Fateful Finality - Desolation | |
|---|---|
| Review von Opa Steve vom 16.05.2026 (505 mal gelesen) | |
Melodic Thrash meets Zombies meets Comic meets Trash? Na, aber das geht doch immer! Die süddeutschen Thrasher FATEFUL FINALITY feiern bereits zwei Dekaden ihres Bestehens. Und offenbar haben sie zusammen viel Spaß, denn Lineup-Wechsel sind in dieser Zeit eigentlich eher rar gesät. Dass die Band mit "Desolation" nun ein schönes Trash-Konzept musikbegleitend herausbringt, darf man ruhig mal als Geschenk an sich selbst betrachten. Welche Bands, die eher undergroundverbunden sind, gönnen sich schon ein solches Konzept, einen Comic zum Album herauszubringen? Das Cover deutet es schon an, dass die Jungs den spaßigen Stories durchaus nicht abgeneigt sind. Ich fand schon das F.K.Ü.-Konzept mit den Trash-Horrormovies als Albummotto für "1981" klasse und irgendwie versprüht "Desolation" einen ähnlichen Charme.Musikalisch läuft hier auch viel rund. Der Thrash hat eine lässige Rock'n'Roll-Note und erinnert mich diesbezüglich an HAMMER FIGHT, von denen man nun leider schon zehn Jahre nichts mehr hört. Aber auch Anleihen an klassischen Teutonenthrash sind aus den Riffs der Jungs klar herauszuhören. Die Vocals der beiden Frontmänner Simon und Patrick, die sich neben den Klampfen auch den Gesang teilen, erinnern gelegentlich an das eindringliche Gebrüll von KREATORs Mille ('Obey'), aber einer der beiden schafft auch die rauen und tiefen Growls, die eben das Rock'n'Roll-Feeling bedienen. Die Songs laufen dabei nur selten in die Thrash-Falle des Riff-Einerleis und das Quartett hat glücklicherweise die Melodien nie aus den Augen verloren. Da geht trotz aller Energie das Herz auf, wenn es in 'Trusted Words' ikonische Leads gibt oder in 'Spread My Spells' oder 'All Of Us Lost' sich beide Gitarren in tollen Harmonien verbinden. Das Tempo ist angenehm variabel und songdienlich. Sie können genauso massiv stampfen wie auch das Gaspedal durchtreten. Kein Song ist in einem durchgehenden Tempo, was den Songs eine gute Dynamik verschafft. Dazu kommt auch noch eine angenehme Produktion, die das präzise Riffing mit der passend einsetzenden Doublebass schön satt betont. Fazit: Die Jungs stehen mit ihren Songs definitiv auf der spannenderen und unterhaltsameren Seite des Genres. Hier und da gibt es zwar noch Einheitsriffs oder bereits mehrfach gehörte Riffkonstruktionen. Aber das könnte man auch als tiefe Verbundenheit zum Genre interpretieren, welches die Wurzeln nicht leugnet und sich vor dem ein oder anderen EXODUS-Riff aus der dritten Reihe verneigt. Aber im Großen und Ganzen haben alle 12 Titel Charakter und Wiederkennungswert sowie den richtigen Biss. Das läuft gut rein! Gesamtwertung: 7.0 Punkte
| |
| Trackliste | Album-Info |
| 01. Routine Killer 02. Spread My Spell 03. All Of Us Lost 04. Watch Them Suffer 05. Break Out 06. Beyond Prophecies 07. Obey 08. Trusted Words 09. Impending War 10. Downside 11. Road To Remedy 12. Hostile Invader | Band Website: www.fateful-finality.de Medium: CD Spieldauer: 43:09 Minuten VÖ: 08.05.2026 |
Alle Artikel
Melodic Thrash meets Zombies meets Comic meets Trash? Na, aber das geht doch immer! Die süddeutschen Thrasher FATEFUL FINALITY feiern bereits zwei Dekaden ihres Bestehens. Und offenbar haben sie zusammen viel Spaß, denn Lineup-Wechsel sind in dieser Zeit eigentlich eher rar gesät. Dass die Band mit "Desolation" nun ein schönes Trash-Konzept musikbegleitend herausbringt, darf man ruhig mal als Geschenk an sich selbst betrachten. Welche Bands, die eher undergroundverbunden sind, gönnen sich schon ein solches Konzept, einen Comic zum Album herauszubringen? Das Cover deutet es schon an, dass die Jungs den spaßigen Stories durchaus nicht abgeneigt sind. Ich fand schon das F.K.Ü.-Konzept mit den Trash-Horrormovies als Albummotto für "1981" klasse und irgendwie versprüht "Desolation" einen ähnlichen Charme.
