A Wilhelm Scream - Cheap Heat | |
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| Review von Opa Steve vom 08.03.2026 (482 mal gelesen) | |
Aus Massachusetts schwappt mit dem sechsten Longplayer der Energiebündel von A WILHELM SCREAM eine High-Energy-Attacke über den Teich. Schon der Opener 'Somebody's Gonna Die' schraubt die Drehzahlen in den roten Bereich. Der Melodycore der Jungs speist sich aus einem nahezu hektischen Tempo, vielen Chören und Shouts und einer spielerischen Finesse, die man in diesem Genre nicht unbedingt erwarten darf. Da darf der Bass mal schwindelerregende Linien shredden oder die Drums stilistische Ausflüge unternehmen, anstatt immer nur straight nach vorne zu treiben. Auch diverse Licks auf den Gitarren kratzen hier und da mal am Nintendo-Niveau ('Let It Ride', 'Fell Off', 'Visitor: Unimpressed'). Die durchweg mehrstimmigen Vocals können bei all dem Tempo lässig überzeugen (ganz stark: 'I Got Tunnel Vision') und die adrenalingeschwängerten Melodien lassen Nuno und Trevor kaum Zeit zum Luft Holen. Das Material überfordert den Hörer gelegentlich auch ein bisschen, da fast jeder Song wie auf Amphetaminen das Gaspedal durchtritt. Morgens könnte "Cheap Heat" daher wie eine Überdosis eines verdammt starken Kaffees wirken und nicht jeder Kreislauf kann einen solchen Booster vertragen. Dass die Songs dabei weder in Krach noch in simples Einerlei verfallen, macht die Scheibe nochmal umso attraktiver. Mir gefallen diese Hummeln im Arsch und diese übersprudelnde Spielfreude sehr gut.Gesamtwertung: 8.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Somebody's Gonna Die 02. The Scumbag Grift 03. Midnight Ghost 04. I Got Tunnel Vision 05. Let It Ride 06. Fell Off 07. Run. 08. Visitor: Unimpressed 09. Unsolving the Mystery 10. Poison II | Band Website: www.awilhelmscream.com Medium: CD Spieldauer: 28:09 Minuten VÖ: 27.02.2026 |
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Aus Massachusetts schwappt mit dem sechsten Longplayer der Energiebündel von A WILHELM SCREAM eine High-Energy-Attacke über den Teich. Schon der Opener 'Somebody's Gonna Die' schraubt die Drehzahlen in den roten Bereich. Der Melodycore der Jungs speist sich aus einem nahezu hektischen Tempo, vielen Chören und Shouts und einer spielerischen Finesse, die man in diesem Genre nicht unbedingt erwarten darf. Da darf der Bass mal schwindelerregende Linien shredden oder die Drums stilistische Ausflüge unternehmen, anstatt immer nur straight nach vorne zu treiben. Auch diverse Licks auf den Gitarren kratzen hier und da mal am Nintendo-Niveau ('Let It Ride', 'Fell Off', 'Visitor: Unimpressed'). Die durchweg mehrstimmigen Vocals können bei all dem Tempo lässig überzeugen (ganz stark: 'I Got Tunnel Vision') und die adrenalingeschwängerten Melodien lassen Nuno und Trevor kaum Zeit zum Luft Holen. Das Material überfordert den Hörer gelegentlich auch ein bisschen, da fast jeder Song wie auf Amphetaminen das Gaspedal durchtritt. Morgens könnte "Cheap Heat" daher wie eine Überdosis eines verdammt starken Kaffees wirken und nicht jeder Kreislauf kann einen solchen Booster vertragen. Dass die Songs dabei weder in Krach noch in simples Einerlei verfallen, macht die Scheibe nochmal umso attraktiver. Mir gefallen diese Hummeln im Arsch und diese übersprudelnde Spielfreude sehr gut.
