Chariots Overdrive - The End Of Antiquity | |
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| Review von Stormrider vom 18.05.2026 (470 mal gelesen) | |
Das Ende der Antike. Das ist ein spannender Albumtitel, zumindest wenn man dann hört, dass sich CHARIOTS OVERDRIVE mit ihrem Material doch irgendwie in der Antike des Metals bewegen. Damit wären die vier sich nur auf Buchstabenkombinationen als Namen besinnenden Metaller im Normalfall ja genau mein Ding. Dennoch tue ich mich schwer mit der Bewertung von "The End Of Antiquity". Ja, man hört in jeder Sekunde das Herzblut! Und nochmals ja, man kann die Spielfreude am eigenen Tun förmlich greifen. Aber wenn man ganz ehrlich ist, dann reicht das manchmal auch nicht aus, dass man mit viel Herzblut dabei ist, denn man hört eben auch, dass noch eine Menge Potenzial zur Verbesserung besteht. Das akustisches Intro 'Where Dust Reigns' führt die Hörer zunächst ein wenig in die Irre, denn das folgende 'Parasite' ist Old School Heavy Metal mit starkem Underground-Charme, einem leicht angerauten Timbre in den Vocals, die in sich wenig Wiedererkennungswert haben, aber zum leicht räudigen Charakter der Musik gut passen. Dass der Track gleich zwei Gitarrensoli bietet, ist auch ein Merkmal, was den klassischen Charakter unterstreicht und eine musikalische Sozialisation basierend auf der NWoBHM nahelegt. 'Marching Maniacs' führt das dann entsprechend fort. Hier wird die Qualitätslücke zwischen der Musik und den Vocals aber noch etwas deutlicher. Musikalisch wird das Material nämlich alle traditionsbewussten Metaller ansprechen, während die Vocals teilweise zum Schreien schief oder eintönig und uninspiriert daherkommen. Das ist insofern schade, als das rein instrumentale Paket zwar keinen Champions-League-Platz erspielen würde, aber auch weit weg von den Abstiegsrängen agiert. Leider ist es so, dass das schwächste Glied der Kette nunmal oft die Kette definiert, und da kann ich nicht gut drüber weghören. Leider helfen auch die in alter SLAYER-Manier abgemischten Gitarren nichts, die wahlweise schön riffen oder angenehm melodisch solieren, ohne jedoch in Griffbrettwichserei auszuarten. Jedes Instrument kann auf "The End Of Antquity" gut herausgehört werden. Hier hat Greg Hendler, der für Mix und Mastering verantwortlich zeichnet, wirklich einen sehr guten Job gemacht. Dennoch reicht es am Ende nicht zu höheren Weihen, weil das Gesamtbild zwar keinen Zweifel am Herzblut der Protagonisten lässt, aber eben vieles noch nicht zu Ende komponiert oder gedacht erscheint und die Vocals das Material durchgehend nach unten ziehen. Wenn CHARIOTS OVERDRIVE ihr hörbar vorhandenes instrumentales Potenzial noch etwas stringenter nutzen, die Songs straffen und man G.H.Z etwas mehr Fokus auf die Gitarre legen lässt, um sich einen Sänger zu angeln, der der Band einen echten Schub verleiht und der nicht jeden zweiten Ton verfehlt, dann könnte der Metalunderground durchaus Gefallen an der Band finden. So wird es schwierig, außer man möchte die Fans gewinnen, die ein Faible für extrem obskure Vokaldarbietungen haben. Gesamtwertung: 5.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Where Dust Reigns 02. Parasite 03. Marching Maniacs 04. A Taikonautic Alchemist 05. Sunken Throb 06. Chariots Overdrive 07. Nomadic Warfare 08. The End Of Antiquity 09. A Bizarre Pilgrimage To The Cubik Mansion | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 40:28 Minuten VÖ: 03.04.2026 |
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Das Ende der Antike. Das ist ein spannender Albumtitel, zumindest wenn man dann hört, dass sich CHARIOTS OVERDRIVE mit ihrem Material doch irgendwie in der Antike des Metals bewegen. Damit wären die vier sich nur auf Buchstabenkombinationen als Namen besinnenden Metaller im Normalfall ja genau mein Ding. Dennoch tue ich mich schwer mit der Bewertung von "The End Of Antiquity". Ja, man hört in jeder Sekunde das Herzblut! Und nochmals ja, man kann die Spielfreude am eigenen Tun förmlich greifen. Aber wenn man ganz ehrlich ist, dann reicht das manchmal auch nicht aus, dass man mit viel Herzblut dabei ist, denn man hört eben auch, dass noch eine Menge Potenzial zur Verbesserung besteht.
