Suzi Quatro - Freedom | |
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| Review von derkleinekolibri vom 28.03.2026 (728 mal gelesen) | |
SUZI QUATRO, am 3. Juni 1950 als Susan Kay Quatro in Detroit geboren, fand schon sehr früh zur Musik. Mit 14 erhielt sie von ihrem Vater einen Bass geschenkt, das Spielen brachte sie sich selbst bei. 1971 lud sie Jeff Beck nach England ein, um an einer Solokarriere mit ihr zu basteln. Forsch machte sie sich ans Werk und veröffentlichte 1972 ihre erste Single 'Rolling Stone', die zwar in Großbritannien floppte, aber in Portugal Platz 1 der Charts erreichte. Kurzentschlossen wurde nun eine Band gegründet und man ging als SUZI QUATRO auf Tournee. 1973 begann dann der steile Aufstieg der kleinen Bassistin und ihrer Truppe, als 'Can The Can' nicht nur meine Sinne verzückte, sondern ganz Europa in den Bann zog. Die Bravo bezeichnete sie als Rockröhre und schaffte es, mich dazu zu bringen, ihren 18-teiligen Starschnitt so an der Wand anzubringen, dass ich 12-jähriger Pubertierender sie noch vom Bett aus anschauen und mich an ihrem Antlitz ergötzen konnte.Mittlerweile zählt die famose Bassistin 75 Lenze und nimmt sich die Freiheit, ein Album namens "Freedom" zu veröffentlichen, auf dem sich 12 kernige Rockstücke befinden, auf der Limited Edition CD sogar 13. Gleich zu Beginn bringt sie mit dem Titeltrack die Hörerschaft auf Hochtouren. Die bluesigen Altlasten zeichnen diesen Rock'n'Roll-Song aus und man meint, vor einer großen Leinwand zu sitzen und der 1980er Musical-Filmkomödie "Blues Brothers" beizuwohnen. Im Anschluss folgt ein Kracher, der an ihre großen Erfolge erinnert und bei welchem sie sich wohltuend an ihrem Instrument verlustiert: 'Little Miss Lovely' regt zum Mitsingen an. Emotional wird es mit 'Choose Yourself' - ins Cabrio einsteigen, Verdeck öffnen und ab geht's durch die laue Sommernacht. Ihr seit sieben Jahren mitspielender Sohn zeigt bei 'Goin' Down', was er sowohl als Gitarrist wie auch als Songwriter für Qualitäten hat. 'Hanging Over Me' passt dann bestens zum Coverartwork: die Freiheit aufm Motorrad genießen. Das Gefühl der Freiheit wird sogleich ausgelebt: 'Here's Ya Boots' führt (gedanklich) mit Lederstiefeln über eine texanische Landstraße. Eine Mischung aus Country, Western, Blues und Hard Rock macht 'Can't Let It Go' zum ersten Höhepunkt des fast 47 Minuten langen Albums. Gemein, dass niemand ihr die Hand hält, wie sie im Stück 'Nobody Held My Hand' zu verstehen gibt, doch vor der Bühne würden gewiss viele Gäste ihr die Hände reichen. Mit 'Shakedown' wird dann ein zweiter Höhepunkt generiert, der irgendwie ans 1975er 'Your Mamma Won't Like Me' erinnert (unbedingt die Basslines während des Gitarrensolos anhören). Einmal so richtig die Sau rauslassen, davon träumen viele Menschen. Hier geschieht es: 'Take It Or Leave It' lässt den Lauschenden die Freiheit unseres Seins auf der Welt genießen. Wetten, ihr könnt nichts anders und müsst unweigerlich mitsingen und -wippen? Ans 51 Jahre alte 'I Bit Off More Than I Could Chew' erinnert entfernt der 'Woman's Song', der es verdient, als Single ausgekoppelt zu werden. Gemeinsam mit Alice Cooper wird schließlich deutlich klargestellt, dass aller guten Dinge wirklich drei sind: 'Kick Out The Jams' ist ein absoluter Hammer und das grandioseste Highlight des Longplayers - Hard Rock in Vollendung. Wer genau zuhört, bekommt natürlich sofort mit, dass sowohl ihr als auch Alice Coopers größten Erfolge 'Can The Can' und 'School's Out' in den Text integriert wurden. Die Profis unter euch werden natürlich schon beim Titel unweigerlich an die amerikanische Institution MC5 gedacht haben, die bereits 1969 einen gleichlautenden Titel veröffentlichte, der schon alle Qualitäten des späteren Punks beinhaltete. Der Bonus Track 'It All Comes Down To You', der nur auf der Limited Edition CD Platz gefunden hat, ist ein auf Pop Rock getrimmtes Disco-Stück, das man sich getrost schenken kann. SUZI QUATROs "Freedom" ist alles andere als ein Abklatsch ihrer Erfolge von vor über 50 Jahren. In der Diskografie gebührt diesem Album, das es seit dem 27. März 2026 käuflich zu erwerben gibt, ein Ehrenplatz! Gesamtwertung: 8.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Freedom (Single Version) 02. Little Miss Lovely 03. Choose Yourself 04. Goin' Down 05. Hanging Over Me 06. Here's Ya Boots 07. Can't Let It Go 08. Nobody Held My Hand 09. Shakedown 10. Take It Or Leave It 11. Woman's Song 12. Kick Out The Jams (Feat. Alice Cooper) 13. It All Comes Down To You (Bonus Track, Limited Edition CD) | Band Website: Medium: CD, LP Spieldauer: 46:38 Minuten VÖ: 27.03.2026 |
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SUZI QUATRO, am 3. Juni 1950 als Susan Kay Quatro in Detroit geboren, fand schon sehr früh zur Musik. Mit 14 erhielt sie von ihrem Vater einen Bass geschenkt, das Spielen brachte sie sich selbst bei. 1971 lud sie Jeff Beck nach England ein, um an einer Solokarriere mit ihr zu basteln. Forsch machte sie sich ans Werk und veröffentlichte 1972 ihre erste Single 'Rolling Stone', die zwar in Großbritannien floppte, aber in Portugal Platz 1 der Charts erreichte. Kurzentschlossen wurde nun eine Band gegründet und man ging als SUZI QUATRO auf Tournee. 1973 begann dann der steile Aufstieg der kleinen Bassistin und ihrer Truppe, als 'Can The Can' nicht nur meine Sinne verzückte, sondern ganz Europa in den Bann zog. Die Bravo bezeichnete sie als Rockröhre und schaffte es, mich dazu zu bringen, ihren 18-teiligen Starschnitt so an der Wand anzubringen, dass ich 12-jähriger Pubertierender sie noch vom Bett aus anschauen und mich an ihrem Antlitz ergötzen konnte.
