Immolation - Descent | |
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| Review von Eddieson vom 08.04.2026 (270 mal gelesen) | |
Nach über drei Dekaden im Geschäft müssen IMMOLATION eigentlich nichts mehr beweisen und sie scheinen trotzdem jedes Album als neue Herausforderung zu nehmen, um auch zu zeigen, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Und legt man das neue Album auf den Plattenteller, dann bekommt man von den New Yorkern eine solche Wucht um die Ohren gehauen, dass man meinen könnte, die Welt ginge danach unter. Die Band ist einfach perfekt aufeinander abgestimmt, haut mit messerscharfer Präzision und unerbittlicher Härte alles raus, was nur geht und so fügt sich "Descent" zu einem brachialen Hassbatzen, gefüttert mit einer dunklen Intensität.Den Anfang macht 'These Vengeful Winds', das erst mal etwas an BEHEMOTH zu "Demigod"-Zeiten denken lässt. Doch nach kurzer Zeit kommen die typischen IMMOLATION-Trademarks durch. Ross Dolans ultratiefen Growls, die absolut kraftvoll klingen, die scharfen Riffs und Leads von Vigna und Bouks, dazu das absolut tighte, präzise und kraftvolle Drumming von Shalaty, das zusammen mit Dolans Bass die volle Wucht entwickelt. Und das alles gibt es natürlich nicht nur beim besagten Opener, sondern es zieht sich durch das gesamte Album. 'The Ephemeral Curse' ist dann die totale Attacke, die im rasanten Tempo nur nach vorne geht und am Ende fast schon episch abschließt. Die Stärke von IMMOLATION auf diesem Album ist der Mix aus Melodie und Brachialität. Das zeigt sich beim anfangs etwas gemächlichen 'Gods Last Breath', das dann nach hinten raus noch mal Vollgas gibt; während 'Adversary' mit stetigen Tempowechsel überzeugen kann, gibt es bei 'Attrition' einen eher schleppenden Groove, der eine düstere, fast schon beklemmende Atmosphäre mit sich bringt. IMMOLATION waren nie für ihre Einfachheit bekannt, sondern sind immer den komplexeren Weg gegangen. Während aber der Vorgänger "An Act Of God" ziemlich komplex und vertrackt rüberkam, geht es bei "Descent" wieder etwas straighter zu. Dazu muss man aber wissen, was straight im IMMOLATION-Kosmos bedeutet. Hier gibt es keinen stumpfen Death Metal, auch "Descent" ist komplex, aber halt weniger als der Vorgänger. Dafür bestechen hier die düsteren Melodien, wie man vor allem bei 'Bend Towards The Dark' hören kann. 'Host' ist da wohl der straighteste Song, den es auf dem Album gibt, dafür ist dann das folgende 'False Ascent' wieder die pure Aggression. Erst schnell, dann wieder langsam, dann vorantreibend durch das Schlagzeug und am Ende noch mal alles verprügeln, was sich in den Weg stellt. Kurz vor Schluss dann noch mal durchatmen mit dem instrumentalen Interlude 'Banished' und zum finalen Rausschmeißer gibt es dann in bester IMMOLATION-Manier noch mal richtig eins auf die Zwölf. Was soll man also zu IMMOLATION noch sagen? Auch "Descent" kann sich nahtlos in die Diskografie einreihen. Technisch auf höchstem Niveau, mit einer brachialen Aggression und roher Gewalt, verpackt in eine druckvolle Produktion, gibt es hier einfach IMMOLATION pur. Gesamtwertung: 8.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. These Vengeful Winds 02. The Ephemeral Curse 03. God's Last Breath 04. Adversary 05. Attrition 06. Bend Towards the Dark 07. Host 08. False Ascent 09. Banished 10. Descent | Band Website: www.immolation.info Medium: CD, LP Spieldauer: 41:41 Minuten VÖ: 10.04.2026 |
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Nach über drei Dekaden im Geschäft müssen IMMOLATION eigentlich nichts mehr beweisen und sie scheinen trotzdem jedes Album als neue Herausforderung zu nehmen, um auch zu zeigen, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Und legt man das neue Album auf den Plattenteller, dann bekommt man von den New Yorkern eine solche Wucht um die Ohren gehauen, dass man meinen könnte, die Welt ginge danach unter. Die Band ist einfach perfekt aufeinander abgestimmt, haut mit messerscharfer Präzision und unerbittlicher Härte alles raus, was nur geht und so fügt sich "Descent" zu einem brachialen Hassbatzen, gefüttert mit einer dunklen Intensität.
