Vision Divine - A Clockwork Reverie

Review von derkleinekolibri vom 22.05.2026 (616 mal gelesen)
Vision Divine - A Clockwork Reverie Die italienische Progressive Power Metal-Band SYMMETRY wurde 1998 gegründet, veröffentlichte 1999 eine EP mit vier Stücken. Kurz danach folgte die Umbenennung in VISION DIVINE. Das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends war geprägt von Michele Luppi und Oleg Smirnoff, die sich dann andere Aufgabenfelder suchten und an einer Reunion viele Jahre später Gefallen fanden. Produkt dieser Wiedervereinigung ist der am 22. Mai 2026 erschienene Tonträger "A Clockwork Reverie" mit vier neuen und drei neu eingespielten älteren Titeln, ausgestattet mit einem sehr ansprechenden Coverartwork, das seine Wirkung natürlich viel besser beim Vinyl als bei der Compact Disc entfaltet. Obwohl nur sieben Stücke vorhanden sind, wird trotzdem eine recht ordentliche Spielzeit von etwas mehr als 34 Minuten erreicht.

Nach einem kurzen Intro zeigen Michele Luppi (Gesang), Olaf Thorsen (Gitarre), Oleg Smirnoff (Keyboard), Andrea Tower Torricini (Bass) und Matt Peruzzi (Schlagzeug), dass Italiener nicht nur feurige Liebhaber, sondern auch temperamentvolle Musiker sein können: Der siebenminütige Titelsong prescht druckvoll in die Gehörgänge und glänzt durch Olafs perfekte Stimulation der am Gitarrenhals gespannten Saiten, denen er ein herrliches Solo entlockt. Aber auch etwas melodiöser und verhaltener gehen die Südeuropäer zur Sache: '18 (It Feels Like Heaven)' und 'Identities (2026 Version)' sind ruhiger, epischer und beim letztgenannten Titel schon fast balladesk. Ein echtes Kontrastprogramm dazu liefern 'Andromeda', 'God Is Dead (2026 Version)' und 'The 25th Hour (2026 Version)'. Die Jungs belegen mit diesen drei Stücken eindeutig, dass es das Genre Power Metal zu Recht gibt. Es bricht regelrecht die Hölle los, ohne dass dabei Harmonie oder Melodie verlorengehen.

Michele Luppi ist nicht nur ein grandioser Sänger, sondern auch hinter den Kulissen beim Produzieren (mit Olaf Thorsen), Mixen (mit Simone Mularoni) und Mastern ein Könner. "A Clockwork Reverie" zeichnet sich durch hohe Dynamik und ein gehöriges Maß an Präzision aus. Verantwortlich für das Coverartwork zeichnet Augusto Silva.

"A Clockwork Reverie" ist von vorne bis hinten gelungen, vor allem, weil nicht alle Songs gleich klingen und durchaus hohen modernen Ansprüchen genügen. Man darf gespannt auf ein echtes komplett neues Album mit mindestens zehn Titeln sein.

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Sator Rotas
02. A Clockwork Reverie
03. 18 (It Feels Like Heaven)
04. Andromeda
05. Identities (2026 Version)
06. God Is Dead (2026 Version)
07. The 25th Hour (2026 Version)
Band Website: www.visiondivine.com
Medium: CD, LP
Spieldauer: 34:07 Minuten
VÖ: 22.05.2026

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