliebe für die melancholischen, weichen und balladesken Töne, dürfen MELANCHOLOST aber durchaus eine Chance geben, denn das Potenzial ist hörbar vorhanden, sich hier eine solide Fanbasis aufzubauen. Gesamtwertung: 6.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Alkahest I 02. If This World Would Be Eden 03. Liber 777 04. Another Brick On The Head 05. Wolves By Midnight 06. Abremalin 07. The Book Of Thoth 08. The Swan 09. These Bleeding Kisses 10. Red Wine & Black Roses 11. The Raven 12. Golden Dawn 13. Graveyard Of Broken Dreams 14. Alkahest II 15. Frozen In Time | Band Website: Medium: CD Spieldauer: VÖ: 15.05.2026 |
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Und manchmal muss ein Musiker auch etwas Neues versuchen. Und das hat SOLEMNITY-Mastermind Sven "The Axe" sich auch gedacht und mit MELANCHOLOST ein neues Projekt aus der Taufe gehoben. Der Name ist hier durchaus sehr bedacht und gerechtfertigt gewählt, denn die knapp 67 Minuten auf dem vorliegenden Debüt "Tales From The Poisoned Apple" sind in Summe sehr melancholisch und im düsteren, leicht gothiclastigen Dark Rock angesiedelt. Der Opener 'Alkahest I' ist dabei auch schon die Härtespitze und weiß mit einer sehr eingängigen Hook und einem guten Refrain zu gefallen. "Guter Start", denkt man sich, und die Erwartungshaltung geht nach oben. Vielleicht ist dann auch genau das schon die Achillesferse, denn ein weiterer Track dieser Qualität und Eingängigkeit ist nicht wirklich zu finden. Und das, obwohl in Summe nicht weniger als fünfzehn Songs auf dem Backcover stehen. In der Folge gibt es viele melodiöse, oftmals balladeske Tracks, denen jeweils ein Alleinstellungsmerkmal fehlt. Entweder erinnern einen die Melodien an bekannte Tracks von Genregrößen wie HIM oder weicheren THE 69 EYES oder an andere Songs von "Tales From The Poisoned Apple". Dabei wird ein gewisser Mindeststandard glücklicherweise nie unterschritten, aber es gibt eben auch wenig Ausreißer nach oben. Insgesamt hat man spätestens zur Albumhälfte eigentlich alles gesagt und ergibt sich danach in Wiederholungen. Manchmal ist weniger doch mehr und ein paar Straffungen und Füller rauszuwerfen, hätte dem Album nicht geschadet.
