Wishing Well - Playing With Fire

Review von derkleinekolibri vom 14.03.2026 (699 mal gelesen)
Wishing Well - Playing With Fire Fast auf den Tag genau ist es drei Jahre her, dass die Finnen von WISHING WELL ihr viertes Album veröffentlicht haben. Die Band wird am 20. März 2026 einen Release-Gig ihres neuen, fünften Hard Rock-Albums im Helsinkier Semifinal Club spielen, supportet durch die LED ZEPPELIN-Tribute-Band LET'S EPPELIN. "Playing With Fire" nennt sich das Machwerk des vielseitigen, ambitionierten Quintetts aus Finnlands Hauptstadt. Eine Dreiviertelstunde Musik erwartet euch, versehen mit vielen Merkmalen des Hard Rocks von vor 40 bis 50 Jahren, aber in einem neuen, modernen Gewand. Die Hammondorgel ist unverkennbar das Bindeglied zwischen dem letzten und dem aktuellen Jahrhundert.

'March In The Dark' hat etwas Hymnenartiges an sich. Mit diesem Song könnten sie ihre Konzerte beginnen. Wer weiß, vielleicht tun sie das auch während des Release-Gigs am 20. März. Die vor drei Jahren in einem Interview gemachte Aussage, die Musik wäre weder bahnbrechend noch revolutionär, hat auch heute Gültigkeit. Die Jungs halten den Hard Rock hoch und injizieren hier und da ein paar Kleinigkeiten, die ihn frischer denn je erscheinen lassen. Nicht mehr so stark im Vordergrund ist zum Beispiel die bereits erwähnte Hammond-Orgel. Hört man sich den Opener 'Valley Of Darkness' genau an, wird man zu Beginn bekanntes AC/DC-Riffing vernehmen, welches sich im Laufe der Zeit Richtung IRON MAIDEN wandelt und von einem Shouter begleitet wird, der eine überzeugende Metal-Stimme hat, die auch gerne mal höhere Töne hinbekommt. Dem Bassisten gebührt der Dank, dass 'Train Of Thoughts' zu einem der gefälligsten Titel avanciert. Das Stück zeigt die brillante Vielfältigkeit, die WISHING WELL an den Tag legen - es beinhaltet prall mit Energie gefüllte Sequenzen, die den Haarschopf unwillkürlich zur Schuppenschleuder werden lassen. Das leidenschaftliche 'Light Of Love' kann nur einer Frau gewidmet sein. Wenn Pepe das Wort burning zum Besten gibt, fließt die Emotionalität förmlich aus den Lautsprechern. Einen prima Abgang legen die Jungs mit dem Rock'n'Roll-Stück 'When The Money Starts Rollin' In', das von Gitarrengefrickel und hammerhartem Schlagzeug geprägt ist, hin.

WISHING WELL konnten das Niveau des Vorgängeralbums noch ein Quäntchen übertreffen. Um das zu verdeutlichen, sollte man sich das mit etlichen Soloelementen gespickte 'Rise And Shine' anhören. Das Stück kommt aus der Tiefe, legt dann stampfend los, schleppt sich dahin und wird von einem Gitarrensolo flankiert, das Ohrgasmen nach sich ziehen kann.

Man darf gespannt sein, was uns die Skandinavier in zwei bis drei Jahren vorlegen werden ...

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Valley Of Darkness
02. Rise And Shine
03. Train Of Thoughts
04. Let Me See The Lights
05. March In The Dark
06. War Cry
07. Light Of Love
08. Peace And Love And Rock'n'Roll
09. When The Money Starts Rollin' In
Band Website: www.facebook.com/wishingwell2016
Medium: CD
Spieldauer: 45:25 Minuten
VÖ: 13.03.2026

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten