Sunn O))) - Sunn O))) | |
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| Review von Eddieson vom 08.04.2026 (272 mal gelesen) | |
Nach sieben Jahren der Stille, zumindest in Form von neuen Songs, melden sich die Meister des Drone lautstark mit neuem Material zurück. Klar, greift man zu einem Album von Anderson und O'Malley, muss man auch in der passenden Stimmung sein. SUNN O))) ist nie ein leichte Kost, nichts, was man vielleicht sofort versteht, sondern eher etwas, in das man sich reinarbeiten muss. Da bildet auch das neue Album keine Ausnahme. Das Duo hat sechs Songs aufgenommen und kommt auf eine Spielzeit von knappt über 79 Minuten. Das allein sagt schon aus, dass hier wieder einiges zu erwarten ist.Für "Sunn O)))" gehen die beiden wieder zurück zu ihren Wurzeln. Ohne irgendein Klimbim gibt es hier das pure SUNN O)))-Erlebnis. Lediglich zwei abgrundtief gestimmte Gitarren durch etlicher Verstärker gejagt, mehr gibt es nicht, nimmt man mal den kurzen Piano-Part bei 'Glory Back' aus. Das bildet eine meterhohe wall of sound, die den gesamten Körper mit in Anspruch nimmt. Das kennt man ja vor allem von den Konzerten von SUNN O))), da werden dem Hörer mal eben die Organe neu justiert. Nicht ganz so extrem, aber ähnlich geht es einem mit dem aktuellen Longplayer. "Sunn O)))" startet mit dem 18-minütigen 'XXANN' und geht über in das schleppende 'Does Anyone Hear Like Venom?'. Das etwas stotternd beginnende 'Butch's Guns', das dann zwischendurch etwas rockig wird, also rockig im SUNN O)))-Kosmos. Das plätschernde Wasser zu Beginn und am Ende von 'Mindrolling' wirkt da schon etwas entspannend, bevor wieder die dicken Riffs über den Hörer hinwegrollen. In den Linernotes beschreibt der Schriftsteller Robert MacFarlane, welchen Einfluss die Natur auf die Songs hat. Mit der Rückbesinnung zu den eigenen Wurzeln ist "Sunn O)))" zwar ein reduziertes Album geworden, aber natürlich nicht weniger intensiv. Nach wie vor gibt es hier einen gewaltigen Klangkosmos, der weder eingängig ist noch gute Laune verbreitet. Das ist auch nicht das erklärte Ziel des Duos. SUNN O))) lassen schlicht und einfach die Gitarren sprechen und diese sprechen, wie immer, eine deutliche Sprache. Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. XXANN 02. Does Anyone Hear Like Venom? 03. Butch's Guns 04. Mindrolling 05. Everett Moses 06. Glory Black | Band Website: www.sunn.southernlord.com/ Medium: CD, LP Spieldauer: 79:41 Minuten VÖ: 03.04.2026 |
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Nach sieben Jahren der Stille, zumindest in Form von neuen Songs, melden sich die Meister des Drone lautstark mit neuem Material zurück. Klar, greift man zu einem Album von Anderson und O'Malley, muss man auch in der passenden Stimmung sein. SUNN O))) ist nie ein leichte Kost, nichts, was man vielleicht sofort versteht, sondern eher etwas, in das man sich reinarbeiten muss. Da bildet auch das neue Album keine Ausnahme. Das Duo hat sechs Songs aufgenommen und kommt auf eine Spielzeit von knappt über 79 Minuten. Das allein sagt schon aus, dass hier wieder einiges zu erwarten ist.
