Nervosa - Slave Machine | |
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| Review von Opa Steve vom 10.04.2026 (532 mal gelesen) | |
Nach dem fabelhaften "Jailbreak" spuckt das internationale Thrash-Kollektiv NERVOSA seinen sechsten Longplayer "Slave Machine" aus. Insgesamt kann man schon beim Reinhören festhalten, dass sich NERVOSA auf die Fahne geschrieben haben, das Energielevel noch ein Stückchen anzuheben. Unter dem Dutzend Songs befindet sich keiner, der nicht wenigstens zeitweise einen ordentlichen Knüppel auspackt. Lediglich der Rausschmeißer 'Speak In Fire' hält sich hier deutlich zurück. Songwriterisch gibt es auf dem neuen Album mehr Licht als Schatten, aber man muss konstatieren, dass die Damen nach wie vor auch mal das ein oder andere uninspirierte Riff in einen Titel packen. Tatsächlich ist die Stärke von NERVOSA auch auf der neuen Scheibe, wenn man einfach mal stumpf Gas gibt und gar nicht versucht, etwas Komplexes auf die Beine zu stellen. Wobei auch diese Experimente mittlerweile deutlich besser funktionieren als in der Historie. So hat der Opener 'Impending Doom' sowohl herrliches Highspeed-Geschredder als auch einen ziemlich gelungenen und interessanten Refrain. Auch der epische Refrain von 'Ghost Notes' ist megastark und der Titel hat am Ende ein paar ikonische Gitarrenmelodien zu bieten. Die Sternstunden sind aber das herrliche Thrash-Gebretter, welches man im Opener neben den ungewöhnlichen Melodien gleichermaßen hat, oder wie es in den Bangern 'Beast Of Burden', 'The New Empire' oder 'The Call' zu genießen ist. Das ist die Kernkompetenz von NERVOSA, die sie nie aufgeben sollten. Was Helena Kotina zu hoher Geschwindigkeit an Leads abfeuert ist fabelhaft und das Zusammenspiel der Band ist extrem tight. Auch die Produktion klingt gewohnt knochentrocken, aber schön fett und hält die mächtige Gitarrenarbeit und die drückenden Drums gleichermaßen vorne. Wenn man unbedingt noch etwas zum Kritisieren neben der gelegentlich eingestreuten Riff-Ausschussware suchen möchte, dann würde ich die Vocals von Prika Amaral nennen, die für mich immer noch etwas eindimensional dauerkeifend daherkommen und nicht wirklich Akzente setzen können wie die Stimmen großer Genre-Vertreter und -Vertreterinnen am Mikro. Aber da man die Vocals immer noch als neue Domäne betrachten muss, braucht sie vielleicht noch ein drittes Album für mehr Reife.
Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Impending Doom 02. Slave Machine 03. Ghost Notes 04. Beast Of Burden 05. You Are Not A Hero 06. Hate 07. The New Empire 08. 30 Seconds 09. Crawling For Your Pride 10. Learn Or Repeat 11. The Call 12. Speak In Fire | Band Website: www.nervosaofficial.com Medium: CD, LP Spieldauer: 43:18 Minuten VÖ: 03.04.2026 |
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Nach dem fabelhaften "Jailbreak" spuckt das internationale Thrash-Kollektiv NERVOSA seinen sechsten Longplayer "Slave Machine" aus. Insgesamt kann man schon beim Reinhören festhalten, dass sich NERVOSA auf die Fahne geschrieben haben, das Energielevel noch ein Stückchen anzuheben. Unter dem Dutzend Songs befindet sich keiner, der nicht wenigstens zeitweise einen ordentlichen Knüppel auspackt. Lediglich der Rausschmeißer 'Speak In Fire' hält sich hier deutlich zurück. Songwriterisch gibt es auf dem neuen Album mehr Licht als Schatten, aber man muss konstatieren, dass die Damen nach wie vor auch mal das ein oder andere uninspirierte Riff in einen Titel packen. Tatsächlich ist die Stärke von NERVOSA auch auf der neuen Scheibe, wenn man einfach mal stumpf Gas gibt und gar nicht versucht, etwas Komplexes auf die Beine zu stellen. Wobei auch diese Experimente mittlerweile deutlich besser funktionieren als in der Historie. So hat der Opener 'Impending Doom' sowohl herrliches Highspeed-Geschredder als auch einen ziemlich gelungenen und interessanten Refrain. Auch der epische Refrain von 'Ghost Notes' ist megastark und der Titel hat am Ende ein paar ikonische Gitarrenmelodien zu bieten. Die Sternstunden sind aber das herrliche Thrash-Gebretter, welches man im Opener neben den ungewöhnlichen Melodien gleichermaßen hat, oder wie es in den Bangern 'Beast Of Burden', 'The New Empire' oder 'The Call' zu genießen ist. Das ist die Kernkompetenz von NERVOSA, die sie nie aufgeben sollten. Was Helena Kotina zu hoher Geschwindigkeit an Leads abfeuert ist fabelhaft und das Zusammenspiel der Band ist extrem tight. Auch die Produktion klingt gewohnt knochentrocken, aber schön fett und hält die mächtige Gitarrenarbeit und die drückenden Drums gleichermaßen vorne. Wenn man unbedingt noch etwas zum Kritisieren neben der gelegentlich eingestreuten Riff-Ausschussware suchen möchte, dann würde ich die Vocals von Prika Amaral nennen, die für mich immer noch etwas eindimensional dauerkeifend daherkommen und nicht wirklich Akzente setzen können wie die Stimmen großer Genre-Vertreter und -Vertreterinnen am Mikro. Aber da man die Vocals immer noch als neue Domäne betrachten muss, braucht sie vielleicht noch ein drittes Album für mehr Reife.
