Yoth Iria - Gone With The Devil | |
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| Review von Stormrider vom 18.05.2026 (482 mal gelesen) | |
Seit ihrer 2020 veröffentlichten Debüt-EP haben sich die griechischen Black Metaller von YOTH IRIA immer mehr eine eigene kleine Nische geschaffen, in der sie ihren stark folkigen Black Metal weiterentwickeln. Das nun vorliegende dritte Album "Gone With The Devil" zeigt das sehr gut. So erinnert zum Beispiel '3 AM' eher an die atmosphärischen Gothic- und Dark Metal-Großmeister THE VISION BLEAK, die ja auch gerne viele folkige Elemente einbauen, während 'Dare To Rebel' an TIAMAT zu "Clouds"-Zeiten gemahnt. Daneben gibt es aber auch immer wieder wildere Black Metal-Blastbeat-Ritte, die das Tempo anziehen und auch durch harschere Vocals weniger in Richtung des Genre-Mainstreams zielen, dabei aber geschickt mit dem eingestreuten klassischen Metalzitaten und orientalisch anmutenden Melodien verwoben werden. Aber auch PARADISE LOST und ihre Version des Gothic Metal dürften nicht selten auf den Plattentellern der Hellenen Kreisen, und dass man auch immer ein wenig ROTTING CHRIST vernimmt, wie zum Beispiel in 'I, Totem' und 'Once In A Blue Moon', ist durch die Vergangenheit von Bassist Jim Mutilator nicht verwunderlich. Ihr merkt es, so richtig in ein Genre wollen sich YOTH IRIA nicht pressen lassen, und das darf man auch als den größten Pluspunkt an "Gone With The Devil" werten. Denn das Album bleibt über die gesamte Spielzeit spannend und abwechslungsreich. Der Sound und die Produktion sind dabei eher in Richtung DIMMU BORGIR ausgelegt, also sauber produziert und mit vielen Chören garniert, als dass man das Gefühl hätte, einer Vierspuraufnahme aus einer norwegischen Berghütte zu lauschen. Ich bin ja bekanntlich kein großer Black Metal-Fan, aber YOTH IRIA haben es geschafft, mich mit dem Album durchaus auf ihre Seite zu ziehen, weil sie eben nicht auf Biegen und Brechen tiefster Underground zum Selbstzweck sein wollen und dennoch die Wurzeln nicht außer Acht lassen. Wer also typisch hellenischen Black Metal mit folkigen Anteilen und einer nicht überbordenen majestätischen Atmosphäre mag, der gibt der Band und dieser Dreiviertelstunde einen Spin. Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Dare To Rebel 02. Woven Spells Of A Demon 03. The Blind Eye Of Antichrist 04. I, Totem 05. 3 AM 06. Give Em My Beautiful Hell 07. Once In A Blue Moon 08. Blessed Be He Who Enters 09. The End Of The Known Civilization 10. Harut, Government, Fallen | Band Website: www.yothiria.com Medium: CD Spieldauer: 46:37 Minuten VÖ: 08.05.2026 |
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Seit ihrer 2020 veröffentlichten Debüt-EP haben sich die griechischen Black Metaller von YOTH IRIA immer mehr eine eigene kleine Nische geschaffen, in der sie ihren stark folkigen Black Metal weiterentwickeln. Das nun vorliegende dritte Album "Gone With The Devil" zeigt das sehr gut. So erinnert zum Beispiel '3 AM' eher an die atmosphärischen Gothic- und Dark Metal-Großmeister THE VISION BLEAK, die ja auch gerne viele folkige Elemente einbauen, während 'Dare To Rebel' an TIAMAT zu "Clouds"-Zeiten gemahnt. Daneben gibt es aber auch immer wieder wildere Black Metal-Blastbeat-Ritte, die das Tempo anziehen und auch durch harschere Vocals weniger in Richtung des Genre-Mainstreams zielen, dabei aber geschickt mit dem eingestreuten klassischen Metalzitaten und orientalisch anmutenden Melodien verwoben werden. Aber auch PARADISE LOST und ihre Version des Gothic Metal dürften nicht selten auf den Plattentellern der Hellenen Kreisen, und dass man auch immer ein wenig ROTTING CHRIST vernimmt, wie zum Beispiel in 'I, Totem' und 'Once In A Blue Moon', ist durch die Vergangenheit von Bassist Jim Mutilator nicht verwunderlich.
