Exodus - Goliath | |
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| Review von Eddieson vom 03.04.2026 (460 mal gelesen) | |
Dass es einen erneuten Wechsel am Mikro von EXODUS gegeben hat, sollte mittlerweile jeder mitbekommen haben. Steve "Zetro" Souza ist raus, dafür ist Rob Dukes nach 11 Jahren wieder zurück in der Band. Das mag für einige eine erfreuliche Nachricht sein, andere dürften hingegen ein paar Zweifel anmelden, aber immerhin hat er ein paar sehr gute Alben der Bay Area-Thrasher eingesungen. Und letztendlich, und das sei schon mal vorweggenommen, macht Dukes auf dem aktuellen Album "Goliath" mal wieder einen sehr guten Job.Auch mit dem neuen, alten Sänger hat sich die musikalische Grundausrichtung natürlich nicht geändert, da ja immer noch Bandkopf Gary Holt für das Hauptsongwriting zuständig ist. Und so startet "Goliath", im Gegensatz zum dazugehörigen Artwork, mit '3111' erst mal etwas düster, baut sich langsam auf, ein fieses Lachen im Hintergrund, und dann entlädt sich das Thrash-Gewitter und Dukes ist sofort präsent. 'Hostis Humani Generis' sprüht dann Gift und Galle, nicht nur durch die starke Gitarrenarbeit und den Bass, der übrigens auch der gesamten Albumlänge jede Menge Spaß macht, sondern auch lyrisch heben EXODUS hier den Mittelfinger. Dafür dürfte dann 'The Changing Me' vielleicht für ein paar verwunderte Blicke sorgen. Der Track ist eine sehr eingängige Nummer. Klar, immer noch Thrash im Midtempo, aber wundern, wenn der mal irgendwann im Radio laufen würde, dürfte man sich auch nicht, grad des Refrains wegen, der so melodisch im Gesang ausfällt wie wohl nie zuvor. Rotzig wird es dann bei 'Promise You This', bevor es dann beim Titeltrack sogar etwas doomig wird, sehr getragen und intensiv. Diese Abwechslung steht dem Album sehr gut. Dafür kann 'Beyond The Event Horizon' mit massig Headbangpotenzial punkten und auch 'Violence Works' strapaziert ordentlich die Nackenmuskeln. Auf die Zielgrade des Albums geht es dann mit dem EXODUS-Longtrack. Knappe acht Minuten voller Epos und einer Reise durch die Musikwelt der Band. Eigentlich hätte danach auch Schluss sein können, aber 'Dirtiest Of Dozen' schließt das Album ab - und das vor allem mit einem extrem starken Twin-Lead-Solo. Der erneute Einstand von Sänger Dukes ist gelungen, nicht nur weil er stimmlich immer noch liefert, sondern auch, weil "Goliath" ein äußerst gelungenes Album geworden ist. Im Gegensatz zum Vorläufer etwas entspannter, dafür aber auch experimenteller. Good Job. Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. 3111 02. Hostis Humani Generis 03. The Changing Me 04. Promise You This 05. Goliath 06. Beyond The Event Horizon 07. 2 Minutes Hate 08. Violence Works 09. Summon Of The God Unknown 10. The Dirtiest Of The Dozen | Band Website: www.exodusattack.com/ Medium: CD, LP Spieldauer: 54:15 Minuten VÖ: 20.03.2026 |
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Dass es einen erneuten Wechsel am Mikro von EXODUS gegeben hat, sollte mittlerweile jeder mitbekommen haben. Steve "Zetro" Souza ist raus, dafür ist Rob Dukes nach 11 Jahren wieder zurück in der Band. Das mag für einige eine erfreuliche Nachricht sein, andere dürften hingegen ein paar Zweifel anmelden, aber immerhin hat er ein paar sehr gute Alben der Bay Area-Thrasher eingesungen. Und letztendlich, und das sei schon mal vorweggenommen, macht Dukes auf dem aktuellen Album "Goliath" mal wieder einen sehr guten Job.
