The Order - Empires | |
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| Review von Stormrider vom 30.03.2026 (422 mal gelesen) | |
Zunächst einmal ein paar Personalien. THE ORDER Frontmann Gianni Pontillo war bis vor kurzem auch Frontmann der Hannover Rock-Institution VICTORY, hat sich dort aber gerade verabschiedet und ersetzt Carl Sentance bei der schottischen Legende NAZARETH. Der Mann weiß also, wie man mit großen Bandnamen umgeht. THE ORDER hingegen sind so etwas wie sein musikalischer Heimathafen. Im Sportjargon gesprochen quasi der kleine Heimatverein, aus dem man einst auszog, um die Welt zu erobern, dem man aber eben immer treu geblieben ist.Mit "Empires" legen die Schweizer nun ihr neues Album vor. Der titelgebende Opener weckt mit seinem knackigen Riff zunächst Erwartungen an eine härtere Gangart, entpuppt sich letztlich jedoch eher als klassischer Hard Rock-Track denn als lupenreiner Metal-Brecher. 'Fight For Your Rights' schlägt im Anschluss in eine ähnliche Kerbe und ist ein solider Hard Rock-Song mit einer Botschaft, die aktueller kaum sein könnte. Allerdings ist der Track etwas zu ausufernd geraten, insbesondere das Outro zieht sich unnötig in die Länge. Deutlich mehr Druck entwickelt dann 'Warriors', das mit treibendem Riffing und einem starken Solo überzeugt. Hier geht es endlich in Knie und Nacken. Das klare Highlight folgt (zumindest für mich) mit 'Thieves In The Night'. Zwar nimmt sich der Song zu Beginn eine gute Minute Zeit, um Fahrt aufzunehmen, doch dann punktet er mit einer ungemein eingängigen Hookline und einem Refrain, der sich nachhaltig im Ohr festsetzt. Genau von dieser Qualität hätte man sich auf dem Album gerne mehr gewünscht. Definitiv der Anspieltipp auf "Empires". 'Living For The Nightlife' erinnert nicht nur musikalisch, sondern auch thematisch stark an amerikanische Rockacts wie HINDER. Natürlich inklusive des klassischen "Party die ganze Nacht"-Textes. Nun wird es mit 'Wherever I Go' deutlich ruhiger. Ein schunkeliger, fast balladesker Track, der sich problemlos im Easy Listening-Rock Radio oder als Soundtrack zum entspannten Nebenbeihören eignet. Die folgenden Stücke 'The Last Call' und 'Of Martyrs And Tyrants' fügen sich solide ins Gesamtbild ein, setzen dabei jedoch keine besonderen Akzente. Zum Abschluss wartet mit 'The Bonehead's Back - Promises And Illusions' noch ein epischer Zehnminüter. Der Track startet etwas zäh und baut lange Atmosphäre auf, bevor er richtig in Fahrt kommt. Angesichts der Spielzeit ist das zwar nachvollziehbar, verlangt aber vom Hörer durchaus Geduld. Immerhin entwickelt sich das Stück im weiteren Verlauf und kann gegen Ende mit einer gewissen Eingängigkeit punkten. Unterm Strich liefern THE ORDER mit "Empires" ein mehr als solides Hard Rock-Album ab, das von V.O. Pulver in den Little Creek Studios amtlich produziert wurde und Genrefans sicher nicht enttäuschen wird. Für den ganz großen Wurf oder den Status eines zukünftigen Klassikers fehlt es den Songs jedoch an letzter Konsequenz und oft auch Wiedererkennungswert. "Empires" ist ein gutes Album - aber keines, das Geschichte schreiben wird. Aber das tut der Heimatverein eben auch oft nicht und ist trotzdem wichtiger Bestandteil der Szene. Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Empires 02. Fight For Your Rights 03. Warriors 04. Thieves In The Night 05. Living For The Nightlife 06. Whereever I Go 07. The Last Call 08. Of Martyrs And Tyrants 09. The Bonehead's Back - Promises And Illusions | Band Website: www.theorder.ch Medium: CD, digital Spieldauer: 45:51 Minuten VÖ: 27.03.2026 |
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Zunächst einmal ein paar Personalien. THE ORDER Frontmann Gianni Pontillo war bis vor kurzem auch Frontmann der Hannover Rock-Institution VICTORY, hat sich dort aber gerade verabschiedet und ersetzt Carl Sentance bei der schottischen Legende NAZARETH. Der Mann weiß also, wie man mit großen Bandnamen umgeht. THE ORDER hingegen sind so etwas wie sein musikalischer Heimathafen. Im Sportjargon gesprochen quasi der kleine Heimatverein, aus dem man einst auszog, um die Welt zu erobern, dem man aber eben immer treu geblieben ist.
