Evil Warriors - Evil Warriors | |
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| Review von Dead_Guy vom 13.05.2026 (498 mal gelesen) | |
Dass der Leipziger Extrem Metal-Untergrund brodelt, ist kein Geheimnis. EVIL WARRIORS sind aber innerhalb dieser qualitativ hochwertigen Szene ganz weit oben anzusiedeln. Satte sechs Jahr lang musste man warten, bis man dieses Machwerk nun in den Händen hält, das gleichermaßen neue Ufer erkundet wie die Wurzeln des Genres im Blick behält. So schielt die Gitarrenarbeit gleichermaßen in Richtung traditionelleren Black Metals wie dissonante Gefilde, während der stets präsente Bass (ein klar rauszuhörender Bass im Black Metal ist für mich immer ein dicker Pluspunkt) eigenwillig wie hypnotisch das Geschehen untermalt und so dem Ganzen einen obskuren Touch gibt. Für den Stressfaktor sorgen das wüste Gekeife und das malträtierte Saxofon lässt mit seiner Schrillheit an Sachen aus dem Free Jazz denken. Das tun die unkonventionellen Strukturen im Songwritting des Öfteren auch. Und auch wenn es vor allem ein rasantes Werk mit hohem Intensitätslevel ist, so bleibt immer noch Raum für Atmosphäre, längere Songaufbauten, melancholische Nuancen und Stellen, wo sich die Band bewusst zurücknimmt, um den Rest noch mehr reinscheppern zu lassen.Für Traditionalisten dürfte es schon allein wegen des besagten Saxofons ungenießbar sein und für die Stumpf ist Trumpf-Fraktion wird zu viel gefrickelt. Aber wer ein spannendes Album sucht, welches einen der Kerngedanken des Black Metals, nämlich abweisend zu sein, in sich trägt, der wird mit einem rasanten wie unvorhersehbaren Ritt belohnt. Dazu muss man aber keine Verrenkungen im Kopf machen, denn trotz dass gerne Umwege gemacht werden, ist das Ganze dem Energielevel sei Dank am Ende gut durchhörbar, was auch eine Kunst für sich ist . Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Zweifel 02. Suche 03. Possessed 04. Entäußerung 05. Fieber | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 42:51 Minuten VÖ: 13.04.2026 |
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Dass der Leipziger Extrem Metal-Untergrund brodelt, ist kein Geheimnis. EVIL WARRIORS sind aber innerhalb dieser qualitativ hochwertigen Szene ganz weit oben anzusiedeln. Satte sechs Jahr lang musste man warten, bis man dieses Machwerk nun in den Händen hält, das gleichermaßen neue Ufer erkundet wie die Wurzeln des Genres im Blick behält. So schielt die Gitarrenarbeit gleichermaßen in Richtung traditionelleren Black Metals wie dissonante Gefilde, während der stets präsente Bass (ein klar rauszuhörender Bass im Black Metal ist für mich immer ein dicker Pluspunkt) eigenwillig wie hypnotisch das Geschehen untermalt und so dem Ganzen einen obskuren Touch gibt. Für den Stressfaktor sorgen das wüste Gekeife und das malträtierte Saxofon lässt mit seiner Schrillheit an Sachen aus dem Free Jazz denken. Das tun die unkonventionellen Strukturen im Songwritting des Öfteren auch. Und auch wenn es vor allem ein rasantes Werk mit hohem Intensitätslevel ist, so bleibt immer noch Raum für Atmosphäre, längere Songaufbauten, melancholische Nuancen und Stellen, wo sich die Band bewusst zurücknimmt, um den Rest noch mehr reinscheppern zu lassen.
